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IG Kraftwerk Mitte träumt von kreativem Zentrum im Zentrum

sebastian · 06.08.2010 · 4 Kommentare

Gut, dass es Blogger gibt!

Denn ohne funktionierenden Flurfunk imhttp://konzeptspeicher.de/wp-admin/post.php?action=edit&post=710&message=1 Netz würden wir wahrscheinlich nur in der Kneipe übertragende Gerüchte über Hintergründe zur IG Kraftwerk Mitte kennen und wüste Geschichten machten ihre Runde durch die Dresdner Thekenlandschaft.

„Die wollen da kostenlose Galerien“, „Da soll sowas mit Medien und Kultur hin“ und solche Sätze flögen durch die Luft. Und beleidigte Leberwürste würden sich ausgeschlossen fühlen, da sie nicht von Beginn an eingeladen waren und …. ach war das manchmal ätzend früher… Wirklich , alles war bestimmt nicht besser!

So aber beliefert uns Peter mit Fakten und sogar einem Videointerview und überhaupt kann jetzt jeder seine Gedanken zu der Idee öffentlich beitragen.

Das will ich auch tun, auch wenn ich (aus Zeitgründen) hier an dieser Stelle mal nur ein, zwei kleine Dinge loswerden kann.

Kurze Statements

Ich stehe zu 100% hinter der Idee, das Kraftwerk Mitte auch als Zentrum für mittelständische Unternehmen aus der Kreativwirtschaft zu nutzen und sehe darin die einmalige Chance, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Nämlich zum einen eine räumliche Vernetzung der Kreativbranche (durch Ansiedlung und Konferenzräume) und (vor allem) die Aufwertung der Innenstadt!

Ich ware gerade auf meiner Dänemarkreise auch in Odense und habe dort ein Beispiel für eine sehr gelungene Umsetzung gesehen! Die „Brandts Kunsthallen“ sind aus einer ehemaligen Textilfabrik (Brandts) im Zentrum entstanden und beherbergen Museen, Galerien, Büros, Kino, Shops, Gastronomie usw. und haben die Innenstadt laut Aussagen Beteiligter enorm aufgewertet. Mir hat die Athmosphäre dort unheimich gut gefallen. Man konnte eine lebendige, kreative Bewegung in der Luft spüren.

brandts_by_Simon Popma

brandts_by_Simon Popma

Vor ca. zwei Jahren habe ich ja selber mal im Zusammenhang mit den Plänen für das Kraftwerk Mitte (und auch dem Rundkino) viel Ärger, aber auch viel Zustimmung erfahren für das Antasten heiliger Kühe.. Mein Gedanke damals: Holt den Beatpol (Starclub) ins Zentrum. Der aktuelle Standort am Rande der Stadt wertet das umliegende Wohnviertel in meinen Augen nicht auf sondern eher ab (es handelt sich ja um einen Rockclub, kein Kultur- oder Stadtteilzentrum) und von der Lage profitieren ausschließlich Bautzner und Chemnitzer, die auf der A4 zum Konzert kommen und in der Regel direkt im Anschluss auch wieder fahren (Gegenwert für die Stadt Dresden also Null).

Ich dagegen – wahrlich kein Verächter guter Livekost – habe dagegen bestimmt bereits 25 Konzerte nur deshalb nicht gesehen, weil ich gerade kein Auto hatte und keine Lust, mit der Bahn ans Ende der Stadt zu fahren (Ich bin mit dem Regionalexpress ab Neustadt genauso schnell in Bautzen wir mit der DVB am Beatpol)

Auch hier würde die Stadt unwahrscheinlich progitieren. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Club mehr Zulauf hätte und somit noch (!) bessere Acts nach Dresden holen könnte. Auswärtige würden vor dem Konzert noch in die Stadt fahren zum Flanieren, Essen, Shoppen. Junge Dresdner würden nach dem Konzert noch auf ein Bierchen in der ansonsten ziemlich toten Innenstadt bleiben. Die Innenstadt würde noch interessanter für (Szene)Touristen und die Neustadt so auch weniger überlaufen an Wochenenden.

Ich bin jedenfalls mal sehr gespannt, wie es weitergeht und werde das Projekt sehr interessiert und wohlwollend verfolgen!

Lesetipp: Die Kulturpolitik hier ist ein Desaster

sebastian · 24.06.2010 · Keine Kommentare

Da ich gerade wirklich so gut wie keine Zeit habe, eigene Gedanken zu verfassen zum Thema Kulturpolitik in Dresden, Errichtungen von „Komptenzzentren für Kultur- und Kreativwirtschaft“, bei denen eine (!) Stelle im kompletten Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) Kreative beraten soll, will ich wenigstens den einen oder anderen Lesetipp hier veröffentlichen!

Das ist nichts, das ist alles verwaltetes, totes Geld. Wenn man sich die Kulturpolitik hier ansieht, ist das ein Desaster. Zusammen mit steigenden Mieten, einer mangelnden Sensibilität der kulturell Verantwortlichen und den üblichen Inkompetenzen wird klar: Berlin ist einfach interessanter.

sagt zum Beispiel Daniel Richter in einem Interview mit dem Abendblatt. Natürlich geht es nicht um Dresden sondern die andere Stadt an der Elbe! Aber: Den Satz könnte man hier ja bei Gelegenheit zitieren, oder?

Statt Marketing: Ideen für Dresden Teil 1: unanStändige Vertretung der Bunten Republik Neustadt in Berlin

sebastian · 12.11.2009 · 2 Kommentare

Kolumne für www.BANQ.de

Der gefühlte Imagewert Dresdens liegt ja aktuell irgendwo zwischen Pauschalurlaub in Tadschikistan, der dritten Staffel der Schwarzwaldklinik und der Position des Marketingleiters bei KIK Textilien.

Ich entwerfe daher in meinen viel zu seltenen Kolumnen für mein Drittlieblingsportal BANQ ab heute in loser Reihenfolge kosten- (und wert-)lose Ideen jenseits von sportlichen Großevents, Opernbällen oder Hausfrauen-Claims wie „Hochtechnologie trifft Lebensfreude“, mit der man sich in diesem Jahr unter anderem mit seiner elbabwärts geklauten Idee einer „Hafencitiy“ bei der Expo Real präsentieren wollte.

Heute also Teil 1: Die unanStändige Vertretung der Bunten Republik Neustadt in Berlin
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Ab die Post…für ein Kreativkaufhaus an der Königsbrücker

sebastian · 20.10.2009 · Keine Kommentare

Bereits vor ner ganzen Weile hab ich mich ja in unserem Stadtteilblog dieneustadt unter meinem alten Nickname „troll“ begeistert über das sportliche Design der Sportresterampe auf dem Gelände der „Neustadt-Post“ an der Königsbrücker ausgelassen und sogar einen Preis verliehen: Den Designpreis für „räudiges, rockiges, renitentes Leben“ in der Neustadt.

ABDIEPOST

Nun wird es mal wieder Zeit, sich ein wenig mit dieser Immobilie zu beschäftigen, die nicht nur Dresdens Kantine mit dem größten Stylepotential (Betonung auf Potential) beherbergt sondern eben auch jene Ladenfläche, in der noch (!) Restposten aus der Welt des Sports verscherbelt werden.

Noch deshalb, weil die Betreiber wohl aktuell eine neue Ladenfläche suchen und somit tendenziell Platz schaffen könnte für ein Hingespinnst, welches sich schon länger in meinem Hirnwindungen schlaflos wälzt:

Ein Kreativkaufhaus für e-commerce und offline-shopping (kurz keo).

Es gibt ja mittlerweile (im Gegensatz zum ähnlichen Projekt vor ca. 15 Jahren in den Räumen der heutigen Groove Station – remember?) dermaßen viele Akteure der Dresdner Kreativwirtschaft (vom bildenden Künstler über das Plattenlabel bis zum Aufklebergestalter), die Ihre Waren und Werke auch und sogar vor allem über das Internet verkaufen (oder es zumindest vesuchen)!

Jeder für sich arbeitet da nicht nur oft ebenso lang wie vergeblich an Optimierungen im Bereich Suchmaschinenmarketing, jeder für sich plagt sich auch mit betriebswirtschaftlichen Kenngrößen zum Thema Lagerhaltung, Vertrieb und Abschreibungen, mit digitalen Zahlungsarten, internationalen Verkäufen, Aushilfskräften, Mieten usw.

Wo bitte könnte man das besser bündeln als in oben genannter Lage?!?!?

Man könnte sich für die Internetverkäufe ein gemeinsames Lager samt geteilter Lagerarbeit, einheitlicher Fakturierung und vielleicht sogar Mitarbeitern teilen und das direkt Wand an Wand mit der Post!
Man könnte Verkaufsflächen nutzen als Kreativkaufhaus!
Man könnte die unsäglich verschandelte Gestaltung durch gemeinsam kreative Arbeit wieder zu neuem Glanze verhelfen.

Ein wunderbares Projekt, vielleicht sogar im Sinne der Künstler UND der Stadt UND der Post als Immobilienbesitzer? Nun ja, „wollen wir mal nicht gleich in Europhie verfallen“ (aus „Wir können auch anders“), aber am Ende wäre es ja mal den Versuch wert, oder wie seht ihr das?

Liebe Openspacecreativekunstgeldirgendwas Antreiber: Übernehmen Sie

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