Hinterhofstorys

andrea · 13.11.2011 · Keine Kommentare

Irgendwann leiten wir jeden zweiten Artikel mit „Diese Isländer wieder!“ ein. Diese Isländer haben nämlich eine weitere Dokumentation über die Musikszene ihrer 320.000 Einwohner veröffentlicht. Die Kamera wird darin nicht in siffige Proberäume gehalten, sondern in den Hinterhof: Backyard. Dort wurde einfach so eine Art Festival abgehalten, die ziemlich eindrücklich das Potential der Nordlichter abbildet.

„Backyard – The Movie“ ist die filmgewordene Zelebration Reykjavíks kreativer Szene. Hier sieht man was passiert, wenn eine Gruppe junger Freunde mit Herz und Lunge daran arbeiten eine Idee umzusetzen – einfach nur, weil sie Spass daran haben. … Es spielen Múm, FM Belfast, Sin Fang, Hjaltalín, Retro Stefson, Borko & Reykjavík, die so ziemlich jedem ein Begriff sein sollten, durch ihre weltweiten Veröffentlichungen auf Morr Music und Kimi Records.

FM Belfast haben mich im Frühjahr schon mit diesem Video belustigt:

Ich bin mir sicher, der Film macht gute Laune. Leider wird er mal wieder nur auf Filmfestivals gezeigt bzw. ist auf DVD erhältlich. Vielleicht gibt’s ja aber auch irgendwann ein Programmkino oder einen Club, der uns 520.000 Dresdnern zeigt, wie „Szene“ funktioniert. Bei der Gelegenheit dann bitte auch Music From The Moon zeigen, Danke!

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Iceland Airwaves ’11: Björk – Biophilia

kristin · 25.10.2011 · 1 Kommentar

»There are humans who think that I do not really exist, and that I was just invented by a famous woman called Björk.«
(FB-Auftritt Iceland, Statusmeldung 18.10.2011)

 

Zum Iceland Airwaves führte Björk zu ihrem neuen Album Biophilia zwei Konzerte für je 700 Zuschauer in der Harpa Concert Hall in Reykjavík auf. Pro Show gingen 500 Tickets in den Verkauf (wobei Iceland Air Festival-Kunden bevorzugte Bestellmöglichkeiten hatten; An dieser Stelle sei erwähnt: Trotz technischer Panne – Spitzenservice!), die restlichen 200 Tickets wurden nach first come, first serve-Prinzip am Tag der jeweiligen Show in einem Plattenladen ausgegeben. Man kann wohl davon ausgehen, dass der Andrang recht groß war, die Aufregung jedenfalls war es definitiv – während der Festivaltage war das Thema Biophilia oft aufgeschnappter Inhalt vieler Gespräche.
Abseits des Airwaves wird Biophilia in Reykjavík an vier weiteren Terminen aufgeführt, inzwischen wurden wegen der großen Nachfrage zwei Zusatztermine veröffentlicht.

Fotografieren war während der Show übrigens verboten, alle Fotos im Beitrag sind von www.facebook.com/bjorkdotcom.

Wie war denn nun das Konzert von Björk? Wollen alle wissen. Und ich weiß doch selbst immer noch nicht so genau, was ich davon halten soll. Man schleppt wohl doch eine große Tasche voller Erwartungen in einen Abend, auf dessen Eintrittsschein »Björk« steht. weiterlesen…

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Iceland Airwaves ’11: Samaris

kristin · 17.10.2011 · Keine Kommentare

Samaris, drei Studenten aus Reykjaví­k, sind blutjung und wirken auf der Bühne (noch) ein wenig unbeholfen und ziemlich schüchtern. Sitzen die Haare? Ist das Make-up noch da? Wie reagiert das Publikum?

Ihre Musik – Downtempo-Klarinetten-Trip-Hop-Electronica – hat aber was und wirkt, wenn man die Augen schließt und sich leise in den Groove einwiegt, mit den isländischen Lyrics so schön erdig, fast ein wenig schamanisch.

Die Vorbilder der Jungspunde (James Blake, Fever Ray, Massive Attack) sind schon (sehr) groß, vielleicht werden Samaris das ja auch. Die wachsen ja bestimmt noch.

Hljóma Þú EP by Samaris

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Commercial Break: A Video-Trip through Iceland

sebastian · 16.10.2011 · 3 Kommentare

Kristin berichtet ja gerade quasi live vom Airwaves-Festival! Damit unser Neid und unser Fernweh noch etwas größer werden, haben wir mal ein paar audiovisuelle Reiseführer für Island zusammengetragen. „Halló, my name is Iceland. I am an island, full of mountains and glaciers and hot water and sheep and other things.“ wird man auf der Facebook-Seite begrüßt und alleine bei so einer freundlichen Begrüßung geht einem doch das Herz auf. Island hat weniger Einwohner als Dresden, aber ungefähr zwanzig Mal so viele Popmusiker in der Champions League. Liegt das vielleicht gar nicht an der unvergleichlichen Hausmusik-Tradition sondern an der Natur und diesem einmaligen Charme?

Für die folgenden „Werbevideos“ musste der isländische Tourismusverband nichts bezahlen! Aber (und das sollten alle hiesigen Tourismusvermarkter sich genauer ansehen) sie haben ihr bestes getan, um die Videos zu vermarkten!!!

Bon Iver – Holocene

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Iceland Airwaves ’11: Vigri

kristin · 15.10.2011 · Keine Kommentare

Als ich am ersten Tag des Iceland Airwaves in den Buchladen Eymundsson kam, um Lára Rúnars zu sehen, war Lára noch nicht da und ich überrascht, wie viel Orchester in so einen kleinen Raum passt. Und wie schön so ein Buchladen klingen kann, wenn Vigri aus Reykjavík in Reykjavík spielen.

So funktioniert also Iceland Airwaves!

Die Überraschung wich spontan einem gänsehautüberzogenen Glücksgefühl. Wen wundert’s?! Da war ein Cello im Raum!

Have a nice day!
Animals by Vigri

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Iceland Airwaves ’11: Kira Kira

kristin · 15.10.2011 · Keine Kommentare

Die Isländerin Kira Kira, Kristín Björk Kristjánsdóttir, bezeichnet sich selbst als Audio- und Videokünstlerin. In der Kirche Fríkirkjan trifft zum Iceland Airwaves Björk auf CocoRosie. Oder so. Viel Kunst in der Musik, verspielt, experimentell, speziell eben. Island. Und mir vermutlich genau wegen der Momente hängen geblieben, in denen man kurz erleichtert aufatmet, weil plötzlich harmonisch aneinander gereihte Töne oder ein klarer Rhythmus die zuvor aufgebaute Sound-Collage brechen. Merk-würdig. Ausprobieren.

http://www.youtube.com/watch?v=3c-7mhFySIs
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Living Room Songs

kristin · 29.09.2011 · Keine Kommentare

Rechtzeitig vorm Iceland Airwaves machen wir ab Montag schon mal einen virtuellen Probeausflug nach Island und sind zu Gast im Wohnzimmer von Ólafur Arnalds!

Eine ganze Woche lang wird Óli, angelehnt an sein Found Songs-Projekt 2009, jeden Tag einen Song veröffentlichen. Die Aufnahmen finden in Ólis Wohnzimmer in Reykjavík statt und werden gefilmt. Zu sehen, hören und zum (kostenlosen) Download gibt’s das Ganze auf livingroomsongs.olafurarnalds.com. Start ist Montag, 03.10.2011, 13 Uhr.

Ólis persönliche Einladung macht die Freude nur noch größer

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Summer Echoes

kristin · 07.09.2011 · Keine Kommentare
16. September 2011
22:00 Uhr
scheune, Dresden
AK: 15,-
VVK: 12,- zzgl. Geb.

Die Stimme von Sindri Már Sigfússon kommt euch bekannt vor, oder?


Sin Fang-Fall Down Slow by top10

Mit seiner Band Seabear stand der Isländer schon auf der einen oder anderen Dresdner Bühne. Nun wird er uns am 16. September mit Summer Echoes das zweite Album seines Soloprojekts Sin Fang vorstellen.

Summer Echoes wird im Pressetext als detailverliebte Wohlfühlmusik mit ganz eigenen Sound beschrieben. Und wirklich, der Reiz dieses Albums verbirgt sich in einzelnen Details, die sich beim zweiten, dritten, vierten,… Mal Hinhören entfalten und festsetzen: Eine Melodie, ein Gitarrenriff, ein Beat, eine Textzeile. Und immer wieder Sindris Stimme. Nichts für schnell mal nebenbei – da löst mancher der Songs bei mir eher unwohlige Genervtheit aus. Genau wie so ein alberner Bart aus Spitzendeckchen … weiterlesen…

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So war: An evening with Ólafur Arnalds in Berlin

kristin · 09.08.2011 · Keine Kommentare
25. Juli 2011
21:00 Uhr
Roter Salon, Berlin, Berlin

Da ist irgendetwas in der Musik von Ólafur Arnalds, das mich berührt; Etwa der Moment, wenn bei 0040 das Klavier einsetzt oder die Streicher bei Ljósið mir das Herz einschnüren …

Was es wohl ist?
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I’m happier than I thought

kristin · 20.07.2011 · Keine Kommentare
25. Juli 2011
20:30 Uhr
Thalia, Dresden
AK: 11,- | VVK: 9,- zzgl. Geb.
Verlosung

Iceland beyond Sigur Rós. Nachdem die fantastischen Bloodgroup letzte Woche die Scheune gerockt haben, kann sich Dresden auch schon auf ein weiteres Highlight von der kleinen Insel freuen: Lára Rúnars. (Übrigens eine gute Gelegenheit, sich die Musik-Dokumentation Iceland: Beyond Sigur Rós noch einmal anzuschauen. Welcher der darin vorgestellten Künstler wohl als nächstes Dresden beehren wird?)

Mädels, Lára ist eine von uns: immer auf der Suche, quengelig, lebensfroh, latent unzufrieden, ein wenig ungeduldig und überaus bezaubernd:
»… ein Mädchen in Großbuchstaben – junge Frau genug, um etwas spöttisch und garstig zu sein. Divenhafte Souveränität, alberne Verspieltheit, Flirts mit Walzer, Reggae und Softcountry – Sinnsuche zwischen maulig und munter, mit einem schiefen Lächeln und guten Ratschlägen für den schwulen besten Freund. Und Panikattacken.« (Sunset Mission)

http://www.youtube.com/watch?v=r49jtsMSgYs weiterlesen…

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