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WochenendEinklang: Music from the East

kristin · 23.12.2011 · 1 Kommentar

Sebastian hatte ja im September erst ein paar Fragen zum Thema türkische Musik aufgeworfen und in Vorbereitung auf eine Woche Istanbul, war es für mich nun auch endlich mal an der Zeit, meine Crossing the Bridge-Filmlücke zu schließen.

Nun muss ich aber leider zugeben, dass mir die türkische Musikszene anhand des Films gar nicht so bunt und innovativ erscheint, wie sie angepriesen wird. Je länger der Film lief, desto mehr haben mich die, in der türkischen Musik anscheinend allgegenwärtigen, orientalischen „Leier“-Klänge genervt. Zu fremdartig? Zu ungewohnt? Oder ich nicht genug open-minded? Egal, ich kann dem einfach nicht viel abgewinnen, auch nicht mit Hip-Hop drumherum. Klingt für mich immer ein bisschen nach Mittagspause im Dönerladen.

Woraufhin sich mir die Frage stellt: Haben die denn da wirklich gar keine Musik, die richtig cool ist?
Fast hätte ich meine Suche mit einem völlig ungläubigen »Nein, leider nicht« aufgegeben. Ich kann, was die Musik-Recherche angeht, auch Sebastians Aussage »Die Türken sind heiß aufs Netz!« nicht wirklich nachvollziehen. Ich habe kaum was gefunden, die Infos sind selten aktuell und oft ausschließlich auf Türkisch. Aber, siehe und höre da:

Post aus Istanbul, über die ich auf die Schnelle leider nichts weiter rausfinden konnte, da ich so schlecht Türkisch verstehe.
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Jein zum Verein: Gründungstreffen der Dresdner Kreativlobby am 06.12.

sebastian · 03.12.2011 · 1 Kommentar
6. Dezember 2011
20:00 Uhr to 22:30 Uhr
friedrichstadtZentral , Dresden

In einer spontanen Aufbruchs-Stimmung wurde bei einem von den Sächsischen Grünen veranstalteten Netzwerktreffen der Dresdner Kreativwirtschaft am 29.10. der Plan geboren, einen Lobby-Verband zu gründen. Da ein Verein die realistischste und logischste Rechtsform für ein solches Vorhaben ist, war davon die Rede, bereits am Nikolaustag einen Verein zu gründen, in dem Vertreter bestehender Strukturen und EinzelkämpferInnen sich zusammenschließen. Die Vereinsgründung wird zwar am 06.12. nicht erfolgen, aber zu den Punkten gehören, die im Friedrichstadt Zentral diskutiert werden. Ein Verein sei zum derzeitigen Zeitpunkt zu verbindlich und auch wenn der Aufwand für die Gründung sehr gering sei, so mache doch die kontinuierliche Betreuung sehr viel (ehrenamtliche) Arbeit, daher wolle man erst einmal mit potentiellen Mitstreitern in die konkrete Diskussion eingehen und Versuch machen, als eine Art Überbau ohne eigene Rechtsform zu agieren.

Einladen tun unter anderem Liane Hoder (Projektschmiede), Kristine Schmidt-Köpf (Künstlerbund Dresden), Jana Betscher (Kulturmagazin Dresdner), Claudia Muntschick (Selbstständige Stadtentwicklerin und Architektin), Magnus Hecht (scheune), Maik Roßmann (weissgrau), Martin Fiedler (neonworx), Andreas Schanzenbach (Cromatics) und Felix Liebig (Metropole Pieschen). Sie definieren die Ziele für den Abend wie folgt:

Eine Stimme bilden: Kreative Potenziale sichtbar machen, Bedürfnisse und Interessen aufnehmen, kommunizieren, gegenüber Politik vertreten, Strukturen bedarfsgerecht praktisch mitgestalten, Agenda medial beeinflussen.

Medial gibt es immerhin einen ersten Anfang.

Das Programm:
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Echtleben – Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben

andrea · 11.11.2011 · Keine Kommentare
17. November 2011
19:00 Uhr
Festspielhaus Hellerau, Dresden
Tickets: 5 / 3 Euro

Unter dem etwas sperrigen Titel »Generation 00 – Kreative im Zeitalter der Communities & Profite« liest am Donnerstag, den 17.11. Katja Kullmann im Rahmen der CYNETART aus ihrem Buch »Echtleben – Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben«. Die Veranstaltung nähert sich mittels Lesung und Gespräch der Frage:

Unter dem Druck der Verschuldung von Staat und Kommunen sowie dem anhaltenden Desaster der ‚Finanzwirtschaft‘ wächst auch der Druck auf Kreative und Kulturbudgets. Wie schaffen kreative Akteure mit künstlerischem bzw. human-kulturellem Anspruch den Spagat zwischen zunehmend digitalisierter bzw. vernetzter Lohnarbeit und kreativer Selbstverwirklichung?

Kein unspannendes Thema und ein vieldiskutiertes noch dazu landet hier also auf der Agenda. Sofort müssten Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Kulturamt Betriebsausflüge planen, wird doch Kreativwirtschaft in dieser unserer Stadt aktuell von allen Seiten beleuchtet, auseinandergenommen, neu zusammengesetzt und genetzwerkt, was das Zeug hält.

Wahrscheinlich rede ich mich mit den folgenden Zeilen um Kopf und Kragen, vielleicht aber sind sie auch nur Anstoß und/oder Inhalt zukünftiger Diskussionen.
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Vereinte Aufbruchstimmung: Dresdner Kreative wollen am Nikolaustag einen Verein gründen

sebastian · 30.10.2011 · 5 Kommentare

Ich bin gestern erst gegen Mittag zum angekündigten Netzwerktreffen der Grünen gekommen und habe somit die vier vormittäglichen Vorträge verpasst. Nun habe ich aber alle Referenten – zum Teil mehrfach – schon vorher mal gehört und somit ohne schlechtes Gewissen mein Samstags-Frühstück in die Länge gezogen.

Bei meiner Ankunft waren nicht ganz so viele Leute da, wie sich die Veranstalter offenbar erhofft hatten. Sonst hätte es eine wesentlich kleinere Location als die Börse der Dresdner Messe auch getan. Die ist unbestritten echt schick, wirkt aber so kühl und puristisch, dass ich immer ein wenig Angst habe, ein krümelndes Pausenbrot könnte einen Alarm auslösen. Konzerte oder Partys kannst Du da jedenfalls nicht machen. Unter den Anwesenden vor allem die „üblichen Verdächtigen“. Eins muss man der Stadt Dresden schon zu Gute halten. Durch ihre Bemühungen um die Kultur- und Kreativwirtschaft hat sie für einen regen Austausch in der Szene gesorgt. So viele Branchenübergreifende Veranstaltungen wie 2011 hat es vielleicht seit der Wende nicht gegeben. Die Workshops der Stadt, das StartCamp, die Auftakt-Treffen vom Forum Kreative Neustadt und „Wir spinnen“, die immer gut besuchten Undsonstso-Termine, die vielen Presseberichte über die IG Kraftwerk Mitte und nicht zuletzt Erfolgsmeldungen von Coworking und Crowdfundingprojekten wie Neonworx und Startnext – Dresden versprüht sowas wie Aufbruchstimmung! Die Gruppe derer, die sich aber wirklich engagiert, beschränkt sich eher auf einen Kreis von 50 – 150 Leuten. Einige davon waren sicher bei den Designers Open, andere wollten nicht an einer „Parteiveranstaltung“ teilnehmen und der wolkenfreie Sonnentag dürfte auch Opfer gefordert haben. Somit schätze ich die Anzahl der Teilnehmer auf etwa 60! Mehr als die Hälfte davon begrüßt sich mittlerweile mit der selben Routine wie Fußballfans, die immer im selben Block stehen. Natürlich gibt es Reibereien zwischen den verschieden Gruppierungen bei den Bemühungen, sich in Stellung zu bringen für eine zu erwartende Änderung der Wirtschaftsförderung. Trotzdem herrscht auch große Einigkeit, dass man nur gemeinsam etwas bewegt bekommt.

Vernetzung1: Mein Workshop mit dem Louisen Kombinaht
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Polohemden, SUVs und Lackdosen: Friedrichstadt bekommt Gartenzwerg- und Graffiti-Paradies

sebastian · 15.09.2011 · Keine Kommentare

In letzter Zeit war der ebenso zentrale wie sträflich vernachlässigte Dresdner Stadtteil Friedrichstadt vor allem im Zusammenhang mit Nachrichten aus und über die Kreativwirtschaft verbunden. Nach einer eher beschaulichen Zeit zwischen Krankenhaus, Brachen und liebenswerten Kultur-Akteuren wie Riesa Efau, Friedrichstadt zentral oder Motorenhalle, wird das Viertel gerade durch einen wahren Kreativboost an zwei Flanken (Kraftwerk Mitte und Ostragehege) eher wachgevögelt als wachgeküsst.

Für ein wenig Abwechslung im Kreativhype sorgt jetzt die TLG Immobilien GmbH, ein Unternehmen, das zu 100% dem Bund gehört (hervorgegangen aus der Treuhandanstalt), aber mittlerweile keine unmittelbaren Treuhandnachfolgeaufgaben mehr wahrnimmt. Die TLG verkauft sich mittlerweile als Ostdeutschlands Immobilienunternehmen Nr. 1 und als solches hängt man in so engagierten Projekten wie Mediaspree in Berlin oder dem „Gartenzwerg- und Graffiti-Ghetto“ (Urheber der Redaktion bekannt) auf dem Areal der ehemaligen Spirituosen- und Hefefabrik Bramsch.
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Kreativer Sonnabend – Schautag im Kraftwerk Mitte, Creative Commons in der Scheune

sebastian · 09.12.2010 · 1 Kommentar

Eine Vision bekommt Fundament! Das Kreativzentrum Kraftwerk Mitte könnte ein Weckruf für die Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft sein und seit dem 28.Oktober 2010 steht auch der Stadtratsbeschluss, das Kraftwerk kulturell zu nutzen.

Am Sonnabend laden DREWAG, IG Kraftwerk Mitte, Staatsoperette Dresden, Theater Junge Generation, Musikhochschule Carl Maria von Weber, Künstlerbund Dresden e.V., Medienkulturzentrum e.V., und Neuer Sächsicher Kunstverein von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr zum Schautag in die fantastischen Gemäuer des Kraftwerk Mitte.

Frühes Kommen lohnt sich auch, um anschließend noch ab 14:00 Uhr in der Scheune Akademie einen Vortrag von Meik Michalke zu hören zum Thema „Creative Commons in der Musik“.

Meik ist Pionier in Sachen Creative Commons, Diplom-Psychologe, Blogger, Initiator des Open Music Contests und Vorsitzender des tragenden OMC e.V.

Open Innovation: Erfolgreiche Unternehmen leben von ihren Innovationen. Und Kommunen?

sebastian · 02.12.2010 · 1 Kommentar

Innovationsmanagement ist kein kreativer Kaffeeklatsch der Produktentwicklung, sondern die systematische Planung, Steuerung und Kontrolle von Innovationen in Organisationen. Parallell dazu verläuft im Vorfeld der Prozeß des Ideenmanagements, bei dem es gilt, Ideen zu entwickeln, zu sammeln und zu bewerten.

Sowohl Ideenmanagement (früher auch Vorschlagswesen (West) oder Neuererwesen (Ost)), als auch Innovationsmanagement sind derzeit vor allem noch rein innerbetriebliche Maßnahmen. Innerbetrieblich sowohl im Sinne von „inner“ als auch von „betrieblich“, sprich: in Unternehmen. Vermehrt aber werden auch darüber hinausgehende „Open Innovation“ Programme beobachtet und gefördert.

Meine große Hoffnung ist, dass sich dies mittelfristig auch auf kommunaler Ebene durchsetzt, um gemeinsam mit Bürgern, Unternehmern, Partnern, Besuchern kreativen Ideen zu sammeln, zu bewerten und zur Umsetzung zu bringen. Und zwar nicht alle sechs Monate am runden Tisch, sondern kontinuierlich. Im Internet.

Ich denke dabei natürlich aktuell vor allem an die derzeitigen Bemühungen der Stadt Dresden, die Kreativwirtschaft in Dresden fördern zu wollen.

Mit einer Softwarelösung wie zum Beispiel der Open Innovation Lösung von Hype –  so meine Überlegung – könnte man statt mit 30 Personen drei Workshops durchzuführen, 300 Geschäftsführer und Selbständige aus der Kreativwirtschaft dauerhaft in die Ideenfindung und -bewertung integrieren und Prozesse wesentlich transparenter machen.

HypeIMT vernetzt Kunden, Partner, Nutzer und Forscher zu einer Innovation Community und gewährt Ihnen Zugriff auf kollektive Intelligenz („Wisdom of Crowds“). Durch kollaborative Web 2.0 Funktionen motiviert HypeIMT Ihre Innovation Community aktiv zur Ideengenerierung.

schreibt Hype und das gefällt mir nicht nur wegen des wunderbaren „Wisdom of Crowds“ :-)

Vielleicht findet Marco als neuer Web2.0 – Beauftragter der Stadt ja auch ein wenig Zeit, um ein solches Projekt auf seine Machbarkeit hin zu untersuchen?

Ich fänd’s unglaublich spannend und würde mich vor allem freuen, wenn jemand bereits Erfahrung mit entsprechenden Open Innovation Softwarelösungen gemacht hat, von denen er hier berichten kann und vor allem über Hinweise auf Einsätze auf kommunaler Ebene!

Es reicht nicht, nur zu diskutieren oder „zu liken“. Ich muss Ideen detaillierter bewerten können als mit „ja“ oder „nein“. Und ich muss belohnt werden, wenn ich die richtige Idee entwickel oder diese unterstütze.

Ich bin wahrlich kein Experte für Innovationsmanagement, aber eine Open Innovation Plattform einzuführen, dass dürfte für Städte wie Dresden ziemlich innovativ sein! Und mindestens genauso wertvoll wie der Dialog auf Facebook, also einer fast zwangsläufig auf Tourismusmarketing ausgelegten Umsetzung.

Authentische Arbeitsunterlagen der Stadt Dresden

sebastian · 21.11.2010 · 1 Kommentar

An diesem Stadtplan haben wir übrigens beim zweiten Kreativwirtschaftsworkshop der Stadt Dresden gearbeitet. Sehr authentisch, dieser kleine Buchstabenvergesser. Sowas kann Kreativen durchaus passieren. Ich weiß, wo von ich rede!

Stadtplan Dresden der Stadt Dresden

Stadtplan Dresden der Stadt Dresden

Vorwärts in die Vergangenheit? Diskussionsrunde mit Baubürgermeister Marx

sebastian · 10.11.2010 · Keine Kommentare

Das passt dich sehr gut zum Workshop von vergangenen Montag:

Der Dresdner Klub e. V. lädt am Donnerstag, 11. November 2010, 18 Uhr zu einer Diskussionsrunde mit Baubürgermeister Jörn Marx (über ihn finden sich u.a. hier und hier Beiträge) ein. Thema des Abends:

Zukünftiges Bauen in Dresden. Vorwärts in die Vergangenheit?

Veranstaltungsort: Stadtarchiv, Elisabeth Boer-Straße 1.
Gäste sind herzlich willkommen und zahlen eine Kostenbeteiligung von zwei Euro.

Kartenvorverkauf für Zwingerfestspiele gestartet. Aber brauchen wir die?

sebastian · 22.10.2010 · Keine Kommentare

Heute hat also der Vorverkauf für die Zwingerfestspiele mit einer Pressekonferenz im Zwinger gestartet. Ich kann mich ja nicht 100%ig entscheiden, wie ich zu den Festspielen stehen soll. Einerseits ist das natürlich eine gute Werbung für Dresden und mit „Der große Bellheim“ hat Wedel immerhin TV Geschichte geschrieben, wegen der ich ihm auch Sachen verzeihen kann, die ich echt doof fand.

Andererseits ist es aber auch nicht gerade das innovativste Projekt und Werbung macht man dabei vor allem bei mittelbetuchten Mittelstandstouristen aus Mitteldeutschland.

Ich denke aber, dass Dresden mehr denn je Dinge braucht, die für junge Leute interessant sind und unser Image als barocke Hinterwäldler irgendwie verändern kann.

Die Zwingerfestspiele ziehen sicherlich einige Besucher aus Worms, Recklinghausen und Norderstedt! Aber in New York, Stockholm, Tokyo, Moskau & Co dürfte das – sagen wir mal – keine Sau interessieren. Und mehr Besucher passen eh nicht in grünes Gewölbe oder Pfunds Molkerei.

Mein Eindruck von einer Mittelmäßigkeitsgefahr wird durch so originelle Aktionen wie den Fotowettbewerb („Schicken Sie uns Ihre schönste Zwinger-Ansicht!“) nicht gerade geschmälert. Aber nun gut… Ich gehe mal davon aus, die Stadt wird sich das Ganze nicht so viel kosten lassen wie die Stadt Worms?!? Dazu steht ja hier bereits was im Blog.

Wie denkt Ihr darüber?

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