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Kurse und Beratungsangebote für die Kreativwirtschaft

andrea · 24.02.2013 · Keine Kommentare

Dass „Kreativwirtschaft“ gar nicht so einfach ist, ist hinlänglich bekannt. Aber es gibt Beratungsangebote, die niedrigschwellig, authentisch und fachkundig zwingende Grundlagen erklären, die man einfach auf dem Schirm haben MUSS. Nicht nur, um sich später jede Menge Ärger zu sparen, sondern auch, um als professionell wahrgenommen zu werden. Nachdem die Scheune Akademie in den letzten Monaten immer wieder Kurse zum Thema Promo / Marketing / Grundlagen des Musikbusiness gab, geht es nun u.a. an die leidigen Themen Rechnungslegung, Buchhaltung und Steuern sowie Zeitmanagement. Am Montag (25.02.) beginnt für den Zeitraum der nächsten fünf Wochen die Scheune Akademie Abendschule jeweils 19 Uhr mit zweistündigen Seminaren.

Seminar 1 kümmert sich um diese Belange:

Unterschiede zwischen Rechnung, Quittung, Vertrag einerseits sowie Honorar und Aufwandsentschädigung andererseits werden aufgezeigt und an praktischen Beispielen erläutert. Wie sieht also eine vollständige und korrekte Rechnung zwischen den Musikern untereinander aus, ist das überhaupt nötig? Wie rechnet man gegenüber dem Veranstalter ab? Außerdem wird sich die Dozentin den Themen Reisekostenabrechnung und Bewirtungen widmen, welche besonders für Tourneen wichtig sind.

Darauf aufbauend folgt am 04.03. Buchhaltung und Steuer:

Steuernummer, welche ist nun eigentlich die richtige? Was interessiert das Finanzamt überhaupt? Welche Einkunfts- und Steuerarten gibt es? Wie gehe ich mit Belegen und Rechnungen um? Wie kann ich die am besten über das Jahr sammeln, sortieren und ablegen? Mit oder ohne Mehrwertsteuer? Was muss ich als Band GbR bei der Steuer beachten?

Es folgen Termine zum Tourneemanagement, Technik 1×1 und Zeitmanagement. Ausführliche Informationen über Inhalte und Dozenten finden sich auf der Webseite der Scheune Akademie.

Ebenfalls ans Herz legen kann ich Euch die Beratungsgespräche von Katja Großer (Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes Regionalbüro Sachsen, Sachsen-Anhalt,Thüringen), die 1x im Monat in Dresden mit einem kostenfreien Beratungsangebot den Kreativen weiterhilft.

Im persönlichen Gespräch werden Geschäftsideen gegen den Strich gebürstet, weiterentwickelt und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. Außerdem informiert Katja Großer über relevante Netzwerke in der Region und vorhandene Angebote der Wirtschaftsförderung vor Ort.

Das Angebot der kostenlosen und individuellen Orientierungsberatungen richtet sich insbesondere an die vielen Kleinstunternehmen, Projektemacher, Gründer und Freelancer aus den Bereichen Architektur, Design, Musik-, Film- und Rundfunkwirtschaft, Kunst- und Buchmarkt, Software- & Games-Industrie, darstellende Künste sowie Presse- und Werbemarkt.

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich! Termine und weitere Informationen gibt es bei Katja Großer unter grosser(ät)rkw-kreativ.de.

Stimmen zur 1. Impulskonferenz zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen

sebastian · 10.06.2012 · 2 Kommentare

Am vergangenen Donnerstag fand die 1. Impulskonferenz zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen statt. Da wir nicht teilnehmen konnten, hier ein paar Stimmen.

Frank Trepte, Kreatives Leipzig

Größte Erwartung war vorab sicher, mit der Impulskonferenz Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltungen zu erreichen, die bislang wenig Berührungspunkte mit der Kreativwirtschaft finden konnten oder wollten. Das ist sicher gelungen.

Wichtigste Erkenntnis war, dass die Stellen beim Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes bis zum Jahr 2014 gesichert werden konnten. Wie bedeutend die Arbeit von Katja Großer ist, wurde nicht umsonst mehrfach betont. Wir freuen uns darüber sehr. An die Adresse des Freistaats und der Kommunen gerichtet sei aber gesagt, dass sich diese nicht weiter dahinter verstecken sondern mit dem Träger der Bundesinitiative gemeinsam nach Wegen suchen sollten, dieses Engagement langfristig zu sichern bzw zu ergänzen.

Super geklappt hat der Kreativparcours zur Einstimmung auf die Konferenz, den viele der Gäste mit großem Interesse absolviert hatten und sich so mit Kreativschaffenden aus Dresden und Leipzig über ihre Arbeitswelt austauschen konnten. Wir Leipziger sind sehr glücklich über die Entstehung von Wir Gestalten Dresden eV, um auch in Zukunft bei solchen Veranstaltungen gemeinsam auftreten zu können. Auch in der Landespolitik wird der Druck spürbar zunehmen, wenn die Branchenverbände beider Großstädte hier gebündelt auftreten. Und erste Pläne sind mit Blick auf die Landtagswahl 2013 bereits am Entstehen..

Anika Jankowski, Scheune Akademie Dresden

Erhofft habe ich mir eine Vernetzung der Akteure der KKW. Das ist auch im Kleinen geschehen, dafür waren die Stände am Anfang sehr sinnvoll. Besonders positiv fande ich die Präsenz von realtiv vielen politischen Akteuren. Deshalb erhoffe ich mir eine mutige und vor allem zeitnahe politische Resonanz auf das Event – finanzielle Unterstützung, Verbesserung der Arbeitsbedingungen von außen… Großartig waren die Key Notes von Sebastian Dresel – Beauftrager für KKW in Mannheim – der die Veranstaltung sehr inspirierend zusammengefasst hat.

Die gestalten Dresden: Kreativwirtschaftsverband gegründet

sebastian · 01.03.2012 · 2 Kommentare

Gestern hat sich in der Groovestation – wie angekündigt – unter dem Deckmantel des ehemaligen Agenturnetzwerks „Wir gestalten Dresden“ ein Branchenverband für Kreative und Kulturwirtschaft in Dresden gegründet. Die federführenden Mit-Initiatoren Claudia Muntschick und Maik Roßmann wurden zum Vorstand gewählt, ein Aufsichtsrat vertritt die 12 Teilbranchen. Die Sparte Musik repräsentiert der Nils vom Musikzentrum Volume11. Eine gute Wahl, finde ich! Über 35 Mitglieder und 6 Fördermitglieder sind von Anfang an dabei. Jetzt müssen konkrete Ziele geplant werden. Einer der nächsten Schritte werden ein Kommunikationskonzept für die interne und externe Kommunikation sein. Da aber bereits mehrere Agenturen ihre Unterstützung signalisiert haben und zu den Mitgliedern und Förderern gewiefte Netzwerker wie Andreas Schanzenbach und Peter Stawowy gehören, dürfte es auch da schnell voran gehen.

Ich wünsche viel Erfolg und hoffe, dass in Dresden durch den Branchenverband mehr Leute für die Bedeutung der Kreativwirtschaft sensibilisiert werden. Dresden ist mehr als barock!

Bewegung in der lokalen Kreativwirtschaft: Flying Music Circus und Wir Gestalten Dresden

sebastian · 22.02.2012 · Keine Kommentare

Eigentlich war die Gründung eines Branchenverbandes für Kreative und Kulturwirtschaft in Dresden ja bereits im Dezember geplant. Nachdem man sich damals aber noch beschnuppern und branchentypisch lange diskutieren musste, ist es am  29. Februar tatsächlich soweit.
Bereits heute online gegangen ist die Website vom Projekt „Flying Music Circus“, bei dem Akteure aus Leipzig, Chemnitz und Dresden versuchen wollen, unter Schirmherrschaft von Sebastian Krumbiegel die Vernetzung der Sächsischen Subkultur voranzubringen.

Wir gestalten Dresden – Aus Agenturbündnis wird Kreativwirtschaftsverband

Wir gestalten Dresden war bisher als Name des Dresdner Agenturbündnisses von über 70 Kreativagenturen bekannt. Dieses Bündnis stellt seine Arbeit ein und übergibt den Namen an einen gänzlich neuen, davon unabhängigen Branchenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft.

Der Branchenverband will vorhandene Strukturen der Branche sicht­bar machen und ein öffentliches Verständnis festigen, Leistungen der Akteure kommunizieren und seinen Mitgliedern direkte Un­terstützung bieten.

Er soll die interdisziplinäre Vernetzung stärken, den Trans­fer von kreativem Know-how zu Unternehmen und öffentlichen Institutionen konkret fördern und die Ei­gen­in­teressen seiner Mitglieder gegenüber Politik und Verwaltung wirksam vertreten. Die Mitglieder des Verbandes wollen aktiv Rahmenbedingungen mitgestalten und auf lokaler Ebene nachweisen, dass einfließende Wünsche und Anforderungen von Mittelständlern zum Großteil deckungsgleich mit jenen der wirtschaftlichen Kleinunternehmer ausfallen. Auf die in Dresden aktuell anstehende Gestaltung kommunalpolitischer Regulierungsmittel möchte der Verband konkret einwirken.

Die Gründungsversammlung: 29. Februar, 19 Uhr, GrooveStation/Lofthouse, Katharinenstraße 13

Flying Music Circus – Spitzenförderung für die Subkultur

Das Projekt Flying Music Circus ist Ergebnis einer Netzwerkarbeit zwischen Musikinitiativen in Leipzig, Chemnitz und Dresden und unterstützt sächsische Künstler in den drei wichtigsten Bereichen: öffentliche Wahrnehmung, Gigs in anderen Städten sowie Grundwissen zur Musikwirtschaft. 
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Hand in Hand oder Du an meiner? Workshop Kultur- und Kreativwirtschaft

sebastian · 26.10.2011 · Keine Kommentare

Am Sonnabend moderiere ich einen Workshop beim Netzwerktreffen Kultur- und Kreativwirtschaft der Grünen-Landtagsfraktion zum Thema „Kooperationen und Netzwerkprojekte“ und ich möchte Euch hier gern meine Idee für den Workshop vorstellen und Einwände oder Anregungen entgegennehmen.

Hand in Hand oder Du an meiner?

Auch wenn ich mir offenbar irgendwie den Ruf des Netzwerkers eingefangen habe, der Begriff selbst hängt mir gerade ehrlich gesagt total zum Hals aus! Zu oft macht das Zauberwort „Vernetzung“ die Runde, ohne dass konkrete Ziele oder Projekte damit verbunden sind. Und wenn ich etwas wirklich hasse, dann sind das die gar nicht mal so seltenen Kontaktanfragen beim Business-Netzwerk XING, in denen es heißt: „Lassen Sie uns vernetzen. Man weiß ja nie, wozu es gut ist.“ Hallo? Wer nicht weiß, wozu es gut ist, der soll mich doch bitte in Ruhe lassen! Außerdem erklingt der Ruf nach Vernetzung gefühlt immer dort besonders laut, wo man das Gefühl hat, da kriegt es bloß einer alleine nicht gebacken. Nicht selten fragen erfolgreiche Kreative: Ich habe es ohne Netzwerk geschafft – wenn ich mich auf Dich einlasse, gehen wir dann Hand in Hand oder Du an meiner?

Wieso moderiere ich Stinkstiefel dann so einen Workshop und was passiert dort?
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Wie gut sind die deutsch-türkischen Beziehungen in der Berliner Kreativwirtschaft

sebastian · 09.09.2011 · 1 Kommentar

Eine Sache, die mir bei der Berlin Music Week erneut aufgefallen ist, ist die offenkundig schwache Vernetzung deutscher und türkischer Kreativ-Akteure. Oder bilde ich mir das nur ein?

In Berlin leben über 170.000 Menschen türkischer Herkunft, türkische Indiebands habe ich aber im kompletten Programmheft der Berlin Music Week so gut wie keine finden können. Dabei gibt es – wie wir spätestens seit Fatih Akins Crossing the Bridge wissen – eine unglaublich bunte und innovative Musikszene in der Türkei. Auch für deutsche Start-ups sollte doch der türkische Markt trotz aller Restriktionen sehr interessant sein.

Die Türken sind heiß aufs Netz! Die Türkei gehört zu den aufstrebenden Internetnationen und die wirtschaftliche Lage ist nicht die schlechteste! Die Wirtschaft der Türkei wächst wie keine andere, vor allem dank der Konsumfreude ihrer Bürger.

Es sollte möglich sein, in Berlin Leute zu finden, die beide Länder und beide Sprachen kennen und Gruenderszene.de weiß zu berichten:

Die unternehmerfreundliche Politik, die unkomplizierten Gründungsmöglichkeiten in der Türkei und die niedrigen Barrieren, als Deutscher in der Türkei eine Arbeitserlaubnis zu erhalten, vereinfachen den Start in den türkischen Markt.“

Aber nach der Partnerbörse eDarling und XING hat eigentlich nur Zanox mit einer Expansion in die Türkei Schlagzeilen gemacht.

Aber auf der Berlin Music Week, insbesondere auf der Popkomm? Kein Panel, keine Informationen, keine Bands, keine Akteure. Oder ich hab sie übersehen… ?

  • Wie schätzt ihr die Situation ein? Sollte/Könnte nicht gerade Berlin sich engagierter zeigen? weiterlesen…

Drumfestival: Werbetrommel für die Dresdner Kreativwirtschaft

sebastian · 20.08.2011 · Keine Kommentare
17. September 2011
11:00 Uhr
scheune, Dresden

Gute Schlagzeuger sind ebenso selten wie wichtig, um als Liveband sein Publikum wirklich zu packen. Sie sind der Motor einer Band und wenn der Motor stottert, tanzt auch der betrunkenste Mechaniker nicht.

Gute Schlagzeuger, die sich nicht zu fein waren für die dreckige, anstrengende und zumeist unterirdisch bezahlte Rock- und Pop-Arbeit, waren in Doube-D-Town lange Zeit so selten wie Hitzefrei in Kiel. Und so holperten sich diverse Bands mit den immer selben Gesichtern über die Bühnen einer Stadt, die sich Kulturstadt nennt. Ein Drummer in vier Bands war keine Seltenheit.

Die Stadt mit den besten Schlagzeugern kriegt die besten Bands!

Mittlerweile tut sich aber was und wenn die Stadt Dresden clever ist, dann erkennt sie das Potential. Denn eine Stadt, welche die Werbetrommel mit einem Pool begabter Drummer rühren kann, die wird schnell sehr interessant werden für Gitarristen, Sänger, Keyboarder und hoffentlich Produzenten und Manager. Basser hatte Dresden schon immer genug, irgendwie passt das gut zur gemütlichen Lebensform der Ostsachsen…!

Da sind zum Beispiel Micha von Pretty Mery K, der für ein sehr melodisches, warmes und gefühlvolles Spiel steht oder der nach Dresden gezogene überragende Dyse-Drummer Jari Rebelein. Auch A Poor Man´s Memory überzeugten mich nur dank der verspielten aber punktgenauen Post-Rock-Beats.

Fünftes Dresdner Drumfestival

Ein wichtiger Baustein der Werbetrommel könnte das 5. Dresdner Drumfestival sein. Mit viel Liebe und Leidenschaft organisiert der Verein in der scheune am 17. September Workshops, Performances und Konzerte auf 3 Bühnen. Nationale und internationale Gäste (Brasilien, USA; Iran, Ungarn) treffen auf die Dresdner Szene. Am Abend darf sich der Mittelstern-Leser vor allem auf das Live-Dubstep-Set der Bulldogs aus Berlin freuen.

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scheune lädt zum Forum der Kreativwirtschaft Dresden Neustadt

sebastian · 04.08.2011 · Keine Kommentare
15. August 2011
19:00 Uhr
scheune, Dresden

Magnus Hecht ist Chef der scheune und trägt einen wunderbaren Schnauzbart am und viele Ideen im Kopf. Ein echter Kreativer halt! Gemeinsam haben wir die Workshops der Stadt Dresden begleitet, die Bestandteil einer Studie zur Kreativwirtschaft der Stadt waren. Er sagt:

Ein klares Ergebnis der Studie war, dass es in Dresden ein Kreatives Quartier gibt, nämlich die Äußere Neustadt. Mit großem Abstand die meisten Unternehmen und Einzelunternehmer der Branche sind hier angesiedelt. Ein großes Geschenk. Andere Städte müssen viel investieren, um eine solche fruchtbare Ballung von Potenzial anzuregen.“ und hat damit sicher nicht unrecht.

Ein klarer Trend (und offensichtlich städtischer Fokus) geht aber auch Richtung der touristisch besser wahrgenommenen Friedrichstadt samt Ostragehege und die Frage ist, welche Auswirkungen dies auf die Neustadt hat. Sind die Kreativen hier überhaupt noch gerne zu Hause oder ist es hier längst zu „steril“? Braucht es überhaupt kreative Zentren, preiswerte Unterkünfte und/oder Freiräume? Wie gleich oder unterschiedlich sind die Bedürfnisse von Architekten, Werbeagenturen und DJs? Gibt es gemeinsame Interessen der Neustädter? Und wie sehen diese aus?

Fragen für mindestens fünf Abende! Und somit bleibt zu hoffen, dass sich das Forum Kreative Neustadt am Montag, 15. August (Beginn 19:00) nicht verheddert und in nicht zielführenden Diskussionen und wehmütigen Erinnerungen an früher (Hinterhöfe, Keller, ordnungsamtfreie Zone) versandet.

Mein Wunsch an den Abend ist eine Diskussion (mit Ergebnis) darüber, ob es Sinn macht, ein lokales Netzwerk Kreative Neustadt zu formalisieren (Stammtisch, Verein, Initiative) oder ob eine vertikale Vernetzung der einzelnen Sparten über die ganze Stadt nicht sinnvoller ist. Ist der Neustädter DJ dem Werbegrafiker aus dem Nachbarbüro näher als dem DJ aus Weinböhla?

Weitere Fragen sind für mich dementsprechend:

– Brauchen wir Kreativen (mehr) Touristen/Besucher im Viertel? Wenn ja, dann sollten wir uns gemeinsam vermarkten!
– Sind Mietpreise und Freiflächen das A und O für Kreative? Dann sollten wir uns evtl. einfach verabschieden!
– Können wir gemeinsam Dinge auf die Beine stellen, von denen wir und das Viertel profitieren?

Um diese Fragen klären zu können, soll zunächst ein Vertreter der Wirtschaftsförderung die Ergebnisse des Kreativwirtschaftsberichts präsentieren. Außerdem wird Frank Trepte vom Verein Kreatives Leipzig ein Projekt aus dem Nachbarstädtchen im Nordwesten vorstellen.

Man darf gespannt sein! Bisher hat sich jedenfalls auf Facebook schon eine sehr illustre Gästeschar angekündigt.

Meinel Meile und Kraftwerk Mitte – Die Dresdner Kreativwirtschaft

sebastian · 29.06.2011 · 3 Kommentare

Verfasst: 08.06.2011
Publiziert: 29.06.2011

Während gestern (Anmerkung: Dieser Beitrag harrte bis zur Veröffentlichung der Studie letzten Mittwoch seiner Dinge. Und da war ich auf Reisen) die Dresdner Kreativwirtschaftszweige Marketing und Medien mit über 150 Gästen auf einer selbst initiierten Party netzwerkte, präsentierte die Stadt Dresden vor 25 Leuten die Ergebnisse ihrer Untersuchung zu Gegenwart und Zukunft der Kreativwirtschaft.

Diese Studie wird seit August 2010 von der Prognos AG durchgeführt, die dazu neben statistischen Analysen auch eine Umfrage und drei Workshops mit Vertretern der Kreativwirtschaft durchgeführt hat. An den ersten beiden Workshops habe ich teilgenommen und im Konzeptspeicher berichtet (Workshop 1 und Workshop 2)

Bei der Präsentation wurden die Ergebnisse nur auszugweise veröffentlicht. Sie gehen jetzt erstmal in die Ausschüsse. Handlungsempfehlungen wurden daher nur angedeutet. Überraschungen blieben aus. Die Studie ist noch nicht veröffentlicht, daher sollen hier nur einige Dinge erwähnt werden.

Ergebnisse:
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Nachbericht zum zweiten Workshop zur Kreativwirtschaft in Dresden

sebastian · 08.11.2010 · 12 Kommentare

Heute fand der zweite Workshop zur Kreativwirtschaft in Dresden statt.

Wie schon nach dem ersten Workshop möchte ich Euch gerne einen -natürlich sehr subjektiven – Eindruck des Treffens sowie einige Gedanken dazu schildern. Ich hoffe sehr, dass sich die anderen Teilnehmer zu Anmerkungen, Kommentaren und Ergänzungen bewegen lassen. Wer mag, kann sehr gerne seine Gedanken hier als Gastkommentar direkt im Blog veröffentlichen!

Im Mittelpunkt stand heute die Frage nach räumlichen Standortfaktoren. Es sollte also erfasst werden, welche Kreativ-Areale bereits bestehen, welche Standorte in Dresden besonders viel Potential aufweisen und welche konkreten Stadtentwicklungsansätze nötig oder wünschenswert sind.

Ich gebe zu, im Vorfeld der Veranstaltung war ich sehr skeptisch, ob (mir) die Veranstaltung wirklich viel bringen kann. Als Vertreter der Agenturlandschaft und der Musikwirtschaft sah ich das Thema „Kreativ-Areale“ immer als „eher weniger wichtig“ (für die Agenturlandschaft) beziehungsweise als Luxusproblem (für die Musikwirtschaft).

Dezentrale Produktion – zentrale Präsentation

Agenturen brauchen eine gute Verkehrsanbindung, eine inspirierende Umgebung (je nach Vorliebe) und Lokale mit gutem Mittagsangebot in der Nähe. Und natürlich funktionierendes Hochgeschwindigkeitsinternet (Grüße nach Striesen). Wirklich wichtig ist es dabei nicht, ob jetzt drei oder dreißig weitere Kreative in der Umgebung ihre Arbeitsplätze haben. So groß ist Dresden dann auch wieder nicht. Vor allem: Die Kunden sitzen sowieso weiter weg als jeder Partner vor Ort. Mobilität gehört also zum Standard.

Für die Musikwirtschaft ist das ähnlich, allerdings aus ganz anderen Gründen. Es gibt hier außer den Veranstaltungsunternehmen so wenige gesunde, wirtschaftliche Betriebe im Bereich Pop/Rock (Labels, Verlage oder Künstleragenturen), dass Synergieeffekte durch ein Kreativ-Areal sicherlich ein nettes Gedankenspiel darstellen, die Branche aber eindeutig ganz andere Sorgen hat (finanzielle Ausstattung, Kreditwürdigkeit). Proberäume sind über die ganze Stadt verteilt durchaus vorhanden und bilden mehr oder weniger bereits jetzt eigene Kreativzentren. In Dresden fehlen eher Auftrittsmöglichkeiten für lokale Bands und professionelle Vermarkter (Labels, Künstlermanagement, Verlage) als Proberäume, Büros oder Kreativzentren.

Wie ich heute aber lernen durfte, ist das durchaus ein spartenübergreifendes Spiegelbild für die Dresdner Kulturwirtschaft. Das Problem sind nicht die Bedingungen der Produktion sondern die der Präsentation.

Der Workshop heute war so aufgebaut, dass an vier Tischen jeweils etwa 8-10 Personen (bunt gemischt) zusammen eine Art Soll/Ist-Präsentation erarbeiten sollten. Auf Stadtplänen wurde dabei gezeigt, wo Branchen jetzt zu Hause sind, welche Areale das größte Potential aufweisen und welche Verknüpfungen sich zu Baubestand und Infrastruktur darstellen lassen.

Über aktuelle Leerstände, nutzbare Brachflächen oder andere Sorgenkinder der Stadt wurden wir dabei im Vorfeld nicht informiert. Dabei wäre das sicherlich ein sehr guter Ansatz gewesen, nicht nur zu fragen, was die Stadt für die Kreativen tun kann, sondern den Spieß auch umzukehren. Wenn ihr mich fragt: Die Stadt hat wahrscheinlich mehr Probleme als die Kreativen! Imageprobleme, Gentrifizierung, Leerstände oder Vergreisung diverser Genossenschaftssiedlungen mal als Beispiele genannt.

Das ist nämlich auch das, was wir Kreative vor allem wollen: Gefragt werden! Gehört werden! Uns einbringen!

Vielleicht entwickelt sich aus den Workshops ja eine Art Forum für diesen Austausch.

An meinem Tisch saßen unter anderen VertreterInnen des Literaturbüros, vom Geh8, von Sputnik-Dresden, vom Filmverband Sachsen sowie Multimediavertreter aus dem engen und erweiteren Kreis der IG Kraftwerk Mitte sowie Rene Schulze, der seit einiger Zeit im Auftrag einer Dresdner Stadtentwicklungsgesellschaft an Konzepten arbeitet.

Für ein Aha-Erlebnis hat bei mir Paul Elsner vom Geh8 gesorgt, der die Notwendigkeit aufzeigte, Produktion und Präsentation der künstlerischen und kulturwirtschaftlichen Arbeit getrennt voneinander zu betrachten. Wahrscheinlich ist das Stoff im 1. Semester Stadtentwicklung, aber ich als Laie habe das so noch nie betrachtet. Durch diese Trennung konnte ich alle anderen Ausführungen aus einem ganz neuen Blickwinkel sehen.
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