Marketing-Flaschen? Radeberger Gruppe eckt bei sächsischen Brauereien und Liveclubs an

sebastian · 09.10.2011 · 2 Kommentare

Einige Marketing-Ideen der Radeberger Gruppe kommen zwar beim Endkunden gut an, sorgen aber für akuten Unmut bei nicht ganz unwesentlichen Partnern.

Zum einen geht es dabei um die individuelle Flaschenproduktion und -gestaltung der Premium-Marke Radeberger. Diese hat seit drei Jahren ihr Markenlogo als eine Art geprägtes Relief auf den Flaschen und ist somit quasi untauglich gemacht worden für den normalen Pfandkreislauf. Jede leere Individualflasche muss im Mehrwegkreislauf manuell oder mit teuren Maschinen aussortiert und zu ihrer Ursprungsbrauerei zurückgefahren werden. Das schadet dem kleinen Wettbewerber genauso wie der Umwelt. Der Präsident des Sächsischen Brauerbundes spricht in der Sächsischen Zeitung (hinter der Bezahlschranke) von einem „ökologischen Wahnsinn“. Da fragt man sich schon, warum die (grüne) Politik das bisher nicht wirklich an den Pranger stellt, wenn man berücksichtigt, welchen Aufstand sie gemacht hat, damit Handyhersteller ihre Ladegeräte ab 2012 in einem einheitlichen Standard produzieren. Während das ökologisch wiederum sehr fraglich ist, da ja am Ende doch mit jedem Neugerät ein Ladekabel ausgeliefert wird, wäre ein Protest im Hinblick auf diesen massiven Eingriff in das bewährte Pfandsystem sehr wohl nachvollziehbar.

Zum anderen versucht Radeberger gerade, die seit 2006 zur Gruppe gehörende „Punker-Plörre“ Sternburg (aka Sterni) durch Guerilla-Kampagnen als Szene-Bier zu vermarkten.
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