UMFYR – Colours Of Distance

sebastian · 16.12.2018 · Keine Kommentare

Schon in ihren letzten Jahren waren die Dresdner Surfrock-Legenden Robert & the Roboters merklich bemüht, ihr Image der wilden Partyschweine abzulegen und mehr wert auf musikalische Qualität und Instrumentals im Mid- und Lowtempo zu legen. So ganz ist das nie geglückt.

Mit UMFYR führen Roboters-Gitarrist Robert Czernik und der langjährige Organist Arne Maiwald diesen Weg nun konsequent zu Ende. „Colours Of Distance“ hat mit Stücken wie „Tanz Du Luder“ so gut wie gar nichts mehr zu tun. Cineastischer Surfrock trifft hier auf gelassenen Jazz und ist damit das perfekte Reisealbum (persönlich getestet für die Zugfahrt Dresden-Berlin). Im Nieselregen ziehen Plattenbauten, Datschen und weite Felder vorbei, gelegentlich sieht man Rehe, an den Bahnübergängen warten Rentner in Cordwesten auf dem Fahrrad. Die musikalischen Farben des Albums entführen Dich derweil in ein Wiener Kaffeehaus („orange“) oder einen gediegenen Cocktailabend am Hotel-Pool („Azure“). Das ist alles wunderbar analog, unaufgeregt und tiefenentspannt und ist definitiv den Download wert. Denn die nächste Reise kommt bestimmt.

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Ich hab den Bus verpasst: Busdriver – Much

sebastian · 18.05.2017 · Keine Kommentare

Asche auf meine Kühlerhaube: Busdriver (bürgerlicher Name Regan J. Farquhar) ist bisher voll an mir vorbeigefahren. Doch einmal eingestiegen, fahre ich mit ihm jetzt einmal bis Endstation. Leider rappt der Kerl zu schnell für meine Schulenglisch, aber der eine oder Text findet sich und zeigt einen cleveren, selbstironischen, smarten MC, der Jazz und Hip Hop liebt und auch das eine oder andere Buch gelesen hat ;-) „Much“ ist aus dem 2015er Album „Thumbs“, das ihr Euch mal reinziehen solltet.

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mKono + Enzym (live)

konzertagenda · 26.03.2012 · Keine Kommentare
27. März 2012
21:00 Uhr
Altes Wettbüro, Dresden
1 €

mKono sind André Obermüller und Jan Bartholdt, welche seit kurzer Zeit für Furore mit ihren Elektronik-Sessions im Jazzclub Tonne sorgen. Hierbei geht es um das Zusammenspiel von Live Instrumenten und elektronischer Musik. Eine Vermischung beider Ebenen. Offenes Ende. Improvisation. Kommunikation. Fähigkeit. Jazz.

Grund genug also die Herren ins Wettbüro einzuladen. Gastmusiker wird Enzym sein, u.a. bekannt für seine Veröffentlichungen auf Bohnerwachs, dem Projekt MachtEnzym und seinem Mitwirken zur jährlichen Bohnerwachs Session.

Besetzung:
André Obermüller – Gitarre
Jan Bartholdt – Schlagzeug
Enzym – Elektronik

+ Studio 17
(special DJ Set)

1,- € Kulturbeitrag sind beim Barkeeper zu entrichten.

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Wesseltoft Schwarz live in Hellerau

kristin · 17.01.2012 · 1 Kommentar
4. Februar 2012
20:00 Uhr
Festspielhaus Hellerau, Dresden
19/10 €

Der Norweger Bugge Wesseltoft – Jazz-Pianist und Pionier des elektronischen Jazz – und der Deutsche Henrik Schwarz – erfolgreicher Remixproduzent im House- und Technobereich – haben im Juni 2011 mit Duo ein gemeinsames Album veröffentlicht, auf dem acht ihrer Live-Improvisationen zu hören sind.
»Aus den Einflüssen beider Genres formulieren die beiden Künstler ihre eigenen, höchst modernen Sounds, die Jazz-Hörer wie Club-Gänger gleichermaßen faszinieren dürften.« heißt es in der Presseinfo.

Ich mag elektronische Musik noch nicht besonders lange und Jazz nur sehr, sehr selten. Anstrengend, war dann auch mein erster Gedanke zu den ersten Tönen des Duos. Aber mit ein wenig Zeit und Ruhe, ein paar Teelichtern, einem Glas Rotwein … entwickelt sich Duo ganz schnell zur perfekten Ausrede, die Wohnung für einen, zwei, drei, viele Abende nicht zu mehr zu verlassen. Denn da draußen kann es nichts und niemanden geben, der mit solch feinen Tönen einen so angenehmen, wohlklingenden Raum um die eigenen Gedanken und Stimmungen schafft.

Bugge Wesseltoft & Henrik Schwarz – Kammermusik (2011) by SongsOfTheWeek

Im Club Hellerau gibt es das am 04.02 doch! An diesem Samstagabend heißt es: Sitzplatz statt Clubbing und Eintauchen statt Abtanzen, wenn Henrik Schwarz und Bugge Wesseltoft große Musik in einer der schönsten Locations, die Dresden für so einen Anlass zu bieten hat, live improvisieren. Für’s Visuelle ist das Kollektiv Laterne/intolight.de zuständig und Conrad Kaden (Uncanny Valley) umrahmt den Abend mit einem DJ-Set. weiterlesen…

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The Muzzy Mystery aus Radebeul gewinnen Local-Heroes Bundesfinale

sebastian · 06.11.2011 · 1 Kommentar

Gesamtsieger + Publikums-Sieger: The Muzzy Mystery. Um kurz vor drei Uhr am Sonntagmorgen, den 6. November, war es soweit: Moderator Jesko Döring bat noch einmal alle teilnehmenden Bands des Bundesfinales von Local Heroes auf die Bühne. Als The Muzzy Mystery dann gleich zwei Mal nach vorne treten dürfen, können diese ihren Augen und Ohren nicht trauen. Die Radebeuler haben beim 20. Bundesfinale gleich doppelt abgesahnt und sich somit gegen rund 1600 teilnehmende Bands bei knapp 140 Veranstaltungen mit über 100.000 Besuchern durchgesetzt. Nach Cafe Jazz im Jahr 2008 gewinnt zum zweiten Mal eine Ostsächsische Combo, die Pop und Jazz vermengt. Clueso sollte ein Talente-Scout-Büro in Dresden aufmachen^^


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