Ocean Wisdom – Eye Contact

sebastian · 01.11.2017 · Keine Kommentare

„The future of UK Hip-Hop“
„Schneller als Eminem“

Die Lorbeeren für den in Camden geborenen Rapper Ocean Wisdom und sein Debut-Album „Chaos 93“ waren nicht ohne. 18 Monate später legt er mit der Single „Eye Contact“ nach und beweist einmal mehr einen ziemlich coolen Style (optisch und musikalisch). Etwas mehr Pep und Originalität hätte die Produktion vertragen, aber ab geht der Track trotzdem. Video: Naja

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Ich hab den Bus verpasst: Busdriver – Much

sebastian · 18.05.2017 · Keine Kommentare

Asche auf meine Kühlerhaube: Busdriver (bürgerlicher Name Regan J. Farquhar) ist bisher voll an mir vorbeigefahren. Doch einmal eingestiegen, fahre ich mit ihm jetzt einmal bis Endstation. Leider rappt der Kerl zu schnell für meine Schulenglisch, aber der eine oder Text findet sich und zeigt einen cleveren, selbstironischen, smarten MC, der Jazz und Hip Hop liebt und auch das eine oder andere Buch gelesen hat ;-) „Much“ ist aus dem 2015er Album „Thumbs“, das ihr Euch mal reinziehen solltet.

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Run The Jewels feat. Zack de la Rocha – „Close Your Eyes (And Count To F**k)“

sebastian · 27.03.2015 · Keine Kommentare

Shea Whigham als Cop und Keith Stanfield als unbewaffneter Schwarzer in einem ziemlich großartigen Video zu „Close Your Eyes“.

„For me, it was important to write a story that didn’t paint a simplistic portrait of the characters of the Cop and Kid. They’re not stereotypes. They’re people—complex, real people and, as such, the power had to shift between them at certain points throughout the story,“ sagt Zack de la Rocha und das ist verdammt gut gelungen.

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Mykki Blanco: Riot Grrrl Rap auf Kampnagel

kristin · 13.08.2014 · Keine Kommentare
14. August 2014
22:30 Uhr
Kampnagel, Hamburg

Mykki Blanco, Transvestit, Schwuler, Performance-Künstlerin und Rapper sprengt mit ihrer »ghetto-fabulous riot grrrl rap«-Performance Geschlechtergrenzen und Genrekonventionen. Morgen Abend passiert das auf Kampnagel. Spektakel!

»follow, follow, follow
follow me down that rabbit hole«

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Jahmica – Caspers And Clowns

sebastian · 01.09.2012 · Keine Kommentare

Jahmica hatten wir ja schon mal lobend bei uns erwähnt. Auch der neuste Output Caspers And Clowns ist ein geschmeidiger Track geworden, der zwar nicht das ganz große Hitpotential hat, aber dafür ein smartes Video, in dem  Stretchlimousine, Beachbitches, Cocktailbars Diamantfahrrad und Misfits-Shirt für beste Sommerstimmung sorgen. Etwas spät erschienen dafür, oder? Jetzt ist die Zeit, um Herbstplatten zu promoten. Trotzdem voll dufte. Ich nogger mir einen drauf und warte weiter auf den ersten richtigen Smasher der Leipziger…

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WochenendEinklang: Rosko John

kristin · 10.08.2012 · Keine Kommentare

Rosko John und Roya Arab haben schon 1996 einmal miteinander gearbeitet und für Archives erstes Album Londinium gemeinsam Songs aufgenommen. Während dieser Aufnahmen kam es allerdings zu Unstimmigkeiten zwischen dem Rapper und der Sängerin, woraufhin sich gleich mehrere Wege trennten. 2009 tauchte Rosko John überraschend wieder im Archive-Kollektiv auf und rappte auf Controlling Crowds I – IV. Archives neuestes Werk, das Ende August erscheint, verzichtet leider gänzlich auf Roskos Reime und Raps und das unter anderem auch deshalb, weil Rosko sich seit einiger Zeit seinem Soloprojekt widmet. Zum ersten Mal seit Londinium hat er für seine erste Soloveröffentlichung Tactical Light wieder gemeinsam mit der iranischen Sängerin (und Archäologin) Roya Arab aufgenommen. Alles wird gut. Auch wenn’s manchmal ein wenig länger braucht …

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Soundcheck: Moth

kristin · 26.07.2012 · Keine Kommentare

Schwer und dunkel schieben sich die Töne aus den Lautsprechern, entschleunigen und tropfen langsam zu Boden. Meine Droge für diesen Sommer: Trippy, heavy Musik aus Dänemark.

»it’s important to slow down when the world stops«

 
Nachdem ich vor einiger Zeit Intelligent Pushing einigermaßen blind und anhaltend hoffnungslos verfallen bin, musste ich nach frischem Stoff nicht weit suchen: Andreas Bjerring, der als Dynamic H bei Intelligent Pushing Synthies, Effektgeräte und Keys bedient, ist seit 2010 eine Hälfte des Trip-Hop/Alternative/Industrial-Projekts Moth. Komplettiert wird das Duo durch die Sängerin Unnur Cara, die ursprünglich aus Island stammt. Dort sang sie Musicals und Opern, bevor sie sich den Genres Jazz und Blues zuwendete.

Mit ihrer kraftvollen Stimme kämpft sich Unnur in der Schattenwelt von Moth durch naheliegend düstere Zustände und Gefühle – Depression, Hilflosigkeit, Selbstzweifel – sie lässt nicht locker und wiederholt mit Nachdruck und fast schon dämonischer Wirkung jene Zeilen, die besonders schmerzen.

»something dies when you come inside / killing the self-blamed shame in me«

Die schwere, düstere Atmosphäre von Moth ist in einer markanten musikalischen Handschrift verfasst, die vor allem mit der sirenenhaften Endzeitstimmung von Sickamore Mire und durch die Klavierpassagen in ‚Round Midnight deutlich auf den Sound von Intelligent Pushing verweist und damit wohl eindeutig Andreas zugeordnet werden darf.

Im März dieses Jahres haben Moth auf Bandcamp ihre Debüt-EP (zum kostenlosen Download!) veröffentlicht. Neben den fünf eigenen Stücken haben sie sich für ‚Round Midnight vom gleichnamigen Song des amerikanischen Jazzpianisten und -komponisten Thelonious Monk „heavily“ inspirieren lassen. Außerdem haben sich Moth mit Bob Dylans Forgetful Heart einen Coversong ausgesucht, dem das Nacht(falter)gewand ausgezeichnet steht.

 
»why can’t we love like we did before?«

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Soundcheck: Intelligent Pushing

kristin · 07.07.2012 · Keine Kommentare

»Gibt’s das auch auf Englisch?«

Ob es am ungewohnten Klang der dänischen Sprache lag oder an der Unfähigkeit, zu verstehen, um was es da geht? Mein erster Gedanke zum gerade veröffentlichten Album „Starten På Slutningen“ von Intelligent Pushing aus Kopenhagen erscheint mir inzwischen jedenfalls ziemlich dumm. Nein, das gibt es nicht auf Englisch. Warum auch?!

Funktioniert Sprache tatsächlich als entscheidendes Ausschlusskriterium, speziell bei einem so textintensiven Genre wie Hip-Hop? Oder können die Musik, der Klang der Worte und deren Betonung ausreichen, um Inhalt und Attitüde zu übermitteln? Ich verstehe nach wie vor nichts von dem, was Intelligent Pushing zu sagen haben – na gut hin und wieder ein „fuck“ und irgendwas mit Drogen –, kann aber trotzdem nicht mehr aufhören, die gesamte Diskografie der Dänen durch Kopfhörer und Boxen zu jagen. Meine Vorbehalte haben sich in einem düsteren Labyrinth aus Trip-Hop, Industrial, Jazz und Blues verloren, zwischen haushohen Bassgrooves, schwerfälligen Beats und einer Stimme, die eine fremde Sprache spricht. Du fucking magic! Ich wüsste zu gern, um was es wirklich geht. So aber erschaffen Intelligent Pushing für mich eine beklemmende Endzeitkulisse, in der schmerzverzerrte Gitarrenwinde um die Ecken pfeifen und sich Effektgesindel durch das fahle Licht vereinzelter Keyboardmelodien schleicht. Spart euch das Geld für den Dopedealer, investiert es in Intelligent Pushing!
Anspieltipps: Epicenter, Method

Bei Intelligent Pushing textet und rappt übrigens Manky (Bandcamp), der auch mit Bottled in England auf der Bühne steht (am 6.10. zum Beispiel in der Chemiefabrik in Dresden!) weiterlesen…

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WochenendEinklang: Linkoban

kristin · 15.06.2012 · Keine Kommentare

Bevor Linkoban den Mut fand, Dänemarks Rapkönigin Lucy Love um fachkundige Unterstützung anzufragen, übte sie das Rappen lange Zeit für sich allein im stillen Kämmerchen. Mit Erfolg – Lucy Love und Produzent Yo Akim waren so begeistert, dass sie Linkobans erste Single „Like This“ auf ihrem Label Superbillion Records veröffentlichten.

Linkobans Auftritt auf dem SPOT Festival im Mai habe ich leider nicht gesehen; Rapmusik zählt auch nicht unbedingt zu den von mir bevorzugten Genres. Meine Begeisterung für „Like This“ hält sich allerdings ausdauernd. Trotzdem wagt sich Linkoban hoffentlich bald mit neuen Songs an die Öffentlichkeit, bevor mir ihr erster und bislang einziger anfängt, auf die Nerven zu gehen.

Mrs. Pepstein hat auf dem SPOT Festival mit Linkoban über „Like This“, die gustatorische und symbolische Bedeutung von Pomelos, die Zusammenarbeit mit Lucy Love und das Männerbusiness Rap gesprochen:

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Peng! Kein Interview mit dem Käptn.

kristin · 27.04.2012 · Keine Kommentare

Ich möchte mich hiermit bei allen, die ich damit genervt habe, entschuldigen. Ich hab’s versucht. Aber Käptn Peng lässt sich absolut nicht zu einem Interview überreden. Nachdem auch alle Alternativideen – Ausflug zum Reiterhof, Wetten auf der Pferderennbahn, Freizeitstunde im Panama,… (wieso hatte das eigentlich alles was mit Pferden zu tun????) – wegen Nichtdurchführbarkeit und/oder Unsinnigkeit verworfen werden mussten, freue ich mich, dass das »junge Label Kreismusik um die Berliner Musiker Shaban & Käptn Peng« enttäuschte, traurige Blogger wenigstens mit diesem »Und sonst?« im Postfach bedacht hat:

Käptn, was soll das eigentlich alles, mit dem Universum, dem Sein und diesem ganzen verwirrenden Rest? Und warum rappst Du zu allem Überfluss ständig drüber? Da kommt doch keiner mehr mit!
Was das Universum damit meint, dass es existiert, ist eine Frage, die man ihm ab und an mal stellen muss. Mein Plan ist, das so lange und ausdauernd zu tun, bis es antwortet (wenn es das tut, möchte ich gerne einen Kollaborations-Track mit ihm aufnehmen).

Dann immer wieder thematische Motive wie Grenzerfahrung, sabbernder Wahnsinn oder geöffneten Irrenanstalten. Ihr nehmt doch Drogen, oder?
Nein, wir nehmen keine Drogen. Zumindest keine, die man den Texten unterstellt. Abgesehen von vereinzelten Experimenten mit pflanzlichen Mitbürgern entspringt die Grenzerfahrung einer täglich gepflegten Meditation und Versenkung in das omnipräsente, alles verschlingende, unsterbliche Unsichtbare.

Menschen als Füchse, hier ne Identität, dort ne andere – sollen wir Hörer das wirklich alles für bare Münze nehmen? Du flunkerst doch auch ganz gehörig! weiterlesen…

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