MS Dockville 2013: Der Sonntag in der Playlist

kristin · 11.08.2013 · Keine Kommentare
18. August 2013
Elbinsel Wilhelmsburg, Hamburg
msdockville.de

Am Sonntag darf’s traditionell ein wenig entspannter zugehen, irgendwann muss man sich ja auch mal von den vorangegangenen Ereignissen eines solchen Festival-Wochenendes erholen. Das spiegelt sich auch im Programm des MS Dockville Festivals wieder. Es scheint an diesem Sonntag einen starken Fokus auf – spezielle – Frauenstimmen zu setzen. Dabei sind Frauenstimmen oft gar nicht so leicht auszuhalten. Vor allem, wenn der Kopf ein wenig schwerer ist, als sonst.

Das in Hamburg wohnhafte Duo Parasite Single vermischt nach bewährtem Rezept trip-hoppige Electronica mit Piano und märchenhaft schönem Gesang und erinnert damit – natürlich – auch an Hundreds. Macht aber erst mal nichts, Hauptsache sie spielen ihren Song Carpets Of Leaves (13:20 Uhr, Maschinenraum). Sizarr haben sich nach dem ersten Begeisterungsschwung vor etwa einem Jahr direkt wieder aus meiner Wahrnehmung verflüchtigt. Mal sehen, ob sie es schaffen, sich da wieder reinzuspielen. (16:20 Uhr, Großschot). Auch den anhaltenden Hype um Austra habe ich bis jetzt noch nicht verstanden. Ein Mal probiere ich es noch (19:10 Uhr, Vorschot). Im Mai 2012 hat Andrea den Titel Lies von Chuvrches als Hit gefeiert, könnte mir aber auch live eine Spur zu 80er sein (19:10 Uhr, Vorschot). Mit ihrer Sängerin Channy Leaneagh bringen auch Poliça eine (Auto-Tune manipulierte) Stimme an den Start, die mir nicht ganz geheuer ist (20:20 Uhr, Vorschot). Möglich, dass ich ganz schnell weiterziehe zu Kakkmaddafakka, denn Sebastians Behauptung »Tattoos sind für Loser« kann ich so irgendwie nicht stehen lassen (20:30 Uhr, Großschot).

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Videopremiere: KAKKMADDAFAKKA’s „Gangsta“

sebastian · 09.11.2011 · Keine Kommentare

Mit einem übelst brutalen Trailer haben unsere Lieblinge KAKKMADDAFAKKA gestern ihr heutiges Video-Release zu „Gangsta“ angekündigt. Gedreht hat den Clip Øyvind Svanes Lunde, der auf jeden Fall mal sehr geile Fotos macht! Im Widerspruch zu der dort eingefangenen Schönheit der Natur und kräftigen Farben, ist der Trailer eine düstere, blutrünstige Hommage an den norwegischen Splatterfilm der frühen 80er und so ist auch der Clip. NICHT :D

Die Enkel Michel von Lönnebergas werden nie echte Gangster – das reicht höchstens zum Paten von Saltkrokan.

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Tattoos sind für Loser – Kakkmaddafakka in der scheune

sebastian · 07.10.2011 · 1 Kommentar

Im Norwegen der 70er und 80er Jahre wurden die meisten Ehen geschieden, weil die betroffenen Ehemänner ihren hart verdienten Lohn für den „an Sucht grenzenden Erwerb von Rockmusikschallplatten“ ausgaben und nicht zum Wohle der Familie. So jedenfalls hat es mir mal ein norwegischer Tourbegleiter erzählt und man mag es auch durchaus glauben, wenn man einen Blick auf die musizierenden Söhne und Töchter des Landes wirft. Die haben alle ne ziemliche Schacke. Und das wiederum haben ja angeblich – zumindest laut Aussage meines einstigen Konfirmandenlehrers – alle Scheidungskinder. Außerdem haben diese musizierenden Söhne und Töchter Norwegens alle einen dermaßen breiten musikalischen Background, als wären sie nicht im Kindergarten sondern im Plattenladen groß geworden. Welche Band vor Motorpsycho hat psychedelischen Rock so elegant und organisch mit Country und Jazz zu vermengen verstanden? Und wie viele Leute haben so viel dazu beigetragen, dass sich die europäische Folk- und Elektroszene so nah gekommen sind, wie Erlend Øye?

Zwei Leuchttürme der norwegischen Indieszene, die auf ihre Art und Weise den Weg bereiteten für die „New Bergen Wave“ und damit auch für die durchgeknattertsten Rotzlöffel der Saison: Ladies & Gentlemen, please welcome Kakkmaddafakka!

Kakkmaddafakka stammen aus Bergen und sind ein Haufen äußerst sympathischer, lustiger aber ebenso hochbegabter Jungs von nebenan. Die bereits 2004 gegründete Combo eroberte das kleine Norwegen wie im Sturm und in diesem Jahr – mit neuem Album im Gepäck – endlich auch den Rest Europas. Wie sagt man so schön: First we take Brumunddal – than we take Berlin! Und zwar – mega Pluspunkte vom Oldschool-Indieander – ganz ohne Tattoos!

Den Stil der Jungs zu beschreiben, ist nicht ganz einfach und dann wieder doch. Also jedenfalls wenn man auf Begriffskonglomerate wie RapFunkDiskoRock (würg) steht. Notiert habe ich mir Einflüsse von Madness, Electric Light Orchestra, Sly Stone, Blur, Kinks und karibischem Calypso. Und ich mag das alles….


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