Guter Mann: Bon Homme

kristin · 15.06.2013 · Keine Kommentare

Bon Homme - Night TripperEs knistert in den Songs von Bon Homme nach endlosen Landstraßen auf dem Weg zum Meer, nach weit weg und unterwegs sein.

»On a trip to Riga, a blue van with the boys, the warmest summer ever, our pockets full of noise.«

Auf dem SPOT Festival in Aarhus stellte Tomas Høffding, der Bassist und Sänger der dänischen Diskorocker WhoMadeWho, auf einem kleinen Empfang seiner dänischen Bookingagentur Volcano einige der neuen Songs seines Solo-Projekts Bon Homme vor und beantwortete mir entspannt und gut gelaunt ein paar Fragen.
Mit der EP Night Tripper erschien im April bereits ein Vorgeschmack auf das zweite Album von Bon Homme, das voraussichtlich im August oder September fertig sein wird.

»Ich denke, das sind ein paar ziemlich gute Songs. Wie man schon auf der EP erahnen kann, wird das neue Album ziemlich stimmungsvoll, cool, entspannt und warm werden.«

Bon HommeAls aktuelles Presse“foto“ verschickt die deutsche Agentur Motor Entertainment eine Grafik mit dem Konterfei ihres Künstlers. Auf dem Bild und in der Realität – Tomas Høffding erkennt man auf Anhieb. Er fällt auf.

»Ich mag es, Dinge visuell gesehen, ikonisch zu halten. Mir war schon immer danach, mich den Anlässen entsprechend zu kleiden. Deswegen auch der Hut. Es geht nicht darum, wie hip ich angezogen bin, sondern eben darum, dass ich auf der Bühne einen speziellen Style habe und wenn ich nicht auf der Bühne bin, dann kann ich wieder ganz ich selbst sein.«

Hoch oben über der Stadt Aarhus wurde es in der Rechtsanwaltskanzlei am hellen Nachmittag während des Sets von Bon Homme unerwartet elektronisch und tanzbar. Dabei kommt Tomas eigentlich aus der Rockmusik.

»Ich wollte irgendwann etwas Neues ausprobieren. Viele Jahre lang gab es nur mich und meine Akustikgitarre. Ich habe Songs geschrieben, sie an meine Rockband geschickt, wir haben geprobt, ich habe den Bass gespielt und gesungen. Und ich dachte … mit WhoMadeWho, das hat mir ziemlich die Augen geöffnet, denn ich muss zugeben, dass ich damals dachte, elektronische Musik ist so dumm. Ich konnte damit überhaupt nichts anfangen. weiterlesen…

twitter share buttonFacebook Share

Ásgeir Trausti – Vom Leichtathleten zum Popstar

kristin · 13.05.2013 · Keine Kommentare

Ásgeir Trausti (Quelle: Pressefoto)Ásgeir Trausti ist gerade mal 20 Jahre alt und hat nach seinem Schulabschluss ein Album aufgenommen, das in seiner Heimat Island direkt auf Platz 1 in den Charts gelandet ist. Seine Shows auf dem Iceland Airwaves waren bis auf den letzten Platz (über)füllt. Bevor er auch außerhalb Islands groß durchstartet, ergab sich auf dem SPOT Festival die Gelegenheit, Ásgeir ein paar Fragen zu stellen.
Am verabredeten Treffpunkt lief ich geradewegs auf einen Van mit Dresdner Nummernschild zu. Um das Auto hatte sich eine Gruppe Isländer versammelt, Bloodgroup packten gerade ihren Kram zusammen. Da man ja einander auf der kleinen Insel kennt, konnten sie mir gleich bei der Suche nach meinem Interviewpartner weiterhelfen. Am Straßenrand sitzend, mit Mütze, im schmuddeligen Parka und mit seinem bunten Tattoo, das nicht ganz unters Shirt passte, wirkte Ágeir um einiges rockiger, als ich es erwartet habe.

Die begeisterten Beschreibungen seiner sanften, elektronisch angehauchten Folk/Pop-Songs bemühen Vergleiche mit Bon Iver (die Stimme) und James Blake (die Electronics). Dabei hatte Ásgeir mit Musik lange Zeit gar nicht so viel am Hut…

»Ich habe zwar klassische Gitarre gelernt, war aber nie Teil der Musikszene in Island. Vor etwa einem Jahr habe ich die Schule beendet und erst dann ging es los mit den Aufnahmen zu meinem Album. Wir haben einen Song im Radio veröffentlicht. Island ist so ein kleines Land, deswegen geht alles sehr schnell. Du schickst einen Song ans Radio und ein paar Tage später ist es auf einmal schon etwas Größeres. Der zweite Song, den wir veröffentlicht haben, wurde ein großer Hit. Und so ging es dann weiter …«

weiterlesen…

twitter share buttonFacebook Share

SPOT Festival 2013 – Eine Zusammenfassung

kristin · 09.05.2013 · Keine Kommentare

SPOT FestivalAuch in diesem Jahr war das SPOT Festival ein voller Erfolg, musikalisch, menschlich und (neben)beruflich. Mit insgesamt etwa 4500 Besuchern, davon etwa 1000 Delegierten der Musikindustrie und Medien, lag das kleine Festival im wunderschönen Städtchen Aarhus knapp 500 Tickets unter ausverkauft.

Die beste SPOT-Erfahrung beginnt schon auf der Fahrt mit einem der Delegierten-Busse aus Berlin, Köln oder Utrecht über Hamburg. Im launigen Klassenfahrtflair lassen sich Bekanntschaften aus dem letzten Jahr auffrischen, neue Gesichter längst bekannten Namen zuordnen und ganz neue Kontakte knüpfen, um alsbald musikalische Empfehlungen für die kommenden zwei Tage auszutauschen und Pläne zu schmieden.
In diesem Jahr wurde die Busfahrt von Studenten des Studiengangs Music Management der Royal Danish Academy of Music betreut, die auf diese Art aus erster Hand erfahren, was die Delegierten bewegt, was schon gut läuft und was es noch zu verbessern gilt. Musikbusiness und vor allem Musikexport ist den Dänen eine äußerst wichtige Angelegenheit.
weiterlesen…

twitter share buttonFacebook Share

SPOT Festival 2013

kristin · 25.04.2013 · Keine Kommentare
3. Mai 2013 to 4. Mai 2013
Location siehe Text, auswärts
Aarhus (DK)

Das SPOT Festival im dänischen Städtchen Aarhus ist mir als eines der schönsten und – speziell für mich – wichtigsten Festivals des letzten Jahres in Erinnerung geblieben. »Große Chancen lauern überall«, schrieb ich kurz vor dem allerersten Festival, das ich als akkreditierter Medienvertreter besuchen durfte. Und manchmal werden aus kleinen Ideen und Hoffnungen große und wichtige Entscheidungen. Ich habe mich auf dem SPOT Festival 2012 nicht nur in Bottled In England, Asbjørn und einmal mehr in Nils Frahm verliebt, sondern ich habe auch neue Freunde und Kollegen kennengelernt – und einen neuen Job gefunden. Ein reichliches halbes Jahr darauf habe ich mich von Dresden verabschiedet, um in die schönste Stadt Deutschlands zu ziehen. Für eine Arbeit, die jeden Tag mit Musik zu tun hat und hin und wieder auch mit Bottled In England.

SPOT Festival 2012 - Foto: Thorsten IversenNächste Woche ist es endlich wieder soweit: Das SPOT Festival lädt nach Aarhus. Die Akkreditierung ist ausgedruckt, der Platz im Bus reserviert, Bottled In England spielen einen geheimen Gig und neben den bereits gefundenen musikalischen Leckerbissen gilt es wieder jede Menge Newcomer zu probieren. Auf meiner Must-See Liste in diesem Jahr:

Artificial Brothers – Seit einem Jahr habe ich die bis jetzt noch immer und überall verpasst.

Ásgeir Trausti – Hat die Aufgabe, gute Erinnerungen ans Iceland Airwaves 2012 aufzufrischen. Wie der isländische Superstar wohl in Dänemark ankommt?

Bloodgroup – Das neue Album Tracing Echos ist so überraschend anders (gut!) geworden, als ich es nach den letzten beiden erwartet hätte. weiterlesen…

twitter share buttonFacebook Share