TV Noir Konzert mit Enno Bunger + Me And My Drummer in der scheune

andrea · 20.01.2013 · Keine Kommentare
5. Februar 2013
20:00 Uhr
scheune, Dresden
ausverkauft!

Über Me And My Drummer wurde bei Mittelstern schon hinreichend geschrieben. Die Band kommt Anfang Februar zum vierten Mal innerhalb eines Jahres nach Dresden, im Rahmen der TV Noir Konzerte besuchen sie diesmal die scheune. Da das Konzert aber schon ausverkauft ist, widme ich mich hiermit ausführlicher Enno Bunger, der als zweiter Künstler des Abends auf der Bühne stehen wird.

Im März 2012 veröffentlichte der Ostfriese Enno Bunger das Album „Wir sind vorbei“, auf dem er die Trennung nach langjähriger Beziehung verarbeitet. Nun kann man mit den Augen rollen, ob man Lieder über Schmerz von bärtigen Männern am Klavier noch hören mag. So wie die Gefühle nach einer Trennung mit einem Achterbahn fahren, die Angst vor der Abfahrt, das Schreien, das Kribbeln im Bauch, die (mögliche) Erleichterung am Ende, singt Enno Bunger nicht nur vom Fehlen des Anderen, von Trauerzeit und Hoffnung für die Zukunft, sondern auch über die Tentakel der Vergangenheit, die einen lange nicht loslassen wollen. Die musikalischen Referenzen reichen dabei von Coldplay (Euphorie) über Jochen Distelmeyers Blumfeld, der nicht nur stimmlich sondern auch inhaltlich tausend Tränen tief Pate steht. Astronaut schwebt angenehm schwerelos im Raum, Hoffnungsschimmer blubbern, Nerven pulsieren, die Rückkehr der Lebendigkeit lässt sich in Ich möchte noch bleiben erahnen

und das instrumentale Präludium als letzter Titel des Albums birgt tatsächlich ein Ende in Würde. Alles ist gesagt. In seinen Texten ist Enno Bunger ein genauer Beobachter und schafft Bilder, in denen sich wohl jeder wiederfinden kann, der das Nicht-mehr-in-die-Augen-gucken-können aus eigener Erfahrung kennt. Und manchmal ist die Lösung viel schlimmer als das Problem. Zwischen Traurigkeit und Resignation ist auf „Wir sind vorbei“ jedenfalls noch Platz für den Abwurf von Ballast, für Wut und Zuversicht. Denn irgendwann – und das ist ein Naturgesetz – gibt auch der dickste Küstennebel den Blick frei für das, was dahinter liegt.


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#4 Lieblingsliederadventskalender 2012

Lieblingsliederadventskalender · 04.12.2012 · Keine Kommentare

Türchen 4:
ME & MY DRUMMER – RUNNER

Sicherlich eines DER Hype-Themen in diesem Jahr. Durchaus verdient, wie man im Blog an diversen Stellen nachlesen kann. Morgen im Beatpol (nachgeholtes Septemberkonzert).

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In neun Monaten vom Support zum Headliner: Me And My Drummer

andrea · 17.09.2012 · Keine Kommentare
5. Dezember 2012
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
Nachholkonzert vom 23.09.2012!
VVK 12,20 €

Januar, Societaetstheater, man vertreibt sich einen Dienstagabend. Ohne Erwartungen ging ich zum Konzert, begeistert wieder nach Hause, mühelos gelang dies Me And My Drummer. Damals schrieb ich: „Ein Raum, der plötzlich viel zu klein wird für diese Stimme, diese Kraft, diese Momente, die sich da entfalten und aufbauen. Der ganze Körper der Sängerin ist in Bewegung, das Gesicht ein einziges Spiel – und man selbst ist gezwungen, auf seinem Stühlchen zu hocken und mit dem Oberkörper zu tanzen. Geht nicht! Aufspringen will man! Jubeln! Aber ach.. Sitzkonzert. Brrrr.“


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Boy und Me & My Drummer nächsten Mittwoch im Alten Schlachthof

konzertagenda · 09.08.2012 · Keine Kommentare
15. August 2012
20:00 Uhr
Alter Schlachthof, Dresden
VVK ab 27,90 €

Die wirklich guten Songs, die kann man fühlen und sehen. Die Augen schließen und warten bis die Bilder kommen. Diese hier sind flirrend bunt wie die Lampions eines turbulenten Sommerfests. Durch die Musik von Boy weht eine frische Brise.

Hier trifft ein poetischer Realismus auf mitreißende Melodien, eine Mischung, die einem problemlos den Tag retten kann. Weil Valeska Steiner und Sonja Glass so erfrischend lebendig sind, so humorvoll, voller Selbstironie und Tatendrang. Man hört die Empathie in Valeskas Stimme, spürt die sanfte Wärme der Musik und fühlt sich als wäre man nach einer langen Reise endlich Zuhause angekommen.

Support: Me & My Drummer

Charlotte Brandi und Matze Pröllochs lernten sich in Theatern kennen. weiterlesen…

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WochenAusklang: La Boum Fatale

andrea · 13.04.2012 · Keine Kommentare

Vorgezogener WochenAusklang, denn sind wir mal ehrlich: erst am Sonntag so durch die Gegend zu stolpern wie der junge Mann im Video, ist dem Arbeitseinsatz am Montag nicht sonderlich zuträglich. In diesem Sinne: schönes Wochenende!

La Boum Fatale sind aus Hamburg und auf Sinnbus (dort gebe ich übrigens demnächst mal ne Großbestellung ab.. ich sag nur Me & My Drummer, Rue Royale… Wer sich beteiligen möchte, mailt mich an.)

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WochenAusklang: Rue Royale

andrea · 11.03.2012 · Keine Kommentare
27. April 2012
21:00 Uhr
Ostpol, Dresden

Rue Royale kannte ich bis zum Thalia-Konzert im September nicht. Dort haben sie mich dann nicht nur stimmlich, sondern auch menschlich sehr überzeugt. Mittlerweile sind sie Sinnbus-Kollegen von Me & My Drummer (*Herzchenblick*) und kommen im April auch wieder bei uns vorbei. Hingehen! Und bis dahin in Traumwelten verlieren.

Unentwegt sind sie unterwegs, buchen sich selbst durch die halbe Welt und hinterlassen allerorts Begeisterung und greifbares Glück. Und insgesamt mehrere tausend Stück liebevoll in Heimarbeit angefertigter CDs.

Und diese Musik erzählt dabei in zurückhaltenden, fragilen Stücken von andauernder Rast- und Haltlosigkeit, vom Reisen, Heimweh und dem ständigen Weiter-Müssen, dient als Beweis, Tagebuch und Selbstversicherung zugleich. Im ständigen Aufbruch und Ankommen für einen nur kurzen Moment ist sie ein verlässlicher Zufluchtsort: Zärtliche, intime Miniaturen in warmen Tönen, getragen vom oft zweistimmigen Gesang und einem ruhigen, gleichmäßigen Puls. Voll vom Blues der Fernstraßen und der Melancholie, die in vorbei ziehenden Lichtern fremder Leben lauert, zeichnen Rue Royale auf diesem Album mit wenigen Mitteln bedrückende und ergreifenden Momentaufnahmen ihres unablässigen Unterwegsseins.

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Me & My Drummer / Einar Stray – ein Rückblick

andrea · 18.01.2012 · 1 Kommentar

Dienstagskonzerte im Societaetstheater mausern sich mehr und mehr zum beliebten Treffpunkt von Konzertgängern aller Couleur – vom intellektuellen grauen Anzug mit Schlips zur SG Gittersee-Trainingsjacke ist alles vertreten, ebenso verschiedene Altersgruppen und Hintergründe – sie alle eint im kuschligen Ambiente des Theaters eins: die Neugier, was in den nächsten Stunden mit ihnen passiert. Und am gestrigen Dienstag passierte so einiges! Me And My Drummer sowie Einar Stray luden zur Audienz und beinahe wäre ich gar nicht hingegangen, fand ich Einar Stray bei ersten Hörproben nämlich jammerig-schwermütig und Me And My Drummer langweilig. Was für eine fatale Fehleinschätzung!

Als Me And My Drummer auf die Bühne traten, Charlotte an den Tasten & Matthias am Schlagzeug, erwartete ich höchstens ein nettes Aufwärmen. Geplänkel. Beiläufiges Mitwippen. Und dann fängt Charlotte an zu singen. Diese Stimme! Halleluja! Was passiert hier? Völlige Verblüffung bei gleichzeitiger Begeisterung. Urteile niemals nach nur einem Video, Andrea!

Wie beschreibt man das jetzt? Ein Mann, eine Frau. Ein Schlagzeug, ein Piano. Ein Raum, der plötzlich viel zu klein wird für diese Stimme, diese Kraft, diese Momente, die sich da entfalten und aufbauen. Der ganze Körper der Sängerin ist in Bewegung, das Gesicht ein einziges Spiel – und man selbst ist gezwungen, auf seinem Stühlchen zu hocken und mit dem Oberkörper zu tanzen. Geht nicht! Aufspringen will man! Jubeln! Aber ach.. Sitzkonzert. Brrrr. Auch in der Reihe hinter uns teilt man diese Meinung und der junge Mann zwei Reihen vor uns beweist, dass Tanzen nur mit Oberkörper doch geht. Wir tun uns leid. weiterlesen…

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