Ein MIAMI VICE THEME für WordPress – das wär JAN HAMMER

sebastian · 06.04.2010 · Keine Kommentare

Ich suche immer noch und jederzeit für kommende Projekte freelancende aber selten faulancende Social Media Designer für schlichte, wilde, kranke, trashige, szenige, weibliche, dämliche, interessante, übersichtliche, Award-würdige, tierische, Fußball-affine, Techniklastige, lyrische Blogs und Facebookseiten, Votings, Polls, Gewinnspiele, Applikationen…

Bitte meldet Euch irgendwie

Wenn das klappte, das wär……..

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Vrienden van Dresden

sebastian · 26.03.2010 · Keine Kommentare

Verrückte Welt2.0

Heute erreichte mich eine E-Mail aus Nijmegen und sorgte neben dem herrlichen Sonnenschein draußen für angenehme Erheiterung! Nicht nur meine Cousine Vivika und meine ehemaliger Millerntorcompadre Ulf wohnen nämlich in diesem schönen holländischen Städtchen sondern auch eine kleine Gruppe überzeugter Dresdenfans. Nicht Dynamofans – wovon es ja weltweit welche gibt – sondern tatsächlich Freunde der Stadt!
Die Vrienden van Dresden betreiben ein abwechslungsreiches kleines Blog (ich lasse gerade einige Artikel von meiner Schwester übersetzen) und wollen „die (in den Niederlanden) eher unbekannten Seiten von Dresden beleuchten“, was ich natürlich total genial finde!

Noch genialer finde ich (räusper, räusper), daß sie meine „statt Marketing“ Kolumnen auf banq entdeckt haben, welche ihnen so gut gefallen, daß sie sie in ihrem Blog vorstellen wollen :-)

Das Blog erscheint übrigens auf der Website der Tageszeitung de Volkskrant, die auf eine sehr bewegte Geschichte zurückblickt. Früher katholisch konservatives Tagesblatt ist die Zeitung heute das Sprachrohr junger, progressiver Niederländer. Bereits seit 2005 können Leser (wie die Vrienden van Dresden) dort ihre Blogs veröffentlichen! Ob der Sächsische Zeitung mehr Onlinekompetenz nachgesagt würde, wenn z.B. Stadtteilblogs, Presseclubblog oder ähnliches dort angegliedert wären? Müßig drüber nachzudenken…

Ich frage mich gerade, ob ich wohl den Kultur Aktiv eV davon überzeugen kann, daß auch und gerade solch eine „virtuelle Gemeinde“ einen tollen Partner zur BRN abgeben würde im Rahmen des geplanten Projekts zur BRN 2010? Dann könnte man die Vrienden van Dresden einladen, bei uns im BRN MUSEUM eine kleine Botschaft zu errichten und interessierten Besuchern etwas über Nijmegen zu erzählen und gleichzeitig etwas über Dresden zu lernen!

Warten wir doch mal, ob sich hier nicht eine gute kameraadschap entwickelt……

PS: Gerade kam noch eine Antwort auf meine E-Mail Rückfragen:

Wir sind eine kleine Truppe Personen verschiedener Provenienz. Unser Blog ist relativ neu und steht noch in den Kinderschuhen. Es ist nicht einfach die richtigen Leute zu finden, die beitragen können und wollen.

Wir wollen wirklich hauptsächlich das ‚andere Dresden‘ zeigen, wenn wir auch die Highlights nicht auslassen können, damit wir auch gelesen werden.

Vielleicht kennen Sie diese(n) oder jene(n), der/die bereit wäre in kurzen Beiträgen seine/ihre Ansichten zu Ereignissen in Dresden zu formulieren, ohne Geschrei.

Die BRN ist uns natürlich ein Begriff. Wir lassen uns gerne einladen, aber für dieses Jahr ist das nicht mehr drin.

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Oberbürgermeister2.0

sebastian · 19.03.2010 · 4 Kommentare

Über Dresden im sozialen Netz und Oberbürgermeister auf Facebook!

Dresden2Null10: Die Diskussion darüber entbrandet, ob die Stadt (und deren Markteingstrategen) Internet (gar nicht erst zu reden von der „Version 2Punkt0“) verpennt haben, da weder Twitter noch Facebook noch sonst ein soziales Netzwerk für Tourismus- und/oder Stadtmarketing genutzt werden. Außer neuerdings Youtube. Aber die Chancen der hier gezeigten Filme, sich im (sozialen wie asozialen) Web zu verbreiten, die beschreibe ich ein anderes Mal. Jedenfalls: Bei der Diskussion bin ich natürlich immer mitten drin statt nur dabei.

Ich gebe zu, es bedurfte einer öffentlichen Schelte des FDP Kreisvorsitzenden Johannes Lohmeyer, um das Thema wirklich hoffähig zu machen. Wir „verrückten“ aus der Halbwelt hätten wahrscheinlich noch 2 Jahre rumlästern können, ohne daß Presseclub & Co das Thema aufgegriffen hätten.

Heute ging es dann auch in der Dresden XING Gruppe mal wieder um das Thema und im speziellen auch um Facebook.

Und nachdem dort einige Plakathardliner (rein symbolisch) meinten, daß der Hype um die sozialen Netzwerke wie Facebook ja wohl vollkommen überbewertet werde, ist mir doch der „i really don´t like“ button hochgegangen. Beziehungsweise runter!

Denn immerhin gibt es bereits eine Dresden Fanpage
(wer auch immer die ins Leben gerufen hat) und auf der finden sich heute dezente 10.600 Fans und…… das sind wirklich Fans!

Ich meine, man stelle sich das vor: 10.000 Fans, von denen fast 5% überschwenglich Kommentare und Fotos gepostet haben, obwohl von Seiten des Admins seit einem Jahr nichts wesentlichs mehr passiert ist. Kann einem als Marke etwas besseres passieren? Ich denke sofort an Applikationen zur Buchung von Hotels, News zu anstehenden großen Festivals, Meinungsforschung, Merchandiseverkauf und und und..

Also (natürlich) hat „Lohmy“ recht: Trend verpennt! Denn natürlich ist es fraglich, ob man diese 10.000 dafür gewinnen kann, irgendwann noch einmal einer „offiziellen“ Dresden Seite beizutreten (sollte es die jemals geben).

Aber es gibt ja auch Fälle, in denen Fansites vom Admin übertragen wurden (Danke an @hobbes84 für die nette Zuarbeit auf meine Twitterfrage) und ich frage mich, ob man sich nicht darum mal bemühen sollte. OK, vielleicht will der Seitenbetreiber haufenweise Kohle, dann läßt man es halt und startet neu. Aber am Ende ist er mit einem jährlichen Luxuswochenende in Dresden zufrieden? Die Bloggergemeinde jedenfalls mag solche Deals bestimmt, PR-technisch kann es schlechtere Geschäfte geben :-)

Ich für meinen teil hatte direkt heute Nachmittag die „Vision“ der Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz auf Facebook, die dort mit ihrem Charme wahrscheinlich sogar tatsächlich in der Lage wäre, sich vom Seitenbetreiber zum Co-Admin einsetzen zu lassen. Der Gedanke gefiel mir nun wirklich gut und als PR-Mensch fiel mir auch sofort auf, daß ich auch von anderen Oberbürgermeistern auf Facebook auch noch nicht so viel gehört hatte und habe mal recherchiert.
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statt Marketing Ideen für Dresden Teil 5: Stadtschreiber

sebastian · 28.01.2010 · 2 Kommentare

Jedes Jahr im Sommer katapultiert sich Dresden auf die Titelseiten keines einzigen Literaturmagazins, wenn wieder ein deutschsprachiger Autor die Auszeichnung „Dresdner Stadtschreiber“ erhalten hat! Als Belohnung winken sechs Monate lang ein monatliches Salär von 900,- Euro sowie eine kostenfreie Wohnung, spendiert von der Stiftung für Kunst und Kultur der Ostsächsischen Sparkasse. Ob der Titel den Autoren letzten Endes wirklich etwas bringt, weiß ich nicht zu sagen, ob er der Stadt etwas bringt, ist mir ebenso wenig klar. Ehrlich gesagt, ich habe noch nicht einen einzigen Text der bisherigen Stadtschreiber in die Hände bekommen. Dr. Google hilft mir zwar, die Ausschreibung als solche zu finden und Wikipedia hält sogar eine Liste aller bisherigen Ausgezeichneten bereit, aber einen Text, der in dieser Phase entstanden ist, finde ich nicht auf die Schnelle. Vielleicht muss ich dazu mal ins Stadtarchiv? Oder treibe ich mich vielleicht einfach zu oft im Internet rum statt bei literarischen Treffen?

In jedem Fall frage ich mich, ob diese Art der Auszeichnung nicht vielleicht auch ein wenig zeitgemäßer in Szene gesetzt werden könnte.

Wäre es nicht heutzutage irgendwie logisch, an diese Auszeichnung die Pflege eines Blogs zu knüpfen, bei dem sich Dresdner und Dresdnerinnen (und Sparkassenkunden und –kundinnen) sowie Auswärtige ein Bild davon machen können, wie es sich für die berufenen Autoren in Dresden anfühlt? Ich meine, davon hätte man auch mehr, oder? Klar, der Titel „Stadtschreiber“ ist eher Kunstpreis als Marketinginstrument, aber warum das nicht koppeln?

Oder aber, man führt besser gleich ein ganz neues Projekt ein: Die Stadtschreiber-WG!

Hier kommen nicht unbedingt deutschsprachige Autoren zu Ehren, sondern 4 Blogger/Innen aus der ganzen Welt, die für ein „Semester“ nach Dresden kommen, um hier auf Kosten der Stadt oder einer Stiftung kostenlos in eine große Wohnung in der Innenstadt (Platte of course) ziehen und neben einer finanziellen Unterstützung (sagen wir mal 500,- Euro / Monat) auch Praktika bei Dresdner Unternehmen machen können, Seminare an der Uni besuchen oder anderweitig Hilfe bekommen, Kontakte zu denen zu erhalten, die ihre Interessen teilen.

Verpflichtet sind sie im Gegenzug nur, in ihrer Landessprache (und eventuell in Englisch) Blogbeiträge über ihre Erfahrungen in und mit Dresden zu verfassen, welche von Nachwuchsübersetzern (als praktische Übung „Vermeidung von Peinlichkeiten„) auch ins Deutsche übertragen werden. Bewerben kann man sich für eine der vier Kategorien „Kunst und Fotografie“, „Literatur“, „Multimedia“ und „Musik“, also Dinge, für die Dresden weltweit bekannt ist und die man in einem Blog auch hervorragend widerspiegeln kann.

Eine solche Stadtschreiber-WG wäre ein idealer Aufhänger für Social Media Maßnahmen (Facebook, Twitter & Co), die bereits beim „Casting“ der neuen Kandidaten beginnen und im ständigen Fluss sind mit den Ergebnissen der aktuellen Stadtschreiber-WG.

Die Auflagen an die Bewerber könnten so aussehen:

• Englisch oder Deutsch in Schrift und Wort
• Know-how in einer der vier genannten Kategorien
• Erfahrungen mit einem eigenen Internetblog
• Lust auf Dresden!

Das Ziel: Eindrücke vom Leben in unserer Stadt für die Welt zugänglich machen und Dresdnern ein Gefühl dafür geben, wie auswärtige Besucher, die nicht Touristen sind, auf unsere Stadt reagieren. Ich denke, wir würden sehr viel Input bekommen…..

Die jährlichen Kosten dafür?

Miete im Jahr: ca. 12.000 Euro
Kosten für Stipendien: ca. 24.000 Euro
Budget für die betreuende Social Media Agentur: ca. 12.000 Euro
Gesamtsumme: ca. 48.000 Euro!

Zum Vergleich:

Jährliche Ausgaben der Stadt Dresden für 28 öffentliche Hundetoiletten im Jahr: 35.200 Euro

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statt Marketing Ideen für Dresden Teil 4: Passivbreit in Prag

sebastian · 09.01.2010 · 5 Kommentare

Manchmal muss man selber gar nicht so viel tun, um Erfolg zu haben, sondern kann herrlich faul am Tun anderer partizipieren. Wer über der Kaffeekranz-WG zweier älterer Damen lebt, muss weniger heizen, wer lang genug in einem Coffeeshop sitzt, wird von alleine irgendwann breit und eine reiche Tante in Kanada hat auch noch keinem geschadet… Aber egal. Auch und gerade im Tourismus gilt jedenfalls: Gute Nachbarschaft kann nicht schaden. Und so könnte Dresden demnächst von einem Prag-Boom profitieren, wie es ihn schon seit vielleicht 20 Jahren nicht mehr gab.

Seit dem 01.01.2010 nämlich sind in Tschechien der Besitz und der Konsum kleiner Mengen Drogen nicht mehr strafbar. Ne handvoll Glückspillen, Pappen oder ein Gramm Schnee dürfen abenteuerhungrige Collegestudenten aus Wisconsin oder angehende Maschinenbauingenieure aus Neuruppin also ab sofort zwischen Prag und Liberec konsumieren, ohne Gefahr zu laufen, kafkaeske Knasterfahrungen zu sammeln.
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ich packe meinen koffer für das stadtfest und ich nehme mit….

sebastian · 03.12.2009 · 4 Kommentare

Schade,  die Idee war ebenso spontan wie schön! Als Reaktion auf meine letzte „Statt Marketing Ideen“ Kolumne auf banq (psst, auch hier im Blog zu finden) entstand das kleine Spiel:

„Ich packe meinen Koffer für das Stadtfest und ich nehme mit…“

Also so eine Art Stadtfestwunschliste als Spiel getarnt.  

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statt Marketing Ideen für Dresden Teil 2: Immer FESTE druff

sebastian · 25.11.2009 · 3 Kommentare

Teil 2 meiner kleinen „Ich liebe mein Dresden so sehr, ich könnt dran kaputt gehen“-Serie für das sub-erste Sub-kulturportal der Stadt www.BANQ.de.

Sollte eigentlich erst im nächsten Jahr geschrieben werden, ein aktueller Termin im Presseclub hat mich genötigt, mich dieses Jahr doch noch mal an den PC zu setzen (Danke auch).

And here we are:

Dresdens Stadtfest wurde in der Vergangenheit von einem Verein organisiert. Dieser vergaß zuweilen nicht nur, dass in Dresden auch Menschen wohnen, die ein Feuerwerk nach einem zünftigen Bierrausch zwischen Schlagermusik und Ramschbuden nicht für den kulturellen Zenit halten, sondern offenbar auch die Auseinandersetzung mit dem Steuerrecht.

Satte 150.000,- Euro fordert der Fiskus jetzt als Nachzahlung für nicht gezahlte Mehrwertsteuern auf erzielte Einnahmen. Natürlich wurden diese nicht böswillig oder vorsätzlich unterschlagen, so viel sei klargestellt: Das denke nicht einmal ich. Aber ein wenig leichtgläubig ging es offenbar schon zu, wenn man in diesen Dimensionen von reiner Gemeinnützigkeit ausgegangen ist. Mir jedenfalls kam es immer so vor, als profitiere der einzelne Bierstandbetreiber wesentlich mehr vom Stadtfest als die Bürger der Stadt. Aber das ist natürlich auch eine Frage des Geschmacks und über den wollen wir jetzt mal nicht streiten.

In jedem Fall gibt der Stadtfestverein seine Arbeit auf! Was natürlich nicht heißt, daß wir nächstes Jahr auf Schlager und Feuerwerk verzichten müssen. Das ja ohnehin an etwa 43 Wochenenden im Jahr nicht.

„Vorerst will die Stadt die Dresden Marketing GmbH mit der Organisation des Festes beauftragen. „Im nächsten Jahr soll das Stadtfest vom 27. bis 29. August stattfinden“, kündigt Marketing-Chefin Bettina Bunge an. Anfang Dezember gebe es ein Treffen mit potenziellen Sponsoren. Künftig soll Dresden jährlich unter einem bestimmten Thema beworben werden. Für 2010 ist „Dresden – weltoffene Metropole der Kunst vorgesehen“. Für das Stadtfest gibt es bisher den Arbeitstitel „Kunst und Genuss“.

..schreibt die Sächsische Zeitung und jetzt wird es irgendwie wieder lustig.

Allein diese kurzen Zeilen sind doch wirklich Grund genug, am 30.11. zum Termin mit Frau Dr. Bunge im Presseclub Dresden zu erscheinen und von ihr und allen Beteiligten einen Wolkenhauch mehr Mut, mehr Kreativität, mehr KUNST zu erwarten. Mein lieber August, das ist doch ein Widerspruch in sich. „Weltoffene Metropole der Kunst“ – Du meine Güte, wo ist denn da die Kunst in diesem Satz? Der Prozess, aus dem dieser Slogan entstanden ist, den liest ja jeder 11jährige dem Plakat von den Lippen ab!

„Wir brauchen was, was die Weltoffenheit ausdrückt wegen der ärgerlichen Ereignisse in diesem Jahr; Wir sollten betonen, dass wir größer sind als alle immer denken;  Wir gehören zu den europäischen Metropolen und unser Anspruch ist Kunst, Kunst, Kunst“ sprach jemand an machtvoller Position und der Empfänger, im Kopfe helle,  hatte eine leuchtende Idee für das Motto des Jahres „Weltoffene Metropole der Kunst“. Werber, die solche Claims kreieren, arbeiten in der Regel nicht mal für den besten Freund umsonst beim Zaun aufstellen.

Egal. Nun also alles in die Hände der Stadt! Die kann wenigstens mit Geld umgehen! So wie seinerzeit Dr. Werner Barlmeyer als Intendant der 800-Jahr Feier, der es geschafft hat, das Budget nur um dezente 600.000 Euro zu überziehen, wobei unter anderem vergessen wurde, im Vorfeld die GEMA-Kosten einzukalkulieren und, Herrgott, wer bitte soll denn so was auch wissen?

Andererseits, am Ende ist das „weltoffen“ ja mehr als nur ein Spleen und wirklich Ansatz für neue Ideen? Hat am Ende hat doch jemand meine Leserbriefe an den Wochenkurier gelesen, in denen ich der Stadt seit Jahren vorschlage, das Stadtfest doch zum Beispiel jeweils im Zeichen einer unserer sowieso mehr als stiefschwesterlich behandelten Partnerstädte zu organisieren. Na, kommt, ganz ehrlich, wer von Euch kann auf Anhieb mehr als eine benennen? Siehste!

Statt des bisherigen Arbeitstitels für das Stadtfest 2010 „Kunst und Genuss“ (one two, oh my god) könnte es also zum Beispiel 2010 heißen „Salzburg und Zuckerschloß“ oder was auch immer die Menschen daraus machen würden, denen so gute Sachen einfallen wie „Kunst und Genuss“. Weltoffen natürlich!

In jedem Fall ließe sich anhand der Partnerstädte ein kulturelles und kulinarisches Programm spinnen, was Jahr für Jahr für Abwechslung sorgte. Man könnte die Bahn und/oder eine Fluggesellschaft ins Boot holen für eine ermäßigte Streckenführung zwischen Partnerstadt und Dresden, man könnte Chöre, Heavy Metal Bands und DJs der Partnerstadt ranholen… könnte man.

Aber am Ende ist für all die Gedanken sowieso keine Zeit, denn jetzt gilt es erstmal, in den verbleibenden 4-6 Wochen diesen Jahres noch die notwendigen Gelder für die Zwingerfestspiele ranzuschaffen, die ich (jepp! meine ich ernst) ja sogar (endlich..) für eine wirklich gute Idee halte, wenngleich ich mir auch da mehr Transparenz, mehr Begeisterung, mehr Feuer gewünscht hätte.  So wird zwar noch viel Geld benötigt, ich habe noch nicht vernommen, dass man sich als Veranstalter an den Spielfreien Tagen einmieten könnte, was ja eigentlich eine der naheliegensten Einnahmequellen sein dürfte. Und bei einer für 2.000 Besucher ausgelegten Zuschauertraverse (plus Stehplätzen?) im Zwinger: Mensch, da fallen einem doch Konzertideen von unvergleichbarer Schönheit ein. Man stellte sich vor: Polarkreis 18 samt Orchester, Ben Folds mit seinen Acapella Projekten, Kings of Convenience, Sophia…Hej, träumen wird man ja wohl mal dürfen!!

Anders sehe ich das übrigens mit der „Winterstadt“-Idee.  Da machen wir unter Umständen einen riesigen Fehler! Da vermarkten wir uns als eine Stadt des Winters, aber greifen zwischen November und Februar auf eine menschliche Schlechtlaunelage zurück, die lediglich Berlin noch zu übertreffen vermag. Da kommen sie dann ein Jahr lang, die Touristen, weinen Tränen der Rührung vor der Frauenkirche im Schnee, wanken noch leicht betäubt vor Glück ins nächste Café und werden dort mit einem unerbärmlichen „gennse nisch die schuhe abdreden, sie wessi?“ wieder knallhart auf den Boden der sächsischen Wirklichkeit zurückgeholt.

Selbst schuld! :-)

Ich solle nicht immer so böse sein, sagte mir neulich jemand, und nicht immer alles so schwarz-weiß. Bin ich doch gar nicht! Auch hier stecken zwei gut gemeinte Ideen im Text

1. Eine enge Kooperation mit den Partnerstädten zum Stadtfest

2. Popkonzerte im sommerlichen Zwinger als Ergänzung zu den Festspielen!

….und in Wirklichkeit habe ich von Citymarketing keine Ahnung. Aber das wollte ich erst in Teil 3 zugeben

Dort wärme ich dann die Suppe mit dem web2.0 Projekt nochmal auf, welches ich bereits auf dieneustadt.de im Zusammenhang mit den Diskussionen um den Beinahe Supermanager Wolfram Köhler schon mal anzuköcheln wagte..

So ist es jedenfalls geplant. Kann natürlich sein, der Presseclub kommt mir wieder mit Terminen zuvor, die mich nötigen, hier Artikel rauszuhauen wie ein Fließbandblogger. Ich denke mal, eher unwahrscheinlich das. Zum Glück!

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Statt Marketing: Ideen für Dresden Teil 1: unanStändige Vertretung der Bunten Republik Neustadt in Berlin

sebastian · 12.11.2009 · 2 Kommentare

Kolumne für www.BANQ.de

Der gefühlte Imagewert Dresdens liegt ja aktuell irgendwo zwischen Pauschalurlaub in Tadschikistan, der dritten Staffel der Schwarzwaldklinik und der Position des Marketingleiters bei KIK Textilien.

Ich entwerfe daher in meinen viel zu seltenen Kolumnen für mein Drittlieblingsportal BANQ ab heute in loser Reihenfolge kosten- (und wert-)lose Ideen jenseits von sportlichen Großevents, Opernbällen oder Hausfrauen-Claims wie „Hochtechnologie trifft Lebensfreude“, mit der man sich in diesem Jahr unter anderem mit seiner elbabwärts geklauten Idee einer „Hafencitiy“ bei der Expo Real präsentieren wollte.

Heute also Teil 1: Die unanStändige Vertretung der Bunten Republik Neustadt in Berlin
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Ab die Post…für ein Kreativkaufhaus an der Königsbrücker

sebastian · 20.10.2009 · Keine Kommentare

Bereits vor ner ganzen Weile hab ich mich ja in unserem Stadtteilblog dieneustadt unter meinem alten Nickname „troll“ begeistert über das sportliche Design der Sportresterampe auf dem Gelände der „Neustadt-Post“ an der Königsbrücker ausgelassen und sogar einen Preis verliehen: Den Designpreis für „räudiges, rockiges, renitentes Leben“ in der Neustadt.

ABDIEPOST

Nun wird es mal wieder Zeit, sich ein wenig mit dieser Immobilie zu beschäftigen, die nicht nur Dresdens Kantine mit dem größten Stylepotential (Betonung auf Potential) beherbergt sondern eben auch jene Ladenfläche, in der noch (!) Restposten aus der Welt des Sports verscherbelt werden.

Noch deshalb, weil die Betreiber wohl aktuell eine neue Ladenfläche suchen und somit tendenziell Platz schaffen könnte für ein Hingespinnst, welches sich schon länger in meinem Hirnwindungen schlaflos wälzt:

Ein Kreativkaufhaus für e-commerce und offline-shopping (kurz keo).

Es gibt ja mittlerweile (im Gegensatz zum ähnlichen Projekt vor ca. 15 Jahren in den Räumen der heutigen Groove Station – remember?) dermaßen viele Akteure der Dresdner Kreativwirtschaft (vom bildenden Künstler über das Plattenlabel bis zum Aufklebergestalter), die Ihre Waren und Werke auch und sogar vor allem über das Internet verkaufen (oder es zumindest vesuchen)!

Jeder für sich arbeitet da nicht nur oft ebenso lang wie vergeblich an Optimierungen im Bereich Suchmaschinenmarketing, jeder für sich plagt sich auch mit betriebswirtschaftlichen Kenngrößen zum Thema Lagerhaltung, Vertrieb und Abschreibungen, mit digitalen Zahlungsarten, internationalen Verkäufen, Aushilfskräften, Mieten usw.

Wo bitte könnte man das besser bündeln als in oben genannter Lage?!?!?

Man könnte sich für die Internetverkäufe ein gemeinsames Lager samt geteilter Lagerarbeit, einheitlicher Fakturierung und vielleicht sogar Mitarbeitern teilen und das direkt Wand an Wand mit der Post!
Man könnte Verkaufsflächen nutzen als Kreativkaufhaus!
Man könnte die unsäglich verschandelte Gestaltung durch gemeinsam kreative Arbeit wieder zu neuem Glanze verhelfen.

Ein wunderbares Projekt, vielleicht sogar im Sinne der Künstler UND der Stadt UND der Post als Immobilienbesitzer? Nun ja, „wollen wir mal nicht gleich in Europhie verfallen“ (aus „Wir können auch anders“), aber am Ende wäre es ja mal den Versuch wert, oder wie seht ihr das?

Liebe Openspacecreativekunstgeldirgendwas Antreiber: Übernehmen Sie

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Produkte, die die Welt noch braucht Pt 2 – der hippe Einkaufstrolley

sebastian · 18.09.2009 · 1 Kommentar

Ich gehe viel zu Fuß! Mein Arbeitsplatz, meine Wohnung, meine Lieblingskneipen, den Kindergarten von Janek, Schule von Ferdinand, die Elbe und zwei Supermärkte. All das erreiche ich zu Fuß in maximal 10 Minuten.

Einkaufen zu Fuß ist toll:Man sucht nie einen Parkplatz und man kann unterwegs das Obst und das Brot dort holen, wo es besser schmeckt.

Einkaufen ist scheiße. Permanent vergesse ich eine Tragetasche, besitze auch keine ordentliche und dann läuft man mit diesen mal wieder viel z uschweren Plastekoffern nach Hause.

Daher träume ich von einem richtig schicken, praktischen Einkaufstrolley. So eine Mischung aus Pilotenkoffer (also mit Teleskopstange) und diesen Planentaschen.

Wichtigste Parameter:
LEER muss man den Trolley umhängen können
BELADEN muss ich ihn hinter mir her ziehen mit einem ausreichend großen Ladevolumen (6-Pack, 2L Milch, 2 L Saft und Kleinzeugs)
AUSSEHEN musss das Ding natürlich richtig geil. Vielleicht in den Farben und mit dem Logo meines Lieblingsvereins oder (passender wegen Einkäufe in Dresdne heil nach Hause bringen) meines Zweitlieblkingsvereins? Gefunden habe ich nur eine im Style eines Vereins, mit dem ich durchaus sympathisiere. MEHR braucht das Ding gar nicht.

Und jetzt gibt es tatsächlich den Hauch einer Chancen auf Umsetzung! weiterlesen…

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