Da brennt die Luft: Panda Feuerwerk wird Sponsor beim FC St Pauli

sebastian · 26.01.2012 · Keine Kommentare

Dass ich kein großer Fan von Pyrotechnik bin (in Stadien und auch sonst), habe ich ja schon genauso oft betont wie den Umstand, dass die Kriminalisierung und stumpfe Verbote garantiert keine Lösung sind.

Es muss Mittel und Wege geben, mit den Fans Kompromisse und vor allem organisierte Pyroshows zu organisieren, die keinerlei Gefahr darstellen und den Spielbetrieb selbst nicht stören. Auch wenn die konservativen Herren beim DFB und die kommerzgeilen Eventmanager bei der DFL das nicht wahrhaben wollen und die folgende Pressemeldung des FC St. Pauli bestimmt alles andere als fröhlich aufgenommen haben:

Panda Feuerwerk ist ab sofort neuer Partner des Clubs in der nach dem Hauptsponsor höchsten Kategorie „Das Herz von St. Pauli“. Die Firma aus Husum ist die deutsche Tochtergesellschaft der chinesischen Unternehmensgruppe Panda Fireworks, dem weltweit größten Hersteller von Feuerwerkskörpern. Panda wird in den nächsten 3 Jahren Sponsor bei den Braun-Weißen sein.

Ein perfekter PR Coup der Chinesen genau einen Tag vor dem Launch des deutschen Onlineshops.

Es könnte natürlich auch sein, dass sich das ganze morgen als kleine Persiflage auf den Bayern-Fake (siehe hier) herausstellt? Vielleicht überrollt uns jetzt eine Welle von Spaßmeldungen im Fußball? Wär ja ganz geil, oder? :D

 

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Anpfiff: Dynamo Kicker in der Groovestation erwischt

sebastian · 20.01.2012 · 2 Kommentare

Die Groovestation ist nicht gerade die erste Adresse für Fußballprofis, aber auch nicht gerade jungfräulich diesbezüglich. Ansgaar Brinkmann wurde zu seiner Dresdner Zeit schon gesichtet und Volker Oppitz war – wenn ich mich recht erinnere – auch zu Gast, als ich dort das Rummelteam der 11 Freunde an meinem 32. Geburtstag für ihre erste Lesung in Dresden entführt hatte.

Gestern Abend wurde in einem geheimen Hinterzimmer gleich eine ganze Elf entdeckt. Und hey: Einmal erwischt, kann man es auch in aller Öffentlichkeit tun: Ab heute dreht schwarz-gelb in dem verrufenen Schuppen jede Nacht durch und versteckt sich dabei auch nicht mehr vor schwitzigen Fanfingern:

Gespielt wird auf dem in fleißiger, detailverliebter Handarbeit gepimpten Kickertisch immer und immer wieder gegen die Bayern! Da gab es ja den einen oder anderen glorreichen Auftritt :D

Im Hinblick auf Pyro-Attacken muss man sich übrigens keine Sorgen machen: Die Groovestation steht schließlich Rücken an Rücken mit der Feuerwehrstation. Wir freuen uns auf Eure Testberichte.

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Fußballgeschichte: Dynamo besiegt Bayern im Achtelfinale des DFB Pokals

sebastian · 23.12.2011 · 2 Kommentare

Anstoß: Di. 09.11.1993 20:00, Achtelfinale – DFB-Pokal

Stadion: Rudolf-Harbig-Stadion

 

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Sehr geehrter Fußballfan… Dynamo braucht mehr Fanbeauftragte, der DFB nicht nur Medienberater!

sebastian · 26.11.2011 · Keine Kommentare

Jetzt bin ich ziemlich genau seit 25 Jahren von ganzem Herzen Fan des FC St Pauli, auch wenn ich (die letzten) 17 Jahre davon in Dresden verbracht habe. Weil nämlich ein Fußballfan ohne Fußball nicht leben kann, habe ich hier eine mittlerweile ziemlich ernstzunehmende Affäre mit Dynamo begonnen, als diese 2000 – 2002 in der Oberliga spielten und man auf den Stehrängen im „Musikerzirkel“ (Roboters, C4Spaces, Egyptian Gay Lovers, Neustadt Gitarreros, Kumpels & Friends) noch lecker Mettbrötchen, Bier und diverse Tabakprodukte genoss. Nur selten traf man seitdem zu Hause auf den magischen FC und wenn, dann habe ich mir einen Sitzplatz gegönnt und drückte von dort St Pauli die Daumen. In den Gästeblock bin ich auch in Chemnitz und Cottbus damals selten gegangen, denn da sprangen größtenteils irgendwelche Punks aus der Gegend rum, die absolut keine Ahnung vom Verein oder vom Fußball hatten. Meine Leuten aus der Gegengerade (Sanchez (RIP), Bernhard, Mark, Ulf, Macken, Jan) war der Weg in den Osten meistens zu weit.

Dass ich nun ausgerechnet in der Woche vor meinem inneren Derby zwei Mal Über Dynamo blogge, hat aber weniger mit meiner Affäre zu Dyanamo (Es ist mehr als Sex) zu tun als mit der Unfähigkeit und Hilflosigkeit des DFB.

WTF – What the Fußballbund – dachte ich nämlich gerade! What the F, der DFB antwortet mir wirklich auf meine Mail! Dachte ich in den zwei Sekunden, in denen ich mich blenden ließ von der Betreffzeile „AW: Ihre Zuschrift!“. In Wirklichkeit war das natürlich nur eine Sammelmail an alle, unabhängig vom Inhalt der eingegangen Nachricht, wie bereits an der Begrüßung deutlich wird.

Sehr geehrter Fußballfan,

Und weil wahrscheinlich ziemlich viele hornochsige Mails eingegangen sind (ich will die garantiert auch nicht lesen), geht man erstmal davon aus, dass die meisten nur aus dem Bauch heraus agieren, was aber offenbar – wie sich später zeigt – eher auf der anderen Seite der Fall zu sein scheint.

, haben Sie vielen Dank für Ihr Schreiben, die Sie uns nach dem Sportgerichts-Urteil vom 24. November gegen Dynamo Dresden zugeschickt haben. Damit Sie auch wirklich den aktuellen Stand mit allen Informationen haben, würden wir Sie zunächst bitten, unsere News zu diesem Thema vollständig zu lesen.

Damit ich auch wirklich den neusten Stand habe? Hallo? Erstens geht es ja wohl hier um Grundsatzfragen und nicht um Aktualitäten und zweitens steht in dem verlinkten Beitrag absolut nichts Neues! Außer dass „von diesem Urteil eine Signalwirkung ausgeht“. Und das schlimme ist: Das stimmt ja sogar. Nur eben nicht unbedingt in die gewünschten Richtung. Signalwirkung kann auch heißen, dass unzählige junge Fußballfans den DFB zukünftig nur noch als lebensfremden Feind wahrnehmen.

Weiter heißt es:

Wir haben Verständnis dafür, dass dieses Urteil die Dresdner Anhänger nicht erfreut und dass sie nun ihren Unmut darüber äußern. Gerade den vielen friedlichen Dresdner Fans, die sich im Stadion bisher stets korrekt verhalten haben, gilt unsere Sympathie.

Wir haben aber auch Verständnis für die vielen Zuschriften friedlicher Fußballfans, die uns schreiben, dass sie sich mit ihren Frauen und Kindern nicht mehr ins Stadion trauen, wenn ein Spiel gegen Dynamo Dresden ansteht. Auch diese Zuschriften müssen wir ernst nehmen. Leider haben hier viele Krawallmacher dem Ruf des Fußballs und des Vereins geschadet.

Genau! Dem RUF!!! Aber ich hoffe doch sehr, dass der DFB nicht vom RUF des Vereins geblendet war? Es ging doch hoffentlich ausschließlich um Tatsachen? Hm, am Ende nicht:
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Betreff: „Sie unterbinden keine Gewalt, Sie provozieren sie!“ Empfänger: info@dfb.de

sebastian · 24.11.2011 · 3 Kommentare

sehr geehrte damen und herren des dfb,

als traditionsfan verabscheue ich jede gewalt im stadion zutiefst und bin absolut kein pyro-fan. aber bestraft werden mit ihrem urteil, die sg dynamo dresden aus den pokal auszuschließen, ausnahmslos die falschen: der verein (vom platzwart bis zum nachwuchsschiedsrichter), die sponsoren, die 99% gewaltlosen fans, die spieler, der trainer und ganz besonders der nachwuchs… wo sonst können junge spieler auf einsätze gegen die elite des deutschen fußballs hoffen, wenn nicht im pokal?

den einzigen, denen das urteil am ende scheissegal ist – oder die es im zweifel noch aggressiver macht – sind die, wegen denen es gefällt wurde. glauben sie wirklich, dass gewaltbereite fans sich jetzt beim yoga anmelden und mal so richtig in sich gehen, nur weil sie keine pokalspiele mehr sehen dürfen? gewaltbereite fußballfans sind keine grundschüler, denen man zwei wochen stubenarrest erteilt, damit sie nie wieder am schulkiosk wassereis klauen! und vor allem hat man auch damals nicht der ganzen schule stubenarrest aufgedrückt!!!

dies ist vielleicht die psychologisch, moralisch und rechtlich bedenklichste entscheidung, die der dfb je getroffen hat! und ich rede hier zu ihnen als jemand, der seit der frühsten pubertät und für immer und zu allererst fan des fc st pauli ist, aber seit 95 in dresden lebt und dynamo ins herz geschlossen hat!

jedes jammern aus den reihen des dfb, man vermisse den osten in der ersten liga, wird jetzt zur absoluten farce. der dfb macht sich zum feindbild und provoziert mehr gewalt, als er unterbindet.

ehrlich gesagt: ich mache mir sorgen über die reaktionen auf das urteil!
enttäuscht,
ein fischkopf in dresden

ps: hätte man den verein nicht verpflichten können, zwei weitere fanarbeiter einzustellen, um am pokal teilnehmen zu dürfen? fanarbeiter, die vor allem die auswärtsspiele koordonieren (vorfeldbeobachtung, gesprächsrunden mit fans, gegnern und polizei). denn eins sollten sie wissen: in dresden gilt das gegenteil ihrer behauptung, es gäbe immer mehr gewalt. noch vor 10 jahren wäre ich hier nie mit kindern ins stadion gegangen. jetzt mache ich das ohne jede bedenken!! eine solche maßnahme wäre nachhaltig, finanziell verkraftbar und sinnvoll. die jetzige ist einfach nur billig!

lesen sie auch beiträge von tino meyer und christian elsaeßer.

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