Am Ende zählt immer nur das Erlebnis

sebastian · 28.07.2010 · 5 Kommentare

Bevor mein kleines Blog am Ende noch verwaist (meinen Urlaubsrückblick stelle ich ins Frische Fische Blog und sonst habe ich in den letzten zwei Wochen außer für Kreuzworträtsel und Postkarten selten was geschrieben), möchte ich Euch gerne mit einem kleinen Artikel von mir die Zeit vertreiben. Diesen habe ich auf Bitte des wirklich netten Teams der IHK Halle Dessau für deren Magazin geschrieben als Einführung in das Titelthema „Erlebnis Marketing“, darf ihn aber auch hier veröffentlichen.

Am Ende zählt immer nur das Erlebnis

Die moderne Erlebnisgesellschaft stellt Marketingverantwortliche vor große Herausforderungen, denn längst leben nicht mehr nur Jugendliche nach der Devise „Wo ist am meisten los?“. Untersuchungen zeigen, dass das Segment der Erlebniskäufer nahezu die Hälfte der Bevölkerung umfasst und klassische Werbeformen von potenziellen Kunden immer weniger wahrgenommen werden. Zusätzlich findet in fast allen Märkten eine Angleichung der Produkte statt, was eine Differenzierung nach sachlichen Kriterien erschwert. Folglich gewinnen neue Marketinginstrumente zunehmend an Bedeutung. Events, Social Media oder Guerilla Marketing zielen auf die sinnliche Wahrnehmung. Diese ist immer häufiger ausschlaggebendes Moment der Kaufentscheidung. Marken benötigen daher ein Erlebnisprofil. Ein solches Profil selektiert Zielgruppen nicht nach soziodemographischen Kriterien, sondern nach Lifestyle-Merkmalen und weist den Weg für die Planung weiterer Marketingmittel. Big Player bauen auf Themenparks und eindrucksvolle Großevents. Aber auch mit geringem Budget kann man durch unkonventionelle Ansätze und im Internet sehr viel erreichen.

Erlebniswelten und Events

Manufaktur (c) Christoph Münch

Manufaktur (c) Christoph Münch


Während VW seine Besucher in der Gläsernen Manufaktur empfängt, setzt Halloren auf ein unternehmenseigenes Schokoladenmuseum. Vor allem im Bereich der Konsumgüter hat es sich längst etabliert, Marken auf diese Weise erlebbar zu machen. Aber auch andere Branchen ziehen nach. Den Erkheimer Fertighaushersteller Baufritz verbindet man mit seiner HausSchneiderei, in der künftige Bauherren die Ausstattung ihres Hauses individuell komponieren können. „Bei den Kunden wächst die Lust zu planen viel mehr als beim Besuch eines klassischen Musterhauses“, sagt Architektin Maret Riemer über die HausSchneiderei. „Alle Besucher sind begeistert von den interaktiven Möglichkeiten und empfehlen den Besuch weiter“.
weiterlesen…

twitter share buttonFacebook Share