Soundcheck: Intelligent Pushing

kristin · 07.07.2012 · Keine Kommentare

»Gibt’s das auch auf Englisch?«

Ob es am ungewohnten Klang der dänischen Sprache lag oder an der Unfähigkeit, zu verstehen, um was es da geht? Mein erster Gedanke zum gerade veröffentlichten Album „Starten På Slutningen“ von Intelligent Pushing aus Kopenhagen erscheint mir inzwischen jedenfalls ziemlich dumm. Nein, das gibt es nicht auf Englisch. Warum auch?!

Funktioniert Sprache tatsächlich als entscheidendes Ausschlusskriterium, speziell bei einem so textintensiven Genre wie Hip-Hop? Oder können die Musik, der Klang der Worte und deren Betonung ausreichen, um Inhalt und Attitüde zu übermitteln? Ich verstehe nach wie vor nichts von dem, was Intelligent Pushing zu sagen haben – na gut hin und wieder ein „fuck“ und irgendwas mit Drogen –, kann aber trotzdem nicht mehr aufhören, die gesamte Diskografie der Dänen durch Kopfhörer und Boxen zu jagen. Meine Vorbehalte haben sich in einem düsteren Labyrinth aus Trip-Hop, Industrial, Jazz und Blues verloren, zwischen haushohen Bassgrooves, schwerfälligen Beats und einer Stimme, die eine fremde Sprache spricht. Du fucking magic! Ich wüsste zu gern, um was es wirklich geht. So aber erschaffen Intelligent Pushing für mich eine beklemmende Endzeitkulisse, in der schmerzverzerrte Gitarrenwinde um die Ecken pfeifen und sich Effektgesindel durch das fahle Licht vereinzelter Keyboardmelodien schleicht. Spart euch das Geld für den Dopedealer, investiert es in Intelligent Pushing!
Anspieltipps: Epicenter, Method

Bei Intelligent Pushing textet und rappt übrigens Manky (Bandcamp), der auch mit Bottled in England auf der Bühne steht (am 6.10. zum Beispiel in der Chemiefabrik in Dresden!) weiterlesen…

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Grandmaster Flash in Dresden

konzertagenda · 17.05.2012 · Keine Kommentare
18. Mai 2012
22:00 Uhr
Location siehe Text, auswärts

Die US DJ-Legende zum ersten Mal live in Dresden! Wie soll man diese DJ-Ikone beschreiben ohne zu übertreiben? Schwierig! Er hat 1976 das, was wir heute gemeinhin unter DJ-ing verstehen überhaupt erst erfunden und gilt als einer der drei Pioniere, die damals eine völlig neuartige Musik namens HipHop erschufen. Er kreierte zusammen mit den Furiuos Five die Multi-Platin Hymne „The Message“, die nebenbei der erste Tune in den amerikanischen Charts war, der das Leben in den schwarzen Ghettos kritisch thematisierte. Grandmaster Flash ist mittlerweile 54 Jahre und immer noch weltweit gebucht, weil er nie stehen geblieben ist sondern stets seine Old School Attitüde mit neuen Einflüssen verbunden hat. Am 18. Mai kommt er nun erstmalig live nach Dresden und wird in der Showboxx seine unvergleichliche Show präsentieren. Unterstützung erhält er dabei von einem der aktuell besten HipHop-DJs Europas – Eskei83 und dem Dresdner R&B und HipHop Veteran Masta D.! Präsentiert von krasscore.

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Peng! Kein Interview mit dem Käptn.

kristin · 27.04.2012 · Keine Kommentare

Ich möchte mich hiermit bei allen, die ich damit genervt habe, entschuldigen. Ich hab’s versucht. Aber Käptn Peng lässt sich absolut nicht zu einem Interview überreden. Nachdem auch alle Alternativideen – Ausflug zum Reiterhof, Wetten auf der Pferderennbahn, Freizeitstunde im Panama,… (wieso hatte das eigentlich alles was mit Pferden zu tun????) – wegen Nichtdurchführbarkeit und/oder Unsinnigkeit verworfen werden mussten, freue ich mich, dass das »junge Label Kreismusik um die Berliner Musiker Shaban & Käptn Peng« enttäuschte, traurige Blogger wenigstens mit diesem »Und sonst?« im Postfach bedacht hat:

Käptn, was soll das eigentlich alles, mit dem Universum, dem Sein und diesem ganzen verwirrenden Rest? Und warum rappst Du zu allem Überfluss ständig drüber? Da kommt doch keiner mehr mit!
Was das Universum damit meint, dass es existiert, ist eine Frage, die man ihm ab und an mal stellen muss. Mein Plan ist, das so lange und ausdauernd zu tun, bis es antwortet (wenn es das tut, möchte ich gerne einen Kollaborations-Track mit ihm aufnehmen).

Dann immer wieder thematische Motive wie Grenzerfahrung, sabbernder Wahnsinn oder geöffneten Irrenanstalten. Ihr nehmt doch Drogen, oder?
Nein, wir nehmen keine Drogen. Zumindest keine, die man den Texten unterstellt. Abgesehen von vereinzelten Experimenten mit pflanzlichen Mitbürgern entspringt die Grenzerfahrung einer täglich gepflegten Meditation und Versenkung in das omnipräsente, alles verschlingende, unsterbliche Unsichtbare.

Menschen als Füchse, hier ne Identität, dort ne andere – sollen wir Hörer das wirklich alles für bare Münze nehmen? Du flunkerst doch auch ganz gehörig! weiterlesen…

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iconAclass + KRTS morgen in der scheune

andrea · 14.04.2012 · Keine Kommentare
15. April 2012
20:30 Uhr
scheune, Dresden

Immer wenn ich einen Artikel über HipHop schreiben möchte, habe ich das dringende Bedürfnis vorab meine Ahnungslosigkeit zu erklären. Im heutigen Fall stolperte ich eher zufällig über Hörbeispiele des Supportacts KRTS, der morgen iconAclass (aka MC Dälek) und dessen in meinen Augen eher fordernden Rap in der scheune unterstützen wird. IconAclass macht einen auf dicke Beats, Kopfnicker, die Pose sitzt und das Video fetzt.

Bei KRTS hingegen säuseln Samples, die Beats verzerrt, lazy tunes, Downtempo, noch immer mit Boom, aber subtiler und.. naja, weicher. Ich mag’s und besser als Polizeiruf ist das allemal.

Ein Schnäppchenangebot der scheune gibt’s bei Facebook, ansonsten heißts: Vorverkauf heute noch 7€, Abendkasse morgen regulär 10€.


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