Abendwanderung in Friedrichstadt: Wohnzimmerspionage.

kristin · 30.09.2011 · Keine Kommentare
30. September 2011
21:00 Uhr
friedrichstadtZentral , Dresden

Schade, dass mich die Infos vom friedrichstadtZentral immer erst so spät erreichen. Aber wer heute noch nichts vor hat, gern spazieren geht und schon immer mal wissen wollte, was die Menschen in der Friedrichstadt abends so machen, sollte sich das vielleicht mal ansehen:
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30. September | Start 21:00

Im Dunkeln ist gut munkeln: Stubenhocker aufgepasst, die Wohnzimmerspione kommen! Die »Wohnzimmerspionage« ist ein hinterwitziger Abendspaziergang: Ziel ist es, die abendlichen Aktivitäten im Viertel unter die Lupe zu nehmen und dabei zum Aufenthalt im Freien anzuregen. Wohnzimmer, Kneipe, Späti, Straßenecke – zunächst soll erschnüffelt werden, was mensch abends so macht in der Friedrichstadt. Die Spaziergänger kommen ins Gespräch, linsen hier und da mal vorsichtig zur Tür oder dem Fenster rein. Bleiben vielleicht bei der Einen oder dem Anderen hängen…

Beginn und Ende des Spaziergangs ist das KuPaPa-Wohnzimmer in der Friedrichstraße 52. Wer nicht bei dem Einen oder dem Anderen hängengeblieben ist, darf gerne hier hängenbleiben oder die Wohnzimmerbewohner mitbringen, damit nicht jeder alleine auf seinem Sofa sitzen muss. Zur weiterführenden Spionage gibt es hier von echten Menschen im eigenen Wohnzimmer gedrehte Super8-Filme zu sehen, geborgen von Hechtfilm.

Experten im Aufspüren interessanter Orte und Wohnzimmer sind alle Beteiligten. Oberinspektor ist Felix Liebig, Kultur!ngenieur (vorbau.wordpress.com)

Bitte anmelden unter 0176-240 837 54 oder Mail an felixliebig@gmx.net, Stichwort »Wohnzimmerspione«.
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Nachbericht zum zweiten Workshop zur Kreativwirtschaft in Dresden

sebastian · 08.11.2010 · 12 Kommentare

Heute fand der zweite Workshop zur Kreativwirtschaft in Dresden statt.

Wie schon nach dem ersten Workshop möchte ich Euch gerne einen -natürlich sehr subjektiven – Eindruck des Treffens sowie einige Gedanken dazu schildern. Ich hoffe sehr, dass sich die anderen Teilnehmer zu Anmerkungen, Kommentaren und Ergänzungen bewegen lassen. Wer mag, kann sehr gerne seine Gedanken hier als Gastkommentar direkt im Blog veröffentlichen!

Im Mittelpunkt stand heute die Frage nach räumlichen Standortfaktoren. Es sollte also erfasst werden, welche Kreativ-Areale bereits bestehen, welche Standorte in Dresden besonders viel Potential aufweisen und welche konkreten Stadtentwicklungsansätze nötig oder wünschenswert sind.

Ich gebe zu, im Vorfeld der Veranstaltung war ich sehr skeptisch, ob (mir) die Veranstaltung wirklich viel bringen kann. Als Vertreter der Agenturlandschaft und der Musikwirtschaft sah ich das Thema „Kreativ-Areale“ immer als „eher weniger wichtig“ (für die Agenturlandschaft) beziehungsweise als Luxusproblem (für die Musikwirtschaft).

Dezentrale Produktion – zentrale Präsentation

Agenturen brauchen eine gute Verkehrsanbindung, eine inspirierende Umgebung (je nach Vorliebe) und Lokale mit gutem Mittagsangebot in der Nähe. Und natürlich funktionierendes Hochgeschwindigkeitsinternet (Grüße nach Striesen). Wirklich wichtig ist es dabei nicht, ob jetzt drei oder dreißig weitere Kreative in der Umgebung ihre Arbeitsplätze haben. So groß ist Dresden dann auch wieder nicht. Vor allem: Die Kunden sitzen sowieso weiter weg als jeder Partner vor Ort. Mobilität gehört also zum Standard.

Für die Musikwirtschaft ist das ähnlich, allerdings aus ganz anderen Gründen. Es gibt hier außer den Veranstaltungsunternehmen so wenige gesunde, wirtschaftliche Betriebe im Bereich Pop/Rock (Labels, Verlage oder Künstleragenturen), dass Synergieeffekte durch ein Kreativ-Areal sicherlich ein nettes Gedankenspiel darstellen, die Branche aber eindeutig ganz andere Sorgen hat (finanzielle Ausstattung, Kreditwürdigkeit). Proberäume sind über die ganze Stadt verteilt durchaus vorhanden und bilden mehr oder weniger bereits jetzt eigene Kreativzentren. In Dresden fehlen eher Auftrittsmöglichkeiten für lokale Bands und professionelle Vermarkter (Labels, Künstlermanagement, Verlage) als Proberäume, Büros oder Kreativzentren.

Wie ich heute aber lernen durfte, ist das durchaus ein spartenübergreifendes Spiegelbild für die Dresdner Kulturwirtschaft. Das Problem sind nicht die Bedingungen der Produktion sondern die der Präsentation.

Der Workshop heute war so aufgebaut, dass an vier Tischen jeweils etwa 8-10 Personen (bunt gemischt) zusammen eine Art Soll/Ist-Präsentation erarbeiten sollten. Auf Stadtplänen wurde dabei gezeigt, wo Branchen jetzt zu Hause sind, welche Areale das größte Potential aufweisen und welche Verknüpfungen sich zu Baubestand und Infrastruktur darstellen lassen.

Über aktuelle Leerstände, nutzbare Brachflächen oder andere Sorgenkinder der Stadt wurden wir dabei im Vorfeld nicht informiert. Dabei wäre das sicherlich ein sehr guter Ansatz gewesen, nicht nur zu fragen, was die Stadt für die Kreativen tun kann, sondern den Spieß auch umzukehren. Wenn ihr mich fragt: Die Stadt hat wahrscheinlich mehr Probleme als die Kreativen! Imageprobleme, Gentrifizierung, Leerstände oder Vergreisung diverser Genossenschaftssiedlungen mal als Beispiele genannt.

Das ist nämlich auch das, was wir Kreative vor allem wollen: Gefragt werden! Gehört werden! Uns einbringen!

Vielleicht entwickelt sich aus den Workshops ja eine Art Forum für diesen Austausch.

An meinem Tisch saßen unter anderen VertreterInnen des Literaturbüros, vom Geh8, von Sputnik-Dresden, vom Filmverband Sachsen sowie Multimediavertreter aus dem engen und erweiteren Kreis der IG Kraftwerk Mitte sowie Rene Schulze, der seit einiger Zeit im Auftrag einer Dresdner Stadtentwicklungsgesellschaft an Konzepten arbeitet.

Für ein Aha-Erlebnis hat bei mir Paul Elsner vom Geh8 gesorgt, der die Notwendigkeit aufzeigte, Produktion und Präsentation der künstlerischen und kulturwirtschaftlichen Arbeit getrennt voneinander zu betrachten. Wahrscheinlich ist das Stoff im 1. Semester Stadtentwicklung, aber ich als Laie habe das so noch nie betrachtet. Durch diese Trennung konnte ich alle anderen Ausführungen aus einem ganz neuen Blickwinkel sehen.
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Apropos Kreativwirtschaft Dresden: Thomas Böcker

sebastian · 29.09.2010 · Keine Kommentare

Nachdem ich letzte Nacht vom Workshop der Stadt Dresden berichtet habe, bei dem es um Förderpotentiale im Bereich der Kreativwirtschaft ging, möchte ich Euch heute mal auf einen hiesigen Akteur aufmerksam machen, der vielen bisher vielleicht gar nichts sagen wird. Dabei hat er sich als Produktionsleiter von ganz besonderen Musikprojekten ein internationales Renomme geschaffen!

Die Rede ist von Thomas Böcker, geboren 1977 in Lauenstein, zu Hause in Dresden und der Welt! Ich denke, das darf man in diesem Fall ausnahmsweise so pathetisch sagen, denn Thomas ist Berater und Produzent für Fantasy-Game-Soundtracks (Pathos darf dort, oder?) und steckt hinter super spannenden Konzertprojekten! So wie vor wenigen Tagen, als das WDR Rundfunkorchester „Nintendo’s greatest hits“ zum Besten gab, aus der auch diese wunderbare Interpretation stammt:

Mein erstes und leider bisher einziges persönliches „Games-Konzert“ war das von ihm organisierte Eröffnungskonzert zur Games Convention 2003 oder 2004. Das war ein sensationelles Erlebnis, nicht nur musikalisch sondern auch kultursoziologisch: Ein Gewandhaus voller andächtig lauschender Nerds aus Japan, Indien, USA und Schweden, das hatte was!

In Dresden selbst hat – so weit ich weiß – leider bisher noch kein Konzert statt gefunden. Vielleicht wäre das ja im Hinblick auf die gestrige Diskussion zu den Zwingerfestspielen mal ein interessanter Gedanke: Könnte man „Sachsens Glanz“ auch als semi-multimediale Animation aus Thetaer und Computerspiel aufführen mit einer Musikinszenierung aus der Welt der Fantasy-Games?
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Nachbericht zum ersten Workshop zur Kreativwirtschaft in Dresden

sebastian · 28.09.2010 · 26 Kommentare

Unter dem etwas sperrigen Titel „Herausforderungen und Förderbedarfe der Kultur- und Kreativwirtschaft in Dresden“ fand am gestrigen Montag (27.9.2010) der erste von drei Workshops statt, die Vertreter der Stadt Dresden mit Aktivisten der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft angesetzt haben. Ziel ist das Erlangen eines Überblicks über den Soll/Ist – Zustand im Hinblick auf Wirtschaftsförderungspotentiale.

Vorangegangen war eine Feldforschung der Prognos AG (, von deren sieben Standorten übrigens nur der Berliner zum Osten gezählt werden darf), um statistische Ist-Daten und gefühlte Bedarfe Dresdens festzuhalten.

Zu den Geladenen gehörten Vertreter aus Bildender Kunst und Musik ebenso wie Werbeagenturen, Softwareschmieden oder Medienhäuser.
Durch meinen Job (Agentur) und mein eher privates Engagement im Bereich der Lobbyarbeit für die Musikwirtschaft war ich sozusagen gleich als Vertreter von zwei Sparten anwesend. Als solcher weiß ich aber auch bereits seit Jahren, was im Workshop noch mehrfach diskutiert werden musste: Die Bedarfe einzelner Akteure innerhalb der gesamten Kultur- und Kreativwirtschaft sind so unterschiedlich, dass ein Förderprogramm für einzelne Unternehmen nahezu unmöglich (und am Ende auch überflüssig) ist.

Kunstvertreter erwarten bessere Chancen zur Förderung oder Vorfinanzierung ihrer Kataloge, während Agenturen schwer damit zu kämpfen haben, dass Dresden nur eine Standortregion ist. Die Zentralen und Marketingverantwortlichen der großen Konzerne sitzen aber im Westen und vergeben auch ihre Aufträge logischerweise dort. Werbeagenturen brauchen (ähnlich wie Architekten) keine finanzielle Förderung, sondern finanziell gut ausgestattete Kundenpotentiale.

Musiker brauchen dringend Unterstützung im Bereich Reisekosten, Vermarktung und Produktion, während Softwareschmieden vor allem auf einen entscheidenden Imagewandel vom Museumsdorf Dresden zum Kreativzentrum hoffen, um einem Fachkräftemangel vorzubeugen. Dafür war sicher kein Workshop und keine Erhebung nötig.

Was ist nun also speziell an Dresden?

Zum einen ist natürlich die Aufteilung der einzelnen Sparten in den Städten immer unterschiedlich. Es gibt Verlagshochburgen, Musikhochburgen und Filmhochburgen. Auffällig – aber vorhersehbar – ist zum Beispiel, wie schlecht die Stadt in Sachen Popmusik und Film dasteht. Überraschend dagegen war für mich, wie gut es offenbar den Architekten geht! Ich habe da gerade Horrorgeschichten einer befreundete Architektin aus Hamburg gehört, die deutschlandweit Häuser baut. Sie erzählte, dass das Dresdner Bauamt das erste sei, welches sie fast zum Aufgeben gezwungen habe – aus purem Frust und purer Schikane.

Wie auch immer. Das alles sind ja eher Kleinigkeiten.

Wirklich speziell an Dresden sind – so denke ich – zwei Dinge:
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TIPP: stARTmuseum10 in Duisburg

sebastian · 06.09.2010 · 1 Kommentar

Gerade wurde ich im Kulturmanagement Blog noch einmal an die stARTmuseum erinnert, der „führenden web2.0 Konferenz für Kunst und Kultur“.

Das Programm der stARTconference 2010 am 9.-10.09.2010 und der stARTmuseum10 am 8.09.2010 findet ihr hier.

Nachdem meine flapsige Kritik am Facebook-Auftritt der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vor Kurzem ja völlig unerwartet die eine oder andere sanfte Welle schlug, würde ich mich ja ehrlich gesagt zu gerne auf den Weg nach Duisburg machen, um der Konferenz beizuwohnen, leider fehlt schlichtweg die Zeit.

Übrigens: Das Zentrum der Künste Hellerau hat seit Kurzem eine neue Facebookseite. Auch die Theaterruine St Pauli hat nachgezogen. Das gefällt mir!

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Dialog mit Ralf Lippold über meine Kritik am Facebookprofil der Staatlichen Kunstsammlungen

sebastian · 17.08.2010 · 5 Kommentare

Meinen gestrigen Beitrag zum Thema „Unternehmensseite vs Privatprofil“ ausgerechnet im Kunstumfeld anzusiedeln und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden als Musterbuhmann anzuführen, hat nicht nur für Begeisterung gesorgt. Vielleicht hätte ich eine andere Branche wählen sollen? Aber hätte ich dann heute abend ein Treffen mit einem bekannten Dresdner Kulturhaus, welches sofort Beratungsbedarf angemeldet hat? Hätte es so viel Diskussionen auf Facebook gegeben, wenn ich ein Beispiel aus der Welt des Einzelhandels oder einen DJ genommen hätte? Hätte ich von weiteren Kulturstätten dankende Nachrichten bekommen? Nein! Und einer ist eben immer der Ar****. In diesem Fall traf es die Staatlichen Kunstsamlungen und der Dresdner Entrepreneur und Chancen Wandler Ralf Lippold begin_of_the_skype_highlighting     end_of_the_skype_highlighting begin_of_the_skype_highlighting     end_of_the_skype_highlighting war damit nicht 100% glücklich und ließ dies auch in einer Statusmeldung auf Facebook durchblicken. Ich freue mich, dass er einverstanden war, unseren dort enstandenen Dialog auch hier zu veröffentlichen und möchte Euch gerne einladen, an diesem teilzunehmen.

Es ging mir ganz bestimmt nicht darum, jemanden persönlich zu kränken. Aber wie Ralf selbt mehrfach betont, die SKD ist nicht erst seit gestern dabei im Social Web! Und somit ist es nicht so, dass sie nicht weiß, wie schroff und direkt es dort zugehen kann. In jedem Fall ist all meine Kritik konstruktiv gemeint, denn ich hoffe sehr, dass es vielleicht bald eine grandiose Facebookseite der SKD gibt, auf der sich Hunderte Fotos finden zum Kommentieren und Austauschen und Verteilen. Auf der Diskussionen unter Fachleuten und Neugierigen stattfinden! Wo Sammler und Kukturinteressierte aus aller Welt zusammen kommen, um über Kunstwerke, Kunstwerte, Ästhetik und Ausstellungen zu sprechen. Wo interessante Beiträge verlinkt werden und Tickets verkauft und (siehe Ursrung des Desasters) auch getauscht (!!) werden können…..

RALF: First-Mover haben es immer etwas schwerer, deswegen heißen sie auch: MUTIGE!

Danke an die Mannschaft der Staatliche Kunstsammlungen Dresden, die einen mutigen ersten Schritt in das Web 2.0 und Facebook gewagt haben. Angesichts der noch allgemein sehr zögerlichen Nutzung von Twitter (es wird von deutschlandweit 200.000 N…utzern gesprochen) und Facebook (hier sind es einige mehr) in Deutschland, sind nur wenige öffentliche Institutionen so mutig.
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IG Kraftwerk Mitte träumt von kreativem Zentrum im Zentrum

sebastian · 06.08.2010 · 4 Kommentare

Gut, dass es Blogger gibt!

Denn ohne funktionierenden Flurfunk imhttp://konzeptspeicher.de/wp-admin/post.php?action=edit&post=710&message=1 Netz würden wir wahrscheinlich nur in der Kneipe übertragende Gerüchte über Hintergründe zur IG Kraftwerk Mitte kennen und wüste Geschichten machten ihre Runde durch die Dresdner Thekenlandschaft.

„Die wollen da kostenlose Galerien“, „Da soll sowas mit Medien und Kultur hin“ und solche Sätze flögen durch die Luft. Und beleidigte Leberwürste würden sich ausgeschlossen fühlen, da sie nicht von Beginn an eingeladen waren und …. ach war das manchmal ätzend früher… Wirklich , alles war bestimmt nicht besser!

So aber beliefert uns Peter mit Fakten und sogar einem Videointerview und überhaupt kann jetzt jeder seine Gedanken zu der Idee öffentlich beitragen.

Das will ich auch tun, auch wenn ich (aus Zeitgründen) hier an dieser Stelle mal nur ein, zwei kleine Dinge loswerden kann.

Kurze Statements

Ich stehe zu 100% hinter der Idee, das Kraftwerk Mitte auch als Zentrum für mittelständische Unternehmen aus der Kreativwirtschaft zu nutzen und sehe darin die einmalige Chance, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Nämlich zum einen eine räumliche Vernetzung der Kreativbranche (durch Ansiedlung und Konferenzräume) und (vor allem) die Aufwertung der Innenstadt!

Ich ware gerade auf meiner Dänemarkreise auch in Odense und habe dort ein Beispiel für eine sehr gelungene Umsetzung gesehen! Die „Brandts Kunsthallen“ sind aus einer ehemaligen Textilfabrik (Brandts) im Zentrum entstanden und beherbergen Museen, Galerien, Büros, Kino, Shops, Gastronomie usw. und haben die Innenstadt laut Aussagen Beteiligter enorm aufgewertet. Mir hat die Athmosphäre dort unheimich gut gefallen. Man konnte eine lebendige, kreative Bewegung in der Luft spüren.

brandts_by_Simon Popma

brandts_by_Simon Popma

Vor ca. zwei Jahren habe ich ja selber mal im Zusammenhang mit den Plänen für das Kraftwerk Mitte (und auch dem Rundkino) viel Ärger, aber auch viel Zustimmung erfahren für das Antasten heiliger Kühe.. Mein Gedanke damals: Holt den Beatpol (Starclub) ins Zentrum. Der aktuelle Standort am Rande der Stadt wertet das umliegende Wohnviertel in meinen Augen nicht auf sondern eher ab (es handelt sich ja um einen Rockclub, kein Kultur- oder Stadtteilzentrum) und von der Lage profitieren ausschließlich Bautzner und Chemnitzer, die auf der A4 zum Konzert kommen und in der Regel direkt im Anschluss auch wieder fahren (Gegenwert für die Stadt Dresden also Null).

Ich dagegen – wahrlich kein Verächter guter Livekost – habe dagegen bestimmt bereits 25 Konzerte nur deshalb nicht gesehen, weil ich gerade kein Auto hatte und keine Lust, mit der Bahn ans Ende der Stadt zu fahren (Ich bin mit dem Regionalexpress ab Neustadt genauso schnell in Bautzen wir mit der DVB am Beatpol)

Auch hier würde die Stadt unwahrscheinlich progitieren. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Club mehr Zulauf hätte und somit noch (!) bessere Acts nach Dresden holen könnte. Auswärtige würden vor dem Konzert noch in die Stadt fahren zum Flanieren, Essen, Shoppen. Junge Dresdner würden nach dem Konzert noch auf ein Bierchen in der ansonsten ziemlich toten Innenstadt bleiben. Die Innenstadt würde noch interessanter für (Szene)Touristen und die Neustadt so auch weniger überlaufen an Wochenenden.

Ich bin jedenfalls mal sehr gespannt, wie es weitergeht und werde das Projekt sehr interessiert und wohlwollend verfolgen!

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Lesetipp: Die Kulturpolitik hier ist ein Desaster

sebastian · 24.06.2010 · Keine Kommentare

Da ich gerade wirklich so gut wie keine Zeit habe, eigene Gedanken zu verfassen zum Thema Kulturpolitik in Dresden, Errichtungen von „Komptenzzentren für Kultur- und Kreativwirtschaft“, bei denen eine (!) Stelle im kompletten Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) Kreative beraten soll, will ich wenigstens den einen oder anderen Lesetipp hier veröffentlichen!

Das ist nichts, das ist alles verwaltetes, totes Geld. Wenn man sich die Kulturpolitik hier ansieht, ist das ein Desaster. Zusammen mit steigenden Mieten, einer mangelnden Sensibilität der kulturell Verantwortlichen und den üblichen Inkompetenzen wird klar: Berlin ist einfach interessanter.

sagt zum Beispiel Daniel Richter in einem Interview mit dem Abendblatt. Natürlich geht es nicht um Dresden sondern die andere Stadt an der Elbe! Aber: Den Satz könnte man hier ja bei Gelegenheit zitieren, oder?

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Ein Herz für Hunde(blogs) mit Musik

sebastian · 10.06.2010 · Keine Kommentare

Wo ich heute schon am Empfehlen bei bin und die letzte „Ein Herz für Blogs“ Aktion so lässig geschwänzt hab wie früher Latein bei Frau von Loeper, will ich doch schnell noch die Klangverführerin Victoriah und ihr Klangblog loben.

Ich hab da nämlich neulich beim Spiel „Eine kleine Hundemusik“ was gewonnen. Der Preis selber ist zwar noch nicht da, aber mir war es Gewinn genug, dank ihr mal wieder alle Jens Rachut Scheiben (Angeschissen, Dackelblut, Blumen am Arsch der Hölle, Kommando Sonnenmilch) gehört zu haben und außerdem ist Vorhaut ja die schönste Haut.

Wer auch bei mir im Blog gelobt werden will und denkt, ne Tüte Smarties als Trostpreis reicht: Reicht natürlich nicht! Man muss schon eine außergewöhnliche Gabe fürs Texten und einen guten Style haben und natürlich weiblich sein. Tolle Kumpels wie ein Kopfhörerhund verkomplizieren die Sache auch nicht wirklich. Und wenn ihr das nicht erfüllen könnt: Probieren kann man da mit dem Gewinnen ja trotzdem :-)

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Stadtfest Relaunch ohne 2.0

sebastian · 06.06.2010 · 1 Kommentar

„Das Stadtfest soll stilvoller werden“ schreibt die Sächische Zeitung heute und gibt Einblicke in die neuen Pläne der Dresden Marketing GmbH.

Leider beschränken sich die Neuerungen nur auf eine Beteiligung der Semperoper, der Staatlichen Kunstsammlungen und der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Wirklich innovative Projekte sind also kaum zu erwarten und eine Interaktion Stadt:Bürger findet ebenfalls nicht statt. Also kein Stadtfest2.0, dem die Bürger ihr Fest selber mitgestalten sondern ein etwas aufgepepptes Massenevent.

Eine Ausschreibung für einmalige geförderte Projekte (Installationen, Bühnen, Theater, Srassenkunst..) von Agenturen Künstlern, Initiativen, Vereinen (ähnlich wie beim Kirchentag) würde dem Stadtfest sicher mehr Stil geben.

Ich stelle mir das so vor, daß zum Beispiel die 50.000 Euro, die von der Stadt kommen auf fünf Projekte (z.B. Musik, Strassentheater, Kunst) verteilt werden und JEDER sich um diese Projektförderung bewerben kann. Mit 10.000 Euro als Basis kann man schon einiges machen, wenn es möglich ist, durch gleichzeitiges Betreiben eines Getränkestands EInnahmen zu erzielen. Auf diese Art und Weise würde vielleicht mal ein Techno-Event aus der Szene selbst inszeniert werden können, Lichtinstallationen oder ähnliches. Alles, nur kein Feuerwerk!

Aber immerhin schein ein Anfang gemacht für einen stetigen (und dringend notwendigen) Verbesserungsprozess.

Ich habe ja hier, bei banq.de und auf XING schon häufiger versucht, Anregungen zu sammeln und auch mal einen kleine Beitrag zum Thema gepostet. Elemente daraus können wir gemeinsam sicher optimieren, wenn Interesse besteht, allerdings sollten wir uns darauf beschränken, immer genau das Gegenteil zu beschreiben von dem, was wir erreichen wollen.

Eine der Forderungen, die ich am häufigsten gehört habe war „weniger Feuerwerke“! Lesen tu ich aber „Ein Höhepunkt wird das 12. Dampfschifffest werden. Flotten-Chef Sebastian Meyer-Stork verspricht dabei für den Sonnabend gegen 22.30Uhr ein beeindruckendes Feuerwerk.

Außerdem kam der Wunsch, am Stadtfest (z.B. im Wechselmodus) mehr Stadtteile (am Rande der Stadt) einzubeziehen. Lesen tu ich aber „In diesem Jahr gibt es 13 Stadtfest-Areale, etwas weniger als in den Jahren zuvor„.

Also, liebe Veranwortlichen, ich wünsche mir auf der Hauptbühne Wolfgang Petry und Michael Hirte, den Mann mit der Mundharmonika!

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