Vier gewinnt: Mein ganz persönliches Blog-Quartett

sebastian · 02.04.2011 · 1 Kommentar

Ich hatte es ja bereits angekündigt, dass sich einiges ändern könnte an meiner Blog-Aufstellung. Mittlerweile hat sich da tatsächlich eine klare Struktur gebildet, so dass ich denen, die mich in letzter Zeit häufiger gefragt haben, wie es denn nun mit dem Konzeptspeicher weitergehe, eine kurze Übersicht geben möchte, wo ich denn nun warum schreibe.

Vielen mag das blöde vorkommen, dass ich meine Aktivitäten auf mehrere Blogs verteile. Aber ich war einfach noch nie ein echter Vollblut-Einzelkämpfer und bin daher sehr froh, dass ich meine Texte jeweils dort veröffentlichen kann, wo ich mit einem Team gemeinsame Interesse teile. Der Ur-Idee des Blogs (One Man, one Meinung) mag das widersprechen. Aber dafür entspricht es einer anderen wichtigen Idee von Social Media: „Jeder muss seinen eigenen Weg finden“ :-) Und ich bin mit dem derzeitigen Weg sehr glücklich!

Mein ganz persönliches Blog-Quartett

1. Der Konzeptspeicher

Den Konzeptspeicher hatte ich damals eigentlich als reine Schmierzettelsammlung für spontane Ideen geplant und das soll er auch wieder werden. Wenn mir Ideen – egal wie bescheuert oder vermeintlich gut – kommen (wie der Topografie-Lehrpark, Zovirax for men oder der Energydrink „Dynamo“) oder ich Verbesserungsmöglichkeiten sehe (Stadtschreiber-Blog), die man (ich) nicht direkt kommerziell verwerten kann, dann werden die weiterhin hier gepostet! Einfach nur für mich und für die paar Menschen, denen es bisher – und hoffentlich auch zukünftig – Spaß gemacht hat, diese Ideen mit mir zu diskutieren. Ein dickes Danke geht an dieser Stelle mal an Hendrik, Peter, Dirk, Arne und die anderen!

2. Mittelstern.de (NEU)

Zusammen mit Andrea und Kristin (beide vorher banq.de) eint mich schon länger die Idee, ein Blog zu machen mit, für und über unsere Liebingsmusik, -bücher und -filme und vor allem die Dresdner Indieszene. Ein klassisches „Pop-Blog“ also, welches sich von den vielen abertausenden Pop-Blogs da draußen im Wesentlichen „nur“ wegen des regionalen Schwerpunktes Dresden unterscheidet. Und dadurch, dass wir natürlich die besseren Schreiber sind. Is klar, ne!

Unter anderem könnt ihr dort Andreas Vorhaben begleiten, jede Woche ein Buch (vielleicht auch nur jede zweite :)) zu lesen oder mein Album der Woche kennenzulernen. Vor allem aber geht es um die Dresdner Indieszene (Konzerte, Neuigkeiten, Interviews, Portraits). Mittel(stern)fristig hoffen wir schon, einen kleinen Beitrag zur Dresdner Szene leisten zu können. Anlass und Motivation sind aber die pure Lust an der Freude.

3. Frische Fische Agentur-Blog

Kommunikation ist mein Leben! Ist meine Berufung! Ist mein Beruf. Bei der Agentur Frische Fische arbeite ich als Konzeptioner und Strategie-Berater für PR, Social Media und Erlebnismarketing. Dort blogge ich entsprechend vor allem zu fachlichen Fragen wie „Was kostet Social Media oder stelle neue Plattformen wie Quora vor. Diese Beiträge haben hier eh nie so gut hingepasst und bei den Fischen schreibe ich nicht allein, sondern zusammen mit einem Dutzend PR Profis. Das fetzt mir übelst.

4. Dieneustadt.de

Das haben viele gemerkt: Meine Kommentare zum aktuellen Geschehen der Neustadt sind eher rar geworden. Das hat verschiedene Gründe. Erstens brauchte ich, nachdem ich das BRN Museum in die dafür besten Hände überhaupt abgegeben hatte, einfach mal ein wenig Abstand von allem, was mit Stadtteilpolitik zu hatte. Dazu kommt, dass Jan Thomas als Kopf hinter Die Neustadt mehr Zeit bekommen hat, selber mehr zu schreiben und sich um das Blog zu kümmern. Das verleitet einen natürlich auch ein wenig zur Trägheit. Ich bin mir aber sicher, dass die Motivation wieder größer wird. Denn die Vorstellung, jemals nicht mehr hier im Viertel zu leben, ist immer noch total absurd. Ihr könnt das weiter intensivieren, wenn ihr mir Tipps gebt, wo eventuell noch Industriebauten darauf warten, zum Loft ausgebaut zu werden :-)

Ich freue mich wirklich sehr, wenn Ihr Euch bei einem oder zwei Blogs ab und zu Mal blicken lasst! Danke dafür!

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vieles ist gegangen – aber da geht einiges! persönliche ausblicke auf 2011

sebastian · 02.01.2011 · 7 Kommentare

vieles ist gegangen…

viele haben es ja wahrscheinlich schon mitbekommen. zum ende 2010 hat sich meine bunte projekt-kiste etwas gelichtet. die initiative biss.fm ist gestorben, das brn museum habe ich in beste hände übergeben und das neustadtblog kann mein guter freund jan thomas dank einer förderung nun vollzeit betreuen und ich mich auf meine lieblingsrolle als unregelmäßiger gastautor beschränken :-) auch meine kleine „firma“ – die backboard media kg – hat dieses jahr ganz gut was zu tun gehabt. schönste aufgabe war sicherlich die von mai 2010 bis dezember 2010 andauernde produktion der cd zum kirchentag 2011 samt medienpädagogischer begleitung.

…aber da geht noch so einiges!

fakt ist: ich werde meinen bisherigen halbtags-job als „stabstelle neuer dialog“ (sprich: online pr / social media / mobile marketing / guerilla marketing) bei den frischen fischen weiter ausbauen. die zusammenarbeit passt einfach perfekt. ich fühle mich menschlich und fachlich extrem wohl, kann sowohl langfristig kunden beim einstieg in die kommunikation im social web betreuen als auch kurzfristige crossmediale kampagnen konzipieren und umsetzen. bei all dem habe ich ein verdammt kompetentes pr-team an meiner seite, von denen ich in sachen klassischer pr sehr, sehr viel lernen kann. wünschen tu ich mir jetzt nur noch den einen oder anderen langfristigen mobile (apps) oder musik (plattform/tool/cloud) etat. mal sehen, was sich da tut :-) außerdem wird das thema open innovation mich 2011 bestimmt weiter sehr fesseln!

ich habe aber immer noch einen tag in der woche frei für den aufbau der scheune akademie und vorträge an anderen einrichtungen – die arbeit als referent (ihk, scheune akademie, fachtage, existenzgründerseminare) zu themen im weiten spektrum „social media relations“ macht mir einfach viel zu viel spaß, als daß ich das opfern möchte. 2011 hoffen wir, die scheune akademie inhaltlich breiter aufstellen zu können. insbesondere geht es uns darum, workshops anzubieten, bei denen verschiedene online-marketing-instrumente vorgestellt werden, die nicht nur (abr unbedingt auch) für musikszene interessant sind (location base services, sms und e-mail marketing, youtube, twitter, facebook….).

bloggen all over the world?

ob ich somit den konzeptspeicher weiterführe, steht noch nicht wirklich fest. ich werde alles fachliche (online pr) ab sofort im fische-blog veröffentlichen. da wird sich in 2011 noch richtig was tun und ich bin entsprechend heißt drauf.

wird da die zeit bleiben, um andere themen (dresden, musik, fußball) alleine (!) weiter zu führen? Ich grübel noch und – natürlich – gibt es bereits konzepte in der schublade :-) wäre geil, wenn das klappt (betreffende personen dürfen sich jetzt angesprochen fühlen).

und sonst so?

was ansonsten noch passieren wird? ich werde mich von fast allen cds trennen, die hier in meiner wohnung verstauben und komplett auf das duale system vinyl und mp3 setzen. cds habe ich nie gemocht und außer ein paar schicken digipacks, seltenen schätzen oder stücken mit persönlicher erinnerung, will ich den mist hier nicht mehr sehen.

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Open Innovation: Erfolgreiche Unternehmen leben von ihren Innovationen. Und Kommunen?

sebastian · 02.12.2010 · 1 Kommentar

Innovationsmanagement ist kein kreativer Kaffeeklatsch der Produktentwicklung, sondern die systematische Planung, Steuerung und Kontrolle von Innovationen in Organisationen. Parallell dazu verläuft im Vorfeld der Prozeß des Ideenmanagements, bei dem es gilt, Ideen zu entwickeln, zu sammeln und zu bewerten.

Sowohl Ideenmanagement (früher auch Vorschlagswesen (West) oder Neuererwesen (Ost)), als auch Innovationsmanagement sind derzeit vor allem noch rein innerbetriebliche Maßnahmen. Innerbetrieblich sowohl im Sinne von „inner“ als auch von „betrieblich“, sprich: in Unternehmen. Vermehrt aber werden auch darüber hinausgehende „Open Innovation“ Programme beobachtet und gefördert.

Meine große Hoffnung ist, dass sich dies mittelfristig auch auf kommunaler Ebene durchsetzt, um gemeinsam mit Bürgern, Unternehmern, Partnern, Besuchern kreativen Ideen zu sammeln, zu bewerten und zur Umsetzung zu bringen. Und zwar nicht alle sechs Monate am runden Tisch, sondern kontinuierlich. Im Internet.

Ich denke dabei natürlich aktuell vor allem an die derzeitigen Bemühungen der Stadt Dresden, die Kreativwirtschaft in Dresden fördern zu wollen.

Mit einer Softwarelösung wie zum Beispiel der Open Innovation Lösung von Hype –  so meine Überlegung – könnte man statt mit 30 Personen drei Workshops durchzuführen, 300 Geschäftsführer und Selbständige aus der Kreativwirtschaft dauerhaft in die Ideenfindung und -bewertung integrieren und Prozesse wesentlich transparenter machen.

HypeIMT vernetzt Kunden, Partner, Nutzer und Forscher zu einer Innovation Community und gewährt Ihnen Zugriff auf kollektive Intelligenz („Wisdom of Crowds“). Durch kollaborative Web 2.0 Funktionen motiviert HypeIMT Ihre Innovation Community aktiv zur Ideengenerierung.

schreibt Hype und das gefällt mir nicht nur wegen des wunderbaren „Wisdom of Crowds“ :-)

Vielleicht findet Marco als neuer Web2.0 – Beauftragter der Stadt ja auch ein wenig Zeit, um ein solches Projekt auf seine Machbarkeit hin zu untersuchen?

Ich fänd’s unglaublich spannend und würde mich vor allem freuen, wenn jemand bereits Erfahrung mit entsprechenden Open Innovation Softwarelösungen gemacht hat, von denen er hier berichten kann und vor allem über Hinweise auf Einsätze auf kommunaler Ebene!

Es reicht nicht, nur zu diskutieren oder „zu liken“. Ich muss Ideen detaillierter bewerten können als mit „ja“ oder „nein“. Und ich muss belohnt werden, wenn ich die richtige Idee entwickel oder diese unterstütze.

Ich bin wahrlich kein Experte für Innovationsmanagement, aber eine Open Innovation Plattform einzuführen, dass dürfte für Städte wie Dresden ziemlich innovativ sein! Und mindestens genauso wertvoll wie der Dialog auf Facebook, also einer fast zwangsläufig auf Tourismusmarketing ausgelegten Umsetzung.

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Tausche Blogartikel gegen Mixtape

sebastian · 16.10.2010 · 2 Kommentare

Liebe BloggerkollegInnen, liebe UnternehmerInnen,

in meinem neuen alten Daimler fährt ein Kassettenradio alter Schule mit. Leider befinden sich von den ca. 5.000 Mixtapes, die ich in meinem Leben zusammengestellt habe, gerade mal noch 5-10 in meinem Besitz (mit dem Rest habe ich versucht, Kumpels, Frauen und Recyclinghöfe glücklich zu machen).

flickr/draggin (cc)
(Das Bild von flickr User draggin steht unter cc Lizenz und verfügt über eine wunderbare Imagemap)

Da ich vermute, dass viele von Euch durchaus noch diverse Tapes in Kartons, Kisten und Kellerregalen aufbewahren, aber weder alten Daimler noch Kassettenradio besitzen, möchte ich Euch gerne einen Tausch anbieten!
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Kann ein internes Flattr-Modell auf XING für mehr Premium-Nutzer und eine gerechte Belohnung aktiver Nutzer sorgen?

sebastian · 14.10.2010 · 5 Kommentare

Manchmal wünsche ich mir, ich könnte auf Facebook einem Beitrag nicht nur ein „gefällt mir“ sondern bis zu drei (gerne auch Bienchen, Sternchen oder Bierchen) geben, so informativ oder unterhaltsam fand ich den geposteten Kommentar. Tino von Sputnik Dresden kommentierte daraufhin scherzhaft, wenn jedes „gefällt mir“ einen Euro wert wäre, könnte sich mancher eine kleine Existenz aufbauen! Haha, lachte ich, lustiger Gedanke, ein Facebook-internes Flattr sozusagen. (Wer es nicht weiß: Blogger laden sich bei diesem Micropayment-System ein Guthaben-Konto mit einem Betrag X auf, den sie dann anderen Kollegen für deren verfassten Beiträge „flattern“. Vereinfacht gesagt: Lade ich 10,- Euro auf mein Konto und „flattere“ 1 Beitrag, dann bekommt dessen Autor 10,- Euro, „flattere“ ich 200 Artikel, ist jedes „flattern“ genau 0,05 Euro wert.)

Dann aber überlegte ich, ob das nicht eigentich genau die optimale Lösung für das Business-Netzwerk XING sein könnte.

Dort zahlt man etwa 6,00 Euro im Monat für die Mitgliedschaft, wenn man alle Funktionen des Netzwerks nutzen will. Das ist nicht wenig, schafft aber auch ein immer noch gut funktionierendes Netzwerk, in dem man Kunden, Auftragnehmer, Partner, Experten, Ratschläge usw. extrem schnell und einfach finden kann.

Als nicht ganz so toll empfinden es viele, dass es bei XING einige sehr aktive Nutzer gibt, die sich in den verschiedenen Gruppen – mehr oder weniger konstruktiv – einbringen (siehe auch Anmerkungen dazu hier), aber eben auch sehr viele passive Nutzer (stille Leser).

Hier könnte ein Netzwerk-internes Flattr-System wirklich spannend werden. Man stelle sich vor, von den 6,- Euro Monatsbeitrag werden 1,- Euro geflattert. Sprich: Jedes Mal, wenn mir ein Beitrag wirklich geholfen (oder einfach gut gefallen) hat, kann ich über einen Button „Guter Beitrag“ 1/X dieses Flattr-Euros an andere Premium-Mitglieder vergeben.

Vorteile für XING und die Nutzer

Der Anreiz, sich wirklich aktiv einzubringen, könnte wesentlich größer sein als heute. In den extrem zuweilen sehr kontrovers (und persönlich) geführten Debatten könnten die stillen Beobachter diejenige Seite belohnen und unterstützen, die sie für richtig erachten, für die sie aber nicht öffentlich Stellung beziehen wollen.

Für viele könnte es ein Anreiz sein, sich eine Premium Mitgliedschaft zuzulegen, da ja theoretisch durch gute Beiträge sogar Gewinne erzielt werden können.

Natürlich widerspricht das dem eigentlichen Gedanken des kostenlosen Netzwerkens auf Augenhöhe. Andererseits würde vielleicht viel offener mit Wissen oder Ideen umgegangen werden, von dem man sich heute denkt: „Das behältste mal besser für Dich“

Was denkt ihr?

PS: Bitte drückt gerne den „Gefällt mir“-Button; Als Hobbyblogger ist doch der Applaus mein einziger Lohn :-)

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Apropos Kreativwirtschaft Dresden: Thomas Böcker

sebastian · 29.09.2010 · Keine Kommentare

Nachdem ich letzte Nacht vom Workshop der Stadt Dresden berichtet habe, bei dem es um Förderpotentiale im Bereich der Kreativwirtschaft ging, möchte ich Euch heute mal auf einen hiesigen Akteur aufmerksam machen, der vielen bisher vielleicht gar nichts sagen wird. Dabei hat er sich als Produktionsleiter von ganz besonderen Musikprojekten ein internationales Renomme geschaffen!

Die Rede ist von Thomas Böcker, geboren 1977 in Lauenstein, zu Hause in Dresden und der Welt! Ich denke, das darf man in diesem Fall ausnahmsweise so pathetisch sagen, denn Thomas ist Berater und Produzent für Fantasy-Game-Soundtracks (Pathos darf dort, oder?) und steckt hinter super spannenden Konzertprojekten! So wie vor wenigen Tagen, als das WDR Rundfunkorchester „Nintendo’s greatest hits“ zum Besten gab, aus der auch diese wunderbare Interpretation stammt:

Mein erstes und leider bisher einziges persönliches „Games-Konzert“ war das von ihm organisierte Eröffnungskonzert zur Games Convention 2003 oder 2004. Das war ein sensationelles Erlebnis, nicht nur musikalisch sondern auch kultursoziologisch: Ein Gewandhaus voller andächtig lauschender Nerds aus Japan, Indien, USA und Schweden, das hatte was!

In Dresden selbst hat – so weit ich weiß – leider bisher noch kein Konzert statt gefunden. Vielleicht wäre das ja im Hinblick auf die gestrige Diskussion zu den Zwingerfestspielen mal ein interessanter Gedanke: Könnte man „Sachsens Glanz“ auch als semi-multimediale Animation aus Thetaer und Computerspiel aufführen mit einer Musikinszenierung aus der Welt der Fantasy-Games?
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Mein gleich oder Dein gleich? Und wann ist eigentlich bald?

sebastian · 19.08.2010 · 3 Kommentare

Facebook Places ist bald für mich erreichbar! So las ich es heute voller Enttäuschung auf meinem iPhone, nachdem mir „Places“ im App-Store als neues Feature versprochen wurde. Neues Feature ist gut, denk ich, sie haben mir also schon mal den Menüpunkt serviert, nur kann der halt noch nichts. Auch geil eigentlich. Ich habe gleich mal die neue Kategorie „Mein Pulitzer-Preis“ im Blog angelegt. Der Artikel dazu kommt dann…. bald!

Traurig über die Zeitdauer bald sinnierend, erinnerte ich mich an eine schöne Begebenheit aus meiner Kindheit. Meine kleinste Schwester lag eines Abends bereits im Bett und quengelte ein wenig, dass meien Mutter noch mal ans Bett kommen möge. Meine Mutter (noch mit uns in die Sportschau vertieft) antworte – wie man das halt so macht – mit „Ich komme gleich“! Daraufhin antwortete meine Schwester mit dem in unserer Familie legendär gewordenen „mein gleich oder Dein gleich?“.

Ist aber doch auch scheiße! Stell Dir vor, Du parkst auf dem Weg zur Arbeit mutig im Halteverbot, um schnell das Geld abzuheben, mit dem Du die Blumen für den Geburtstag Deines Chefs bezahlen willst, und dann gibt der Geldautomat der Deutschen Bank Dir sowas zurück

Mein gleich oder Dein gleich?


Ich weiß schon, warum ich bei der Postbank bin! Da steht wenigstens immer ein konkretes „defekt“ am Automaten und nicht so ein wages Versprechen. Für die deutsche Bank sind gleich jedenfalls mehr als 7 Minuten.

Wie lange bedeutet gleich für Euch?

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Social Media für Kunst ist eben auch eine Kunst

sebastian · 15.08.2010 · 12 Kommentare

Den Satz „Social Media ist auch eine Kunst“ habe ich vor Kurzem ja bereits per Twitter und Facebook in die Welt posaunt. Ich war einfach wirklich überrascht, innerhalb kürzester Zeit sowohl vom Ornö als auch von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bei Facebook Freundesanfragen von Privatprofilen zu bekommen.

Ich finde es wirklich eher erschreckend als „niedlich“ (ein Bekannter), wenn solch etablierte und finanziell durchaus gut ausgestattete Einrichtungen wie die SKD so völlig unvorbereitet ans Werk gehen, dass eher ein Imageverlust risikiert wird, als der anvisierte Imagegewinn erreicht; Vor allem international, denn in Facebook erfahreneren Ländern wie den USA stößt das sicher noch bitterer auf als hier.

Privatprofile sind für Privatpersonen! Und ich kenne keinen Herrn oder Frau „Staatliche Kunstsammlungen Dresden“.

Die Unterschiede zwischen Privatprofilen und Fanseiten sind mehr als sinnvoll! Darum sollte man sie auch entsprechend nutzen!

Der große Unterschied – vor allem für die Masse derer, die sich Thomas` großartigen Facebook-Leitfaden noch nicht durchgelesen haben – zwischen einem Unternehmensprofil und einem Privatprofil besteht darin, dass Privatpersonen, die ich als „Freund“ hinzufüge, standardmäßig auch meine Statusmeldungen lesen, verfolgen und kommentieren können. Und es geht die SKD nun wahrlich nichts an, was ich gerade tue, wenn ich mich nicht mit Kunst auseinandersetze.

Ich möchte sehr gerne die Möglichkeit haben, ihren Mitteilungen auf einer Facebookseite zu folgen, informiert zu werden und mit anderen Besuchern der Seite in den Dialog zu treten. Ich möchte wirklich gerne wissen, ob und wenn ja was ausländische Besucher über die Ausstellungen denken und denke, dass sich dort auch ein wirklich spannender Crowdsourcing-Pool zu Themen entwickeln könnte, die mich brennend interessieren, wie etwa die Vermarktung Dresdens. Die Entscheidung pro Facebook war also absolut richtig! Bedenke: Hygienemuseum oder Zoo sind dort gar nicht vertreten, obwohl es so nahe liegt! Aber: All das aber möchte ich bitte über eine Unternehmensseite tun, denn es gibt weitere gute Gründe, warum Unternehmen und Institutionen wie die SKD nicht mit einem Privatprofil arbeiten sollten.

Zum Beispiel den, dass es laut Facebookrichtlinien gar nicht erlaubt ist! Und das ist für mich eines der wesentlichen Erfolgsargumente für Facebook. Denn nur über ein Privatprofil kann man von sich aus andere Kontakte „adden“ und wenn das jedes Unternehmen machen würde, dann hätte ich jeden Tag garantiert 100 Freundesanfragen von Bands, Fitnesstudios und Autoren diverser E-Books. Genau DAS geht aber eben bei Facebok nicht und genau das macht es so viel angenehmer als myspace.

Für die SKD dürfte es zudem relevant sein, dass ein privates Profil nur 5.000 Freunde hinzufügen darf. Und dann ist zick mit dem Kontaktausbau. Vor dem Problem steht zum Beispiel die Musikexpress Redaktion gerade mit 4.981 Freunden. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass die SKD irgendwann auch an diese Grenze kommen kann. Und es ist trotz aller ugestandenen Anfangsfehler etwas peinlich, wenn man plötzlich nach zwei Jahren nochmal von vorne anfangen muss. Zumindest Social Media Korinthenkacker wie meiner einer werden darüber bestimmt irgendwann mal in ihrem Blog berichten. Naja! Oder auch nicht. Dem Musikexpress hab ich (zumindest geschmacklich) schon ganz andere Dinge verziehen :-)

Auch das Facebook-Fanwidget, eines der wichtigsten Tools zur Verknüpfung von Website und Facebookprofil, kann man für Privatprofile nicht generieren. Von Statistiken und Suchanfragen über Facebook mal abgesehen.

Dialog: Sowieso völlig überbewertet?

Anstupsen ja, Nachricht schreiben nein - das Facebookprofil der SKD

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben zudem das Kernziel von Social Media – die Einladung zum Dialog – leider weiterhin auch auf ihre ganz eigene künstlerische Art und Weise interpretiert (oder auch hier verschlafen, den einen oder anderen Leitfaden zu lesen?)
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Lesetipp: Die Kulturpolitik hier ist ein Desaster

sebastian · 24.06.2010 · Keine Kommentare

Da ich gerade wirklich so gut wie keine Zeit habe, eigene Gedanken zu verfassen zum Thema Kulturpolitik in Dresden, Errichtungen von „Komptenzzentren für Kultur- und Kreativwirtschaft“, bei denen eine (!) Stelle im kompletten Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) Kreative beraten soll, will ich wenigstens den einen oder anderen Lesetipp hier veröffentlichen!

Das ist nichts, das ist alles verwaltetes, totes Geld. Wenn man sich die Kulturpolitik hier ansieht, ist das ein Desaster. Zusammen mit steigenden Mieten, einer mangelnden Sensibilität der kulturell Verantwortlichen und den üblichen Inkompetenzen wird klar: Berlin ist einfach interessanter.

sagt zum Beispiel Daniel Richter in einem Interview mit dem Abendblatt. Natürlich geht es nicht um Dresden sondern die andere Stadt an der Elbe! Aber: Den Satz könnte man hier ja bei Gelegenheit zitieren, oder?

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WM Hymnen am Rande der Stadt (und des legalen Geschmacks) Teil 2

sebastian · 01.06.2010 · Keine Kommentare

Während ich an anderer Stelle an einer offiziellen „WM-HYMNEN WM“ arbeite (Tipps auf die offiziellen Lieder der einzelnen Länder sind sehr willkommen), bleibe ich hier weiter – passend zum Geschriebse – auf Amateurkurs.

Nachdem der Dresdner Beitrag ungefähr so schnell von der Stelle kommt wie das kaputte Auto meiner Freundin, zeigen „Fuchs und Hase“, daß man wirklich nicht viel besser sein muss, um es auf dezente 40.020 Aurufe (Stand heute) zu bringen. Ihr seid doch ale total Ballermann!

Liebe Produzenten, ich habe da noch einen absoluten Geheimtipp für Euch. Folgendes Lied liefert nicht nur die perfekte Gröhl-Hookline sondern liefert auch gleich die erste Textzeile mit:

„Mein Vater war ein Spieler und das bin auch ich“… Das ist doch mal Heiko Herrlich!

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