Das SPOT Festival 2015 im Rückblick

kristin · 19.05.2015 · Keine Kommentare

Bevor gleich schon das SPOT Festival 2016 vor der Tür steht, folgt hier noch die etwas überfällige Nachlese der Highlights, Überraschungen und Enttäuschungen des diesjährigen (Gruppen-Bus-)Ausflugs nach Aarhus.

Enttäuschungen

Irgendwann muss man es einsehen: Es ist schlicht und absolut nicht möglich, auch nur einen großen Teil der Programmpunkte zu schaffen, die man sich unter hartnäckigem Ignorieren des Zeitplans im Vorfeld zusammengeträumt hat. In meinem Fall führten schon alleine plötzlich aufgetretene und nicht zu bewältigende primäre Bedürfnisse wie Hunger und bleierne Müdigkeit in mehreren Fällen zu verpassten – und von Besserdurchhaltern hochgelobten – Auftritten, wie die des Elektrosoul-Newcomers Kentaur bzw. des finnischen Rappers Noah Kin.
Enttäuschend ist es auch, sich eingestehen zu müssen, wie schwer bis eigentlich gar nicht es gelingt, sich aus der eigenen Suppe an Kontakten, Freunden und vorgefertigten Musikgewohnheiten freizuschwimmen, um von anderen Tellern auch mal einen Löffel Unbekanntes zu probieren.
Lydmor @SPOT Festtival 2015Zu den Enttäuschungen, an denen man selbst leider nichts ändern kann, gehören schließlich zeitgleich angesetzte Konzerte, die man alle unbedingt sehen will. Mich traf das in diesem Jahr zur Primetime am Freitag besonders hart: Kill J (22:40), Blaue Blume (23:00), Lowly (22:45) oder Lydmor (22:40)? In diesem speziellen Fall setzte sich die Loyalität durch und diese Entscheidung, immerhin, wurde nicht enttäuscht. Lydmor bewies mit ihrem neu arrangierten, basslastigeren Set, dass sie dank ihres gewohnt schnodderigen Charmes und ihrer immer wieder überzeugenden Stimme auch (sehr) große Bühne kann. Als Überraschung sang sie den Song What Happened Here vom neuen Album Y (VÖ in Skandinavien: 18.5. | Spotify | Bestellen) im Duett mit ihrem Produzenten und Freund Andreas Arenholt Bindslev. -> Fotos vom Auftritt bei Gaffa

Highlights und Überraschungen

Velvet Volume @SPOT Festival 2015Velvet Volume
Die Zwillinge Noa und Naomi Lachmi und ihre jüngere Schwester Nataja sind eine dieser typischen Festivalentdeckungen, die dich genau dann packen, wenn du am wenigsten damit rechnest. Die Booking- und Management-Agentur Over & Aude hatte zum Brunch geladen und zwischen die Häppchen aus frischem Obst und leckerem Brot und, ja, auch die ersten (Limo-)Biere des Tages, passten einige Over & Aude-Künstler auf die Bühne im Nebenraum … Booom! Klassischer, rauer Rock von drei zuckersüßen, jungen Mädels. Volltreffer! Ich bin Fan! Auf Facebook, Soundcloud und in echt.

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