Mitbringsel vom SPOT Festival 2018: Khalil – The Water We Drink

kristin · 26.05.2018 · Keine Kommentare

Am zweiten Maiwochenende fand im dänischen Aarhus das SPOT Festival statt, jenes kleine, feine Lieblingsfestival, das einmal im Jahr sein Bühnenlicht auf Newcomer und etablierte Künstler der dänischen und (überwiegend) skandinavischen Musikszene richtet. Nach einem Jahr entschuldigten Fehlens, habe ich von meinem sechsten SPOT mit Khalil und August Rosenbaum zwei neue Lieblingsacts mitgebracht und konnte meine alte, beinahe vergessene Begeisterung für When Saints Go Machine auffrischen.

 
Khalil - live @SPOT Festival 2018Es hatte sich gar nicht bis zu mir nach Kanada rumgesprochen, dass When Saints Go Machine Sänger Nikolaj Vonsild gemeinsam mit Simon Formann (Yen Towers) und Villas Klint unter dem Namen Khalil im August letzten Jahres ein Album veröffentlicht hat. Fraglich, ob mich der ambivalente Industrial-Charme von The Water We Drink schon damals so gepackt hätte, als sich meine Sehnsucht nach sehr großen Gewässern ganz einfach durch einen täglichen Spaziergang um Vancouvers Seawall beruhigen ließ.

Seit dem – großartigen! – Auftritt von Khalil zum diesjährigen SPOT Festival kann ich aber ebenso wenig aufhören, das Album zu hören, wie darüber zu grübeln, warum ich mich so darin verfangen habe.

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Half Moon Run – Sun Leads Me On

kristin · 25.10.2015 · Keine Kommentare

Half Moon Run (©Yani Clarke)Nach der Veröffentlichung ihres umjubelten und immer noch heißgeliebten Debütalbums Dark Eyes, gut zwei Jahren auf Tour um die halbe Welt und einer Auszeit, die das Quartett aus Montreal zum Surfen und Songschreiben in Kalifornien verbrachte, gibt es seit vergangenen Freitag endlich ein zweites Album von Half Moon Run. Und da, wo die ersten, mit hohen Erwartungen überfrachteten, Durchläufe von Sun Leads Me On ratlos, beinahe enttäuscht verklingen, führt alles bisher dazu Geschriebene und Gesagte nicht wirklich weiter. Während sich aus der Presseinfo zum Album ein absolut naheliegendes (Band-)Burnout herausliest; zerbröselnde Beziehungen, Heimweh und Müdigkeit thematisiert werden und nicht nur der Opener, Warmest Regards, erahnen lässt, wie schwer es der Band gefallen sein könnte, den Antrieb und die kreative Energie für das schwierige zweite Album zu finden (»I wait, and I wait, to make a new start / A new beginning, but it feels like the end / And it takes one to know one / And I’m really not sure / If I can put things back together like before«), schreibt Devon Portielje im Newsletter zur Veröffentlichung: »I’d like to tell you that making the album was easy and fun,…«. Ja, wie denn nun?! »…But it’s not like that. Life isn’t like that.« Ah!

Es hat den Anschein, als winde sich die Band darum, auf den Punkt zu kommen. Stattdessen finden Devon und Connor beim Reeperbahn Festival ausweichende Antworten auf Interviewfragen und zerschlagen belächelnd Ray Cokes‘ Interpretationsvorschläge. Das frustriert auf der einen Seite, weil man doch so gerne mehr erfahren und verstehen will, beschreibt auf der anderen aber den Eindruck, den auch Sun Leads Me On hinterlässt. weiterlesen…

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Pre-Listening: Moby – Destroyed

kristin · 11.05.2011 · Keine Kommentare

Seit heute kann man sich das neue Album von Moby auf destroyed.moby.com im Stream anhören, Bilder zum zugehörigen Fotoprojekt anschauen und sogar eigene Bilder hochladen.

Moby beschreibt Destroyed selbst als einen Soundtrack für die nächtlich wachen Stunden, in denen man das Gefühl hat, der einzige Mensch in der Stadt zu sein, der nicht schläft.

»and, as always, i presumptuously ask that you listen to the album in its entirety at least once, as it was put together as a, hopefully, cohesive body of work, and i believe that it makes the most sense when listened to from start to finish.«

Destroyed wird am 16. Mai veröffentlicht. Also, Licht aus – Soundtrack an:
Destroyed by thelittleidiot

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Eddie Vedder: Ukulele Songs

kristin · 09.05.2011 · Keine Kommentare

Eddie Vedder (Pearl Jam) wird am 31.05. sein zweites Soloalbum Ukulele Songs veröffentlichen. Neben eigenen Stücken werden darauf Coverversionen (Can’t Keep – Pearl Jam, Dream A Little Dream Of Me – u.a. The Mamas & The Papas) zu hören sein und man darf sich auf gemeinsame Gesangsdarbietungen mit Glen Hansard und Cat Power freuen.

Erste Single, erstes Video – schön!

Longing To Belong – Eddie Vedder – 2011 found on Pop

UPDATE
Auf NPR.org kann man Ukulele Songs nun exklusiv probehören. Direktlink zum Player.

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Angela Aux? Whatever you guess it’s not…

kristin · 29.04.2011 · Keine Kommentare

Ich mag ja solche Sachen, die sich nirgendwo so richtig einsortieren lassen, dadurch überraschen und Erwartungen zerstreuen.
Zur Sonntags-Matinée im Wohnzimmer erwartete ich mit Angela Aux „nur“ einen weiteren Gitarrenklimperer und war umso überraschter, als Hip-Hop-Töne die Nachmittagsgesellschaft zum Mitwippen bewegten. Auf seinen CDs allerdings, warnte Flo, wäre dann doch eher „Weird-Singer-/Songwriter-Musik“ zu hören – whatever you guess it’s not. Unter diesem Titel veröffentlicht Angela Aux heute sein neues Album und besser lässt sich seine Musik eigentlich auch nicht zusammenfassen.

Whatever you guess it’s not – der junge Herr aus München loopt, pfeift und singt sich darauf durch Geräusche, Beats und Melodien, die ein Sortiment an Stimmungen und Assoziationen hervorrufen, dass ich mich nach 45 Minuten frage, wie genau ich noch mal vom einen auf das andere kam. Und schon aus diesem Grund kann und will ich diese Platte gar nicht mehr weglegen. weiterlesen…

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Soundcheck The Pains Of Being Pure At Heart

andrea · 14.04.2011 · Keine Kommentare
4. Juli 2011
21:00 Uhr
Groovestation, Dresden

Damit es hier nicht in den Kommentaren versandet, nochmals der Hinweis auf den Albumstream von „Belong“ bei Soundcloud, dem neuen Album der New Yorker Band mit dem wunderbaren Namen The Pains Of Being Pure At Heart. Besagte Combo macht ziemlich mitreißenden Dream Pop Indie Rock á la Smashing Pumpkins (an dieser Stelle bitte nostalgisch Aufseufzen) und My Bloody Valentine in zuckersüß und jung. Das geht gut ins Zappelbein und bietet auch die ein oder andere Mitsingvorlage – w.z.b.w. am 4.7. in der Groove. Winter war gestern!

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Soundcheck Panda Bear

andrea · 13.04.2011 · Keine Kommentare

Jetzt wirds düster und repetetiv. Als Panda Bear im Animal Collective hat Noah Lennox bereits diverse Soloaktivitäten vorzuweisen und wird dafür vom Blogfeuilleton auch freundlich beachtet. Das ist ganz sicher keine Musik für die heimische Stereoanlage, das ist Musik für Festivals oder Clubs mit kreativem Leuchtmann. Echo, Hall und Verzerrungen sind im Wohnzimmer einfach nur Murks. Hm, okay, unterm Kopfhörer könnte es funktionieren, aber.. äh … nein, ohje, jetzt bin ich total unentschlossen und nach zweimaligem Hören nur noch genervt. Mit Pantha du Prince hat er nen Hit hingelegt, aber für Panda Bears Solo-Output muss man in Tagesform sein. Ich weiß nur nicht in welcher. Wer es herausfinden mag, hört hier:

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Soundcheck Low

andrea · 12.04.2011 · Keine Kommentare

Low sind keine Newbies im Geschäft und machen auch keine Musik für Indiepüppies. Naja, höchstens ältere Indiepüppies. Dem Schubladengenres IndieRock & Slowcore (yes!) zugehörig und gern auch mal mit minutenlaaangen Songs am Start, umarmt einen „C’mon“ mit eingängigen Harmonien, sanften Stimmen und macht dabei gar nicht so traurig wie befürchtet. Hits: Especially Me. Nightingale. Releasedate für Lows mittlerweile neuntes Album: 12.4.2011, also heute. Die komplette Hörprobe gibt’s drüben bei Soundcloud. Leider kann man die nicht einbetten, aber macht nüscht, Hauptsache überhaupt hören. Rotwein, Lagerfeuer, Sand zwischen den Zehen – ich seh’s förmlich vor mir. It’s nothing but heart, C’mon!

Update Mai 2012: Kein komplettes Album mehr verfügbar.

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Soundcheck The Dø

andrea · 11.04.2011 · 2 Kommentare

The Dø haben im März 2011 das Album „Both Ways Open Jaws“ auf den Markt geschmissen, dass bei musikaffinen Bloggern durchaus positiv besprochen wurde und zur Zeit bei einem bekannten OnlineVersandhaus für sagenhafte 26,99 Euro angeboten wird. Beim Hören entdecke ich Perlen wie Too Insistent (Videolink) mit Anleihen an Lykke Li (Slippery Slope / ebenfalls Videolink), Fever Ray, CocoRosie und weitere namhafte Verrückte. Ich finds gudd, warte auf Tourstopps in der Nähe und ein günstigeres Angebot fürs Album. Bis dahin hilft Soundcloud:

Both Ways Open Jaws by The Dø

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