Lässiger Roadtrip: Jon and Roy – The Road Ahead is Golden

sebastian · 12.06.2017 · Keine Kommentare

Gestern Abend noch kurz bei Spotify rumgesurft. Beim Namen „Jon and Roy“ fast weitergeklickt. Erwartete Standart-Folk, auf den ich gerade gar nicht so gut kann. Zum Glück doch reingehört. Die beiden mir bislang völlig unbekannten Jungs Jon Middleton and Roy Vizer aus Victoria (BC) haben da ein exzellentes Album produziert. Gleich der Einstieg „Runner“ hat mich gepackt und lange nicht mehr habe ich ein Album direkt zwei Mal hintereinander komplett durchgehört.

Verspielte Jazzdrums und ein warmer Bass bilden das Fundament für eine sehr eingängige Mischung aus schmeichelndem Indiepop und sehr erwachsenem Americana. Dazu eine tolle Stimme und ein abwechslungsreiches Songwriting mit Mut und Liebe zum Detail. „Americana for Hipsters“ heißt eine Compilation, auf der sie vertreten sind. Das passt! „We were motivated. It felt like the songs were recording themselves, so we made a concentrated effort to work quickly in the studio,“ sagen sie bei Facebook. Und ja, das hört man!

twitter share buttonFacebook Share

Great Lake Swimmers – Quiet Your Mind

andrea · 12.11.2012 · Keine Kommentare
15. November 2012
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden

Es muss 2006 gewesen sein, als ich die mir bis dahin unbekannten Great Lake Swimmers aus Kanada zum ersten Mal live im Beatpol sah. Damals fanden sich leider nur sehr sehr wenige Menschen zum Konzert ein, diejenigen aber, die dem Konzert beiwohnten, erlebten einen der besonderen Momente, in denen Publikum und Künstler sich selbst genügen, in der Musik verlieren und das fast schon exklusive Beisammensein genießen. Sänger Tony Dekker schickte gegen Ende des Auftrittes seine Bandkollegen an die Bar und performte noch einige Stücke solo, ohne dass es auch nur ansatzweise so wirkte, hier würde sich einer in den Vordergrund spielen wollen. Vielmehr teilte er nur noch mehr Verletzlichkeit mit den Anwesenden. Großartiges Konzert, das mich dazu veranlasste, fortan so ziemlich alle Platten zu kaufen, die die Band herausbrachte.

Der sehr traditionelle Americana/Folk der Kanadier spiegelt sich auch auf dem mittlerweile fünften Album „New Wild Everywhere“ wider, das im April dieses Jahres erschien. Wie immer provoziert es Bilder von Getreidesilos, Staub und endlosen Straßen, beschleunigt aber durchaus auch mal Richtung Rock.


weiterlesen…

twitter share buttonFacebook Share