MALKY: Kleiner Junge, Großer Indiesoul

sebastian · 26.08.2014 · 1 Kommentar
16. September 2014
21:00 Uhr
scheune, Dresden
Verlosung

Malky ist bulgarisch und heißt so viel wie „kleiner Junge“. Ein schwer sympathischer Bandname, denn in Sachen Songwriting, Produktion und Stimme braucht sich Malky international vor niemandem zu verstecken. Umso überraschter war ich, als ich las, dass Malky in Leipzig beheimatet sind.

So muss Soul heute klingen. Ohne Kitsch und ohne Pathos, die technischen Möglichkeiten ausnutzend und offen für Einflüsse aus Elektro und Indiepop. Viel undeutscher geht kaum. Das mag an der bulgarischen Herkunft von Daniel Stoyanov liegen, dessen außergewöhnliche Stimme den melancholischen, aber nicht schwermütigen Sound des Duos prägt, kann aber auch einfach großes Talent sein :-)

Nach der ersten EP „Diamonds“ vom Oktober 2013 erschien am 27. Juni das Debütalbum „Soon“. Neben dem sanften Gänsehaut-Hit „Soon“, gefällt mir vor allem der Track „History Of Broken Hearts“. Wunderbare Melodie, toller Text, verspielte Background-Schleife. Läuft.

Wir verlosen 2*2 Karten für den Tourneestart in der scheune am 16.09.2014 unter allen Kommentaren und E-Mail Einsendungen (bitte mit vollständigem Namen an redaktion[at]mittelstern[.]de) mit dem Betreff „History Of Broken Hearts“, die uns bis 14.09., 18:00 Uhr erreichen.

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Mittelstern präsentiert: Ásgeir im UT Connewitz in Leipzig

kristin · 11.03.2014 · Keine Kommentare
25. März 2014
20:00 Uhr
UT Connewitz, Leipzig
VVK ab 15 €
Verlosung

Ásgeir Trausti Einarsson hat es also tatsächlich geschafft. Was beim Iceland Airwaves 2012, dem ersten, das Ásgeir spielte, einen Anfangspunkt in der außerisländischen Wahrnehmung markierte, setzte sich im Anschluss als straffes Programm mit steilem Anstieg fort. Willkürlich ausgewählte Stationen lesen sich so: SPOT Festival (Interview mit Mittelstern), Eurosonic, SXSW, Änderung des Künstlernamens von Ásgeir Trausti zu Ásgeir, Roskilde Festival, Reeperbahn Festival, Touren und (ausverkaufte) Konzerte in Europa, Asien, den USA und Kanada usw.

In all dem Rummel um seine Person und Karriere, da beginnt sich der Zauber von Ásgeirs Musik zwischen Islandhype, Islandkitsch und Islandsehnsucht schon ein ganz klein wenig zu verlieren. Das mag auch daran liegen, dass Ásgeirs Songs wie seine Stimme und sogar er selbst generell viel leiser daherkommen als seine mediale Präsenz und dass seine Auftritte von Zurückhaltung geprägt sind. Ásgeirs enorme, zur Schau getragene, Schüchternheit verwirkt den Unterhaltungswert seiner Konzerte spätestens beim wiederholtem Besuch und ihren Charme immer dann, wenn alles in mutmaßliches Kalkül abzurutschen droht.

Gleichwohl bleibt die Diskussion um die Notwendigkeit der Übersetzung von Songtexten – Ende Januar erschien das Debütalbum In The Silence außerhalb Islands in der englischen Sprachfassung – und das Bestaunen von Ásgeirs weiterem Karriereweg, um das Warten auf neue Songs mit hoffentlich ausreichendem Interesse und Vorfreude zu überbrücken.

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Ólafur Arnalds: For Now I Am Winter

kristin · 19.05.2013 · Keine Kommentare
25. Mai 2013
21:00 Uhr
Kampnagel, Hamburg
VVK ab 23 €
Verlosung
26. Mai 2013
21:00 Uhr
Theaterfabrik, Leipzig
VVK ab 22 €
Verlosung

Jahreszeit hin oder her, Wetter ist eh immer und mit seinem im März dieses Jahres erschienenen Album For Now I Am Winter hat Ólafur Arnalds erneut einen dieser kostbaren Ruhepunkte geschaffen, der es alltagsgestressten Seelen ermöglicht, sich für einen Moment aus aller Hektik zurückzuziehen.

Immer wieder gelingt es Ólafur Arnalds mit seiner Musik die Geschwindigkeit, mit der wir gewöhnlich durch unsere Leben hasten, auszubremsen und Gedanken und vor allem Gefühlen einen Raum zu geben, in dem sie sich geführt von minimalistischen Klavierpassagen und hinreißenden Streichersequenzen, auf eine Art entfalten können, die sich seltsam natürlich und vertraut anfühlt.

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Sin Fang und Pascal Pinon – Chaotischer Tourauftakt in Hamburg

kristin · 18.05.2013 · Keine Kommentare
18. Mai 2013
21:00 Uhr
Schaubühne Lindenfels, Leipzig
AK: 15,- | VVK: 12,- zzgl. Geb.
19. Mai 2013
21:00 Uhr
scheune, Dresden
AK: 15,- | VVK: 12,- zzgl. Geb.

Seit einigen Wochen fallen mit erstaunlicher Regelmäßigkeit isländische Bands über Veranstaltungsorte in deutschen Städten her. Innerhalb kürzester Zeit spielten Retro Stefson und Hermigervill, Borko, Bloodgroup und Sóley in Hamburg, seit gestern sind Sin Fang und Pascal Pinon auf Deutschlandtour und nächste Woche freuen wir uns mächtig auf Ólafur Arnalds.

Dass so viele isländische Bands außerhalb von Island unterwegs sind, könnte etwas damit zu tun haben, dass die isländische Fluggesellschaft Iceland Air alle Künstler unterstützt, die auf dem Iceland Airwaves Festival Ende Oktober in Reykjavík auftreten, erzählte Arnljótur Sigurðsson, der bei Sin Fang und Ojba Rasta in die Basssaiten greift. Nach einem Auftritt auf dem Iceland Airwaves haben die Künstler ein Jahr lang Zeit, sich für gesponserte Flugtickets zu bewerben, um Konzerte außerhalb Islands zu spielen. Ein weiterer Grund, der die Isländer dazu bewegen könnte, vermehrt außerhalb ihrer Heimat zu spielen, erzählt Arnljótur weiter, wäre sicher auch, dass man ja nicht aller drei Tage ein Konzert in Reykjavík spielen könne bzw. möchte.

Egal, woran es liegt, gut, dass es so ist und wir deshalb immer wieder über bekannte Gesichter mit unaussprechbaren Namen stolpern dürfen – interviewt man einmal eine Band aus Island, unterhält man sich zeitgleich mit mindestens einem Mitglied, wenigstens aber dem Bruder, der Freundin oder dem besten Kumpel eines der Mitglieder jeder anderen isländischen Kombo. Bei Sin Fang sitzt Magnús „Maggi“ Trygvason Eliassen am Schlagzeug, der König von Tilbury werden wird, außerdem noch mit Snorri Helgason unterwegs ist und meistens auch mit Borko. Auf dieser Tour mit Sin Fang, erzählt er, habe er sich fest vorgenommen, sich keine Verletzung zuzuziehen, um nicht wieder so viel Geld bei deutschen Ärzten zu lassen.

Warum wir gesten so viel Zeit mit Schwatzen verbracht haben und ich jetzt auch weiß, wer sich hinter der Maske des isländischen Hip-Hop Künstlers Gabríel verbirgt? (Pssst, aus Sin Fang Kreisen ist es keiner!) Der gestrige Abend in Hamburg hatte weit mehr mit Hip-Hop zu tun, als es von einem Sin Fang Konzert zu erwarten war. Der Abend begann … ohne Support. Die Zwillingsschwestern Ásthildur und Jófríður Ákadóttir aka Pascal Pinon hatten vor Tourstart wohl noch ein paar Klassenarbeiten zu schreiben und befanden sich aufgrund weiterer widriger Umstände noch auf der Autobahn, als sie längst auf der Bühne stehen sollten. weiterlesen…

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Jahmica – Caspers And Clowns

sebastian · 01.09.2012 · Keine Kommentare

Jahmica hatten wir ja schon mal lobend bei uns erwähnt. Auch der neuste Output Caspers And Clowns ist ein geschmeidiger Track geworden, der zwar nicht das ganz große Hitpotential hat, aber dafür ein smartes Video, in dem  Stretchlimousine, Beachbitches, Cocktailbars Diamantfahrrad und Misfits-Shirt für beste Sommerstimmung sorgen. Etwas spät erschienen dafür, oder? Jetzt ist die Zeit, um Herbstplatten zu promoten. Trotzdem voll dufte. Ich nogger mir einen drauf und warte weiter auf den ersten richtigen Smasher der Leipziger…

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Sonntags-Matinée: Me And Oceans

kristin · 22.05.2012 · Keine Kommentare
27. Mai 2012
17:00 Uhr
Wohnzimmer, Dresden

Lieber langsam als zu schnell und weniger ist immer mehr. Jedes Wort zur Musik von Me And Oceans ist eines zu viel.

Alles ist gut, solange nur diese Stimme nie aufhört.

Me And Oceans ist das Soloprojekt von Fabian Schuetze. Zwischen seinen anderen Bands – A Forest und Jaara – und der Arbeit für das Leipziger Label Analogsoul, dessen Mitbegründer er ist, ist Me And Oceans sein Ruhepol. Für Fabian steht der Begriff Pop-Musik für Zugänglichkeit, sagt er motor.de im Interview.

Den Zugang zu den Songs auf seiner zweiten Veröffentlichung The Pond finde ich sofort. Ein Ausgang ist nicht in Sicht.

Am Sonntag spielt Me And Oceans im Wohnzimmer.

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Videopremiere: Jahmica – Spasskammer

sebastian · 15.12.2011 · Keine Kommentare

Was geht ab, dass ich erst bei Carsten aus Düsseldorf über die lustige Leipziger Formation „Jahmica“ stolpere? Sind die zu soft und und zu selbstironisch für die toughen Plattenbau-Rapper des tiefen Ostens? Wahrscheinlich, wahrscheinlich. Ich persönlich finde, die Spasskammer macht ihrem Namen alle Ehre! Piekfeiner Partyrap ist das von Leuten, bei deren Partys man garantiert nicht die Schuhe ausziehen muss (so wie Fettes Brot früher). Jungs, die Dir aber auch nicht in der U-Bahn an den iPod wollen. Was nicht nur daran liegt, dass es in Leipzig keine U-Bahn gibt. Das hat fluff and flow und ist jetzt schon ein Favorit für vordere Plätze beim Flying Music Circus (wenn sie denn mitmachen) ;-)

Da ich sie vorher gar nicht kannte hier auch ein „älteres“ Vid:
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Vintage-Pop statt Amelie: Yann Tiersen heute in Leipzig

sebastian · 25.11.2011 · Keine Kommentare

Um sich auf das erste Adventswochenende des Jahres einzustimmen eignet sich heute ein Trip nach Leipzig ins Werk 2.

Yann Tiersen präsentiert sein siebtes Studioalbum „Sykline“. Weniger Amelie und weniger Piano, dafür mehr handgemachter Vintage-Pop! Weniger liebreizend als fragil und neugierig. Aber immer noch von unverwechselbar französisch und unvergleichlich schön.

Tickets kosten an der Abendkasse 21,00 Euro. Reservierungen sind laut Veranstalter nicht nötig. In Frankreich ist der Advent (bis auf das Elsass) übrigens vollkommen unbekannt – also schenkt ihm keinen Kranz, er könnte es falsch verstehen :D

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Pop Down: Die Pop Up verliert ihr Herzstück

sebastian · 11.04.2011 · 4 Kommentare

Ein extrem trauriger Tag für die (sächsische) Popmusikszene: Heute wurde die Entscheidung verkündet, dass die Pop Up ihr Herzstück verloren hat. Mit großem Bedauern hat das (seit jeher rein ehrenamtlich agierende) Team die Messe abgesagt und wird ab sofort „nur“ noch Festival mit begleitenden Panels sein.

Don´t Messe with AustinLeipzig Pop Up, das ist (war) seit mittlerweile 11 Jahren ein inniges und leidenschaftliches Netzwerken, Plattentauschen, Biertrinken und Flirten abseits vom klassischen Musikbusiness mit dem dicken Geld. Wer dort war, der brannte für Musik und nicht für goldene Schallplatten. Popkultur in Reinkultur. Wohl keine Musikmesse der Welt kann so wenige kokainabhängige Ehrgeizlinge und sich selbst zelebrierende Promo-Tussen vorweisen wie die Pop Up.

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