Am Ende war mehr Berlin als Music Week!

sebastian · 18.09.2014 · Keine Kommentare

So richtig leicht fällt mir der Einstieg in den Rückblick nicht. Zu kurz war meine diesjährige Berlin Music Week und zu wenig wirklich Erinnerungswürdiges blieb auf der Hirnplatine hängen.
Das Ziel des Ausflugs war nicht, neue Musik zu entdecken, sondern neue Trends des Business aufzuschnappen. Das ist mir eher nicht so gut gelungen. Ob das an mir lag, weil ich in den falschen Panels saß und die „falschen“ Leute in der Raucherecke getroffen habe oder ob es einfach nicht so viel Neues gab, wird sich wohl erst zeigen. Grundsätzlich überdeckte der schwammige Nebel der öffentlichen Kreativwirtschaftsförderung (mal wieder) das kreative Schaffen der Basis. Der Musikbranche fehlen einfach die durchgeknallten Indie-Macher frührerer Tage. Und die verbleibenden strömen nicht gerade zahlreich zur Berlin Music Week.
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Nicht (nur) die Musikindustrie hat das Internet verschlafen! Frag mal die Banken…

sebastian · 02.05.2012 · Keine Kommentare

Gott, wie sehr ich das Totschlagargument liebe, die Musikindustrie habe das Internet verpennt. Die Musikbranche, so ist es unter jedem Blogpost zum Thema „Urheberrecht und Musik im Netz“ zu lesen, habe sich halt nicht auf „neue Geschäftsmodelle“ und die Herausforderung der Privatkopie eingestellt und sei deshalb selber schuld, wenn sie heute um seine Pfründe bange.

Leider wird dabei ein ganz entscheidender Aspekt vergessen. Nämlich der, dass die Deutschen ein sehr Online-feindliches Geldwesen ihr Eigen nennen. Noch vor 5 Jahren hatte die Hälfte aller 14-17jährigen kein eigenes Girokonto und gerade mal 20% der Deutschen über 18 besaß eine Kredikarte. Somit gab es in der ersten Welle der MP3-Shops für große Teile der Zielgruppe keine Möglichkeit, Streams oder Donwloads überhaupt zu bezahlen. Ist ja nicht so, dass mit digitalen Inhalten nichts verdient werden konnte. Das Erfolgsrezept „Klingelton-Abo“ lag ja nicht in den geilen Polytonen sondern in der Bezahlung über die Handyrechnung. Es ist also vielleicht kein Wunder, dass sich eine Kultur eingebürgert hat, Songs auf Halde zu tauschen, wenn man sie gar nicht bezahlen kann. Prepaid-Zahlungssysteme (der iTunes Gutschein) haben sich erst in den letzten zwei Jahren etabliert. seitdem kann auch Oma wieder Musik an ihre Enkel verschenken…

Upside Down You´re Turning Me – Kommt der Wandel im Musicbiz?
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Spotify, Gema, Youtube, Embedding-Gebühren für Blogger: Neues aus dem Rechte-Dschungel

sebastian · 12.03.2012 · Keine Kommentare

Streaming ist Streaming ist… Naja, eben nicht immer gleich Streaming!

Nahezu jeder Musiker, den ich kenne, fordert derzeit eine Beilegung des Streits zwischen GEMA und Youtube und ist dabei offenbar bereit, auf eventuelle Lizenzeinnahmen zu verzichten, hauptsache die Videos werden gezeigt. Deichkind findet klare Worte:

Ob Plattenfirma, Youtube oder GEMA, egal wer dafür verantwortlich ist. Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben.Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig..

Anders sieht die Sache dagegen aus, wenn es um den Dienst Spotify geht. Morgen startet auch hier der weltbekannte  Streaming-Dienst und halb Musikerschland hasst den Dienst schon jetzt. „Ausbeuter, Abzocker, Verbrecher“ sind noch die nettesten Komplimente. Die Payouts je Stream sind halt wirklich nicht gerade üppig. Aber: Es gibt eben welche! Bodi Bill haben mal vorgerechnet, dass sie von jedem iTunes Download 0,19 Euro erhalten, während sie für jeden Stream bei Spotify 0,0013 Euro erhalten. Das heißt, user müssen einen Song bei Spotify über 100 Mal hören, bis das selbe Ergebnis rauskommt. Oder aber: 10 User hören je 15 Mal einen Song..

Diskussion 1: Was ist einfacher: 15 Leute zum Streamen zu bewegen oder einen zum Kauf einer MP3? Und ist Youtube wirklich keine Konkurrenz zur MP3-Sammlung, aber Spotify schon? Kann man sich streiten, tut man auch!

Gema-Gebühren für Youtube-Videos in Blogs? 
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