Roskilde Road Trip – Orange Feeling in Hamburg

kristin · 31.03.2013 · Keine Kommentare
15. April 2013 to 20. April 2013
MS DOCKVILLE Kunstcamp, Hamburg
Eintritt frei
Infos: @Facebook

Roskilde Road Trip Hamburg 2013Das dänische Roskilde Festival (29.6. – 7.7.2013) wird gern als die Mutter aller Festivals bezeichnet und ist mit etwa 115.000 Besuchern eines der größten in Europa. Ich war noch nie dort, darf mich aber seit kurzem zu den bis zu 25.000 unbezahlten Freiwilligen zählen, die jedes Jahr mithelfen, das Festival auf die Beine zu stellen und durchzuführen.

Roskilde Road Trip - Foto: PressefotoDamit Leute wie ich die alljährlichen begeisterten Schilderungen treuer Roskilde-Anhänger vom sagenhaften »Orange Feeling« vorab schon einmal persönlich erahnen können, schickt das Roskilde Festival seinen kleinen Bruder, den Roskilde Road Trip vom 15. bis 20. April in fünf nordeuropäische Städte, zu denen in diesem Jahr auch meine neue Heimatstadt Hamburg gehört. Dazu kooperiert das Roskilde Festival mit dem hier ansässigen MS Dockville Kunstcamp, das im Vorfeld zum MS Dockville Festival (16. – 18.8.) für mehrere Wochen ein kreatives Umfeld für künstlerische Arbeiten und Projekte schafft, die in die Gestaltung des MS Dockville Festivals einfließen. Dass die Beteiligten in diesem kreativen Umfeld bzw. einem alten Laborgebäude nicht nur gemeinsam arbeiten, sondern auch leben, schlafen und essen, klingt ganz schön hippie, ist Kreativität und Gemeinschaftsgefühl aber bestimmt zuträglich.

Für den Roskilde Road Trip jedenfalls ist eine ganze Woche lang ein vollgepacktes Programm aus Workshops, Kunst, Performances und Konzerten geplant. weiterlesen…

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Workshop Musikkritik

kristin · 21.06.2012 · 3 Kommentare

Wer soll sich das eigentlich alles anhören? Frage ich mich oft angesichts der Veröffentlichungs- und Konzertankündigungen, die jede Woche in unserem Redaktions-Mailfach eingehen. Und wer soll das alles lesen? Frage ich mich weiter, wenn ich einen Artikel vom Mittelstern in die Welt schicke.
Jeder kann heute alles veröffentlichen, was ihm in den Sinn kommt. Musik zum Beispiel. Oder Texte über Musik. Und abgesehen von der persönlichen Hemmschwelle und dem eigenen Anspruch gibt es hinsichtlich der Qualität des Outputs keinerlei Einschränkungen.

Mein eigener Anspruch brachte mich schließlich dazu, am Workshop Musikkritik der Scheune Akademie teilzunehmen. Ich erhoffte mir, mit etwas mehr Handwerkszeug sicherer bessere Texte über Musik verfassen zu können, als mit meinem bisherigen Ansatz „aus dem Bauch raus“ zu schreiben.

Unter der Anleitung von Andreas Körner (DNN, Sächsische Zeitung, Körners Corner) verfasste jeder der vier Teilnehmer während des Workshops mindestens vier Texte, an denen zwischen den gemeinsamen Treffen in individueller Abstimmung mit Andreas weitergearbeitet wurde. Meine erste Verunsicherung durch das ungewohnte Feedback zu den eigenen Texten wich bald einer kaum gekannten Produktivität durch den auf einmal vorhandenen Termindruck. Es stellte sich allerdings heraus, dass die Vermittlung von Handwerkszeug Andreas nur ein sekundäres Anliegen war. Ihm ging es vielmehr darum, dass jeder Teilnehmer zu seinem persönlichen Stil findet und sich darüber klar wird, wo er mit seiner Schreiberei hinwill. Oder eben nicht. Und so fiel auch das Fazit des Workshops für jeden von uns anders aus. weiterlesen…

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Schuster bleib bei deinen Leisten

special guest · 21.06.2012 · Keine Kommentare

TV Noir ist das selbsternannte ‚Wohnzimmer der Songwriter‘. Das Konzept ist simpel: Die Gäste lernen in gemütlicher Atmosphäre sowohl die Musik als auch die Musiker dahinter kennen. Einen Moderator gibt es nicht. Und so erfährt das Publikum nur etwas über die Künstler, wenn sie über sich selbst reden.
Der 24 jährige Singer-Songwriter Jonas David macht dies nicht. Er lässt lieber die Musik sprechen und offenbart sich dem Publikum durch Folksongs, die vor allem vom Suchen und Finden handeln. weiterlesen…

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Wärmer als in Italien

special guest · 21.06.2012 · Keine Kommentare

Jonas David und Polyana Felbel bezauberten das Dresdner Publikum.

Italien war schwierig, beklagte sich Jonas David. Dort hatte er gegen ein geschwätziges
Publikum anspielen müssen, das sich lieber lautstark unterhielt als seiner Musik zu lauschen.
Nun gab der Wuppertaler seinen Einstand in der Dresdner Scheune. weiterlesen…

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Pärchenkonzert

kristin · 31.05.2012 · 3 Kommentare

TV Noir ist eine monatlich in Berlin stattfindende, moderierte Veranstaltung aus Live-Musik, Talk und Publikumsinteraktion. Als Konzertreihe schickt TV Noir das Wohnzimmer der Songwriter aber auch in andere deutsche Städte und kündigt wenig aufregend »Akustische Konzerte ohne Moderation oder sonstigen Schnickschnack – einfach nur Musik« an.

Polyana Felbel und Jonas David begingen das Bergfest ihrer TV Noir Tour in der Dresdner scheune: »Wir haben gefühlt schon 47 Konzerte gespielt und müssen noch 47 weitere Konzerte spielen, wir sind den ganzen Monat auf Tour.« Susann Den Hartog, die unter dem Künstlernamen Polyana Felbel u.a. gemeinsam mit ihrem Mann, Kilians-Sänger Simon Den Hartog, auf der Bühne steht, scheint das Tourleben zu ermüden. Aufgeregt ist sie trotzdem. Immer noch. Sie weiß nicht, wo sie ihre Hände lassen soll, spielt mal verlegen mit ihren Fingern, hält sich dann wieder an ihrem Kleid fest. Ihre Nervosität ist ansteckend und steht ihrer ausdrucksstarken Stimme gar nicht gut. Die mit Cello und Akustikgitarre minimalistisch instrumentierten, melancholischen Folksongs der Sängerin sind vorhersehbar und mädchenhaft. Nett. weiterlesen…

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Workshop Musikkritik April

andrea · 24.03.2012 · Keine Kommentare
21. April 2012
10:00 Uhr
scheune, Dresden
Scheune Akademie

Trüffelschweine braucht die Musikindustrie noch immer. Gaben früher Radiostationen, A&R Manager oder Musikmagazine Trends vor, wühlen sich heute jede Menge Blogs durch das schier überwältigende Angebot aus kurz aufblitzenden Bands im Internet und Online-Spartenradio. Meist ist deren Halbwertzeit (die Halbwertzeit der Bands, aber leider auch die Halbwertzeit mancher Blogs) jedoch bedauerlich gering, über das Wort „Wert“ diskutiere ich besser gar nicht erst. Das Intro wurde just 20 Jahre alt. Glückwunsch! Eine Zeitschrift, die ich häufig wenigstens durchblättere. Wenn man ein bisschen die Verwicklungen im Business kennt, wird einem aber leider auch schnell klar, dass Melt und Splash und diverse Konzerte aktuell gehypter Bands nicht allzu distanziert in der Intro beleuchtet werden –> Trends also gern auch gemacht werden.

Im Tagesspiegel erschien vor kurzem ein sehr lesenswerter Artikel über Musikjournalismus (inklusive Verkaufszahlen), betitelt mit „Auf der Suche nach dem Hit“. Können das die Magazine à la Intro, Musikexpress, Visions, younameit wirklich noch selbst leisten, ohne eigene kommerzielle Interessen zu verfolgen (Schalte eine Anzeige und du bekommst zehn Zeilen Text)? Im oben angesprochenen Artikel jedenfalls sagt André Doehring von der Uni Gießen: „Die Magazine könnten in dem wenig übersichtlichen Musikmarkt Orientierung bieten“ … „Die Überlebensstrategie für die Hefte lautet, große, zeitlose Geschichten zu machen“. Stimmt, sage ich. An Hintergrundstories und in die Tiefe gehende Interviews kommen die Abermillionen Blogger nicht ran. Tageszeitungen leider auch nicht oft. Gucke ich mir lokale Printmedien an, kann man nur bedauernd mit dem Kopf schütteln. In der Sächsischen Zeitung umfasst der Kulturteil selbst am Wochenende mit Müh und Not zwei Seiten. Vorankündigungen oder Berichterstattung populärmusikalischer Ereignisse in Dresden machen nur einen Bruchteil aus, wir haben einfach zu viel Klassik und Geschichte zu bieten. Tatsächlich ein Lichtblick: Die Dresdner Neuesten Nachrichten immerhin berichten nahezu täglich von Konzerten unterschiedlicher Genres.

Wie aber schreibt man über Dinge, die man hört? Muss ich musikwissenschaftlich gebildet sein, um über Musik „richtig“ zu reflektieren? Ist das theoretische Einordnen in größere Zusammenhänge wichtiger als das „praktische Erleben“ auf Konzerten? Musik ist Geschmackssache und selbst in unserer kleinen „Redaktion“ gibt es regelrechte Meinungsverschiedenheiten über das Potential und die Kunstfertigkeit diverser Artists. Das liegt in der Natur der Sache. Ein spannendes Thema also, dem sich die Scheune Akademie im und ab April widmet, indem sie am 21.4. Musikjournalismus theoretisch und praktisch zugänglich macht. weiterlesen…

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Hand in Hand oder Du an meiner? Workshop Kultur- und Kreativwirtschaft

sebastian · 26.10.2011 · Keine Kommentare

Am Sonnabend moderiere ich einen Workshop beim Netzwerktreffen Kultur- und Kreativwirtschaft der Grünen-Landtagsfraktion zum Thema „Kooperationen und Netzwerkprojekte“ und ich möchte Euch hier gern meine Idee für den Workshop vorstellen und Einwände oder Anregungen entgegennehmen.

Hand in Hand oder Du an meiner?

Auch wenn ich mir offenbar irgendwie den Ruf des Netzwerkers eingefangen habe, der Begriff selbst hängt mir gerade ehrlich gesagt total zum Hals aus! Zu oft macht das Zauberwort „Vernetzung“ die Runde, ohne dass konkrete Ziele oder Projekte damit verbunden sind. Und wenn ich etwas wirklich hasse, dann sind das die gar nicht mal so seltenen Kontaktanfragen beim Business-Netzwerk XING, in denen es heißt: „Lassen Sie uns vernetzen. Man weiß ja nie, wozu es gut ist.“ Hallo? Wer nicht weiß, wozu es gut ist, der soll mich doch bitte in Ruhe lassen! Außerdem erklingt der Ruf nach Vernetzung gefühlt immer dort besonders laut, wo man das Gefühl hat, da kriegt es bloß einer alleine nicht gebacken. Nicht selten fragen erfolgreiche Kreative: Ich habe es ohne Netzwerk geschafft – wenn ich mich auf Dich einlasse, gehen wir dann Hand in Hand oder Du an meiner?

Wieso moderiere ich Stinkstiefel dann so einen Workshop und was passiert dort?
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