Betreff: „Sie unterbinden keine Gewalt, Sie provozieren sie!“ Empfänger: info@dfb.de

sebastian · 24.11.2011 · 3 Kommentare

sehr geehrte damen und herren des dfb,

als traditionsfan verabscheue ich jede gewalt im stadion zutiefst und bin absolut kein pyro-fan. aber bestraft werden mit ihrem urteil, die sg dynamo dresden aus den pokal auszuschließen, ausnahmslos die falschen: der verein (vom platzwart bis zum nachwuchsschiedsrichter), die sponsoren, die 99% gewaltlosen fans, die spieler, der trainer und ganz besonders der nachwuchs… wo sonst können junge spieler auf einsätze gegen die elite des deutschen fußballs hoffen, wenn nicht im pokal?

den einzigen, denen das urteil am ende scheissegal ist – oder die es im zweifel noch aggressiver macht – sind die, wegen denen es gefällt wurde. glauben sie wirklich, dass gewaltbereite fans sich jetzt beim yoga anmelden und mal so richtig in sich gehen, nur weil sie keine pokalspiele mehr sehen dürfen? gewaltbereite fußballfans sind keine grundschüler, denen man zwei wochen stubenarrest erteilt, damit sie nie wieder am schulkiosk wassereis klauen! und vor allem hat man auch damals nicht der ganzen schule stubenarrest aufgedrückt!!!

dies ist vielleicht die psychologisch, moralisch und rechtlich bedenklichste entscheidung, die der dfb je getroffen hat! und ich rede hier zu ihnen als jemand, der seit der frühsten pubertät und für immer und zu allererst fan des fc st pauli ist, aber seit 95 in dresden lebt und dynamo ins herz geschlossen hat!

jedes jammern aus den reihen des dfb, man vermisse den osten in der ersten liga, wird jetzt zur absoluten farce. der dfb macht sich zum feindbild und provoziert mehr gewalt, als er unterbindet.

ehrlich gesagt: ich mache mir sorgen über die reaktionen auf das urteil!
enttäuscht,
ein fischkopf in dresden

ps: hätte man den verein nicht verpflichten können, zwei weitere fanarbeiter einzustellen, um am pokal teilnehmen zu dürfen? fanarbeiter, die vor allem die auswärtsspiele koordonieren (vorfeldbeobachtung, gesprächsrunden mit fans, gegnern und polizei). denn eins sollten sie wissen: in dresden gilt das gegenteil ihrer behauptung, es gäbe immer mehr gewalt. noch vor 10 jahren wäre ich hier nie mit kindern ins stadion gegangen. jetzt mache ich das ohne jede bedenken!! eine solche maßnahme wäre nachhaltig, finanziell verkraftbar und sinnvoll. die jetzige ist einfach nur billig!

lesen sie auch beiträge von tino meyer und christian elsaeßer.

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Gewaltige Weihnachten: Die Funkelstadt im Zeitraffer

sebastian · 07.11.2011 · Keine Kommentare

Ob ich das Projekt „1.000 Funkel – Die Funkelstadt“ gut finden soll oder nicht, da bin ich noch unentschieden. Einerseits halte ich die Idee, Dresden als Weihnachtsstadt zu vermarkten, für plausibel und absolut sinnvoll. Andererseits will bei solch Gigantismus im Zeltformat irgendwie keine richtige Weihnachtsstimmung aufkommen. Die Horrorvision sieht so aus: Mindestens eine halbe Stunde In der Schlange stehen, 14,- Euro Eintritt bezahlen plus Glühwein und Kinderpunsch zu Eventpreisen und je Menge heulende Kids, die lieber Schlitten fahren wollen. Aber natürlich kann das auch wunderschön werden! Warten wir es ab! Das Video von Marco, welches den Aufbau im Zeitraffer festhält, ist jedenfalls allemal sehenswert.

Was ich mich frage: Was sagen eigentlich die Dynamo-Fans dazu, dass den Brüdern Friedhelm und Wolfgang Funkel solch ein Denkmal direkt neben dem Stadion gesetzt wird. Die waren immerhin beide beim „Wunder von der Grotenburg“ dabei, also einem der schwärzesten Tage in der schwarz-gelben Geschichte. Wolfgang sogar als dreimaliger Torschütze. Ob irgendein Schelm die beiden einlädt?

Ansonsten bleibt nur zu hoffen, dass das Ding finanziell besser läuft als die Zwingerfestspiele und dass auswärtige Gäste nicht versuchen, von der Autobahn aus über die Albertbrücke zu fahren. Sonst geht das böse Funkeln schon los, bevor man da ist..

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Wer wäre der optimale Namensgeber für das Rudolf Harbig Stadion

sebastian · 25.11.2010 · 3 Kommentare

Da musste ich erstmal ganz schön schlücken, als ich heute las, Sportfive habe als potentiellen Stadion-Vermarkter das von zwei Schornsteinfegern gegründete bayrische Energie-Unternehmen Glücksgas ins Spiel gebracht. Ok, die können es offenbar brauchen, denn ich habe noch nie zuvor von denen gehört. Andererseits frage ich mich wirklich, wie ein Unternehmen mit so einem unterirdisch schlechten (auch wenn Schonsteinfeger als Vertrieber her halten sollen) Namen überhaupt irgendwelche Kunden haben kann? Meine ersten Assoziationen? Glücksbärchis und Konzentrationslager. Sorry, ehrlich! Aber so war es nun mal! Der Kollege Barrio hat wenigstens noch Glückskeksarena gelesen.

Wie dem auch sein, einem geschenkten Gaul schaut man nicht auf den Markennamen und am Ende muss man nehmen, was kommt, wenn sich sonst niemand findet. Oder?

Nachdem ich vor einiger Zeit ja das waghalsige – und realitätsfremde – Konzept vorgestellt hatte, wie Dyanmo mit einem eigenen Energy-Getränk Red Bull angreifen könnte, würde ich heute gerne mal mit Euch ein paar potentiell geeignete Sponsoren sammeln. Ob Spinnereien erlaubt sind? Na logisch, was sonst?

Meine Top 3 waren

1. RYANAIRena (Bad PR = good PR)
2. KONSUM-Tempel
3. Kaiser´s Tengelmann Park (Roland Kaiser wird StadionSprecher)

Vorschläge

4. Sternburger Kampfbahn! (Patson)
5. Elbeparkpark (Jan E.) (Anmerkung: ROFL)
6. Putziplatz (Erich S. Teichler)
7. Veolia Halde (anonym)

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Farbmarketing, Fans und Finanzen: Schwarz-Gelb steht für Leidenschaft, die Leiden schafft

sebastian · 29.04.2010 · 1 Kommentar

Was haben Borussia Dortmund, Alemannia Aachen und Dynamo Dresden gemeinsam?

Die gleichen Vereins-Farben (schwarz-gelb), sensationelle Fans und eine leidenschaftliche Stadion-Athmosphäre, die Du für kein Geld der Welt künstlich erzeugen kannst und….einen Pleitegeier als Haustier.

Es scheint jedenfalls so zu sein, daß die einmalige Fansituation auf die Verantwortlichen im Umfeld mehr Druck erzeugt als auf die Mannschaft. Jedenfalls weiß man in allen drei Städten mittlerweile ganz gut umzugehen mit Medienberichten, die Verein und Begriffe wie „Pleite, Insolvenz und Lizenzentzug“ in einem Atemzug nennen.

Während der BVB nach seinen katastrophalen Börsenerfahrungen sich aber offenbar gerade etwas gefangen hat und auch sportlich wieder auf Erfolgskurs geht, mussten die beiden anderen Vereine in den letzten Wochen ihre Stadtoberen um Unterstützung bitten, um notwendige Lizenzen zu erhalten. Dynamo mit einem einmaligen Mietzuschuss (siehe auch hier) und Aachen mit einer Bürgschaft über 5,5 Millionen Euro.

Somit mein Tipp an Start-Up Unternehmer und Vereinsgründer: Wählet Eure Farben mit Bedacht! Wer Leidenschaft und Emotion säen will, der muss auch die Scheune bezahlen können!

Hier ein paar schwarz-gelbe Bilder:
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Ich trink (auf) DYNAMO

sebastian · 30.01.2010 · 15 Kommentare

Ich machs mal ausnahmsweise kurz und veröffentliche diesen „Artikel“ nahezu in der Form, in der die Gedanken auf dem Schmierzettel vom November 2009 stehen, denn ich komm doch eh nie dazu, daraus mal einen richtigen Artikel zu machen….

Ausgangslage:

1. Die Energydrinkmarke RED BULL kauft sich in einen Verein (Markkleeberg) in Sachsen ein, der zuvor keine Sau interessiert hatte und plant, dort ein zweites Hoffenheim aufzubauen. Extrem viel Geld wird in einen Oberligaverin gepumpt, den man auch noch unbenannt hat in „Rasenball Leipzig“, weil die Bezeichnung „Red Bull Leipzig“ laut DFB Statuten nicht zulässig ist.

Dieser Vorgang natürlich auch als Angriff an die bestehenden Traditionsvereine in Sachsen gewertet, um die es durch die Bank finanziell und sportlich gerade nicht zum Besten gestellt ist.

2. Dynamo Dresden spielt noch immer im „Rudolf Harbig Stadion„, denn ein zahlungskräftiger Käufer für die Namensrechte wurde bisher nicht gefunden. Bei Fans heißt das Stadion gerne auch einfach nur DYNAMO-STADION

3. Sollte zum Beispiel der VW Konzern die Namensrechte für die Marke SKODA erwerben (oder irgendein anderes Unternehmen), dann dürfte das Stadion zur Frauen Fußball WM 2011 nicht SKODA PARK heißen, da SKODA kein Sponsor der Frauen WM ist.

4. Diese Tatsache ist offenbar für viele potentielle Käufer der Namensrechte ein Negativgrund.

DIE LÖSUNG – DYNAMO, DER ENERGYDRINK
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