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Nils Frahm

WochenendEinklang: Nils Frahm – Screws

kristin · 28.09.2012 · Keine Kommentare

Nils Frahm - Screws»Ein unerwarteter Urlaub«, dachte sich Nils Frahm, nachdem er sich den Daumen seiner linken Hand gebrochen hatte, Auftritte und Projekte absagen musste und von seinem Arzt Klavierverbot verordnet kam. Langweilig. Für einen wie Nils muss Klavierspielen dieselbe Bedeutung haben, wie für alle anderen Atmen. Und wenn es eben mal nicht mit voller Kraft geht, dann reichen auch neun Finger. Für jeden davon nahm Nils Nacht für Nacht ein kleines Stück auf und veröffentlichte diese schließlich auf Screws zum kostenlosen Download.

 

SPOT Festival: Nils Frahm im Interview

kristin · 11.05.2012 · 1 Kommentar

Vor nicht ganz zwei Monaten verzauberte Nils Frahm das Dresdner Publikum im ausverkauften Societaetstheater mit seiner Musik, charmanter Bühnenpräsenz und einer spontanen Improvisation mit Linda von Rookfly. Wer dabei war, wird gern an diesen großartigen Abend zurückdenken. Juliane Hanka hat dafür in ihrer Rezension für die DNN die passenden Worte gefunden und sie uns zum Nachlesen zur Verfügung gestellt. Danke!

In der Zwischenzeit ist Nils durch Süd- und Nordamerika getourt, hat in Zusammenarbeit mit Ólafur Arnalds die EP Stare veröffentlicht und trat letztes Wochenende gemeinsam mit der dänischen Band Marybell Katastrophy auf dem SPOT Festival in Århus auf.

Insgesamt fünf Songs aus dem Repertoire beider Acts sollten für das Konzept InterSPOT gemeinsam auf der Bühne interpretiert werden. Im Store Sal des Musikhuset, der ausgestattet mit ca. 1600 Sitzplätzen nicht nur groß sondern riesig wirkte, wollte sich die für Nils‘ Konzerte typische intime und entrückende Atmosphäre nicht einstellen. Zu den ersten Pianotönen waren gegenseitige ’schön!‘-Bekundungen und Gänsehautschauer dennoch eindeutig nicht zu unterdrücken. Diesem ersten Stück von Nils Frahm verlieh Sängerin Marie Højlund einen Text und ihre Stimme. Der Saal rückte ein wenig enger zusammen, als alle Bandmitglieder von Marybell Katastrophy einem weiteren Stück von Nils Frahm ihre Parts am und sogar im Klavier behutsam hinzufügten. Dennoch wurde die Genialität der Frahm’schen Stücke durch die eingängigen Elektropop-Songs von Marybell Katastrophy ein wenig überrollt.

   

Am Morgen vor dem Auftritt nahm sich Nils zwischen Frühstück und Probe etwas Zeit, um mit mir im Hotelfoyer trotz leicht angekratzter Stimme (dänisches Bier!) über seine Tasche, die Zusammenarbeit mit Marybell Katastrophy und Ólafur Arnalds und einiges andere mehr zu sprechen:

Am brennendsten interessiert es mich ja, was es mit deiner Tasche auf sich hat. Ist das ein Ritual, dass du die auf der Bühne abstellen musst, um spielen zu können?
Naja, ich bin ein Gewohnheitstier. Ich hab da irgendwann mit angefangen und jetzt mach ich das halt so. Oder vielleicht krieg ich ja mal ’n Freitag Sponsorship. Das wär‘ nett, eigentlich. … weiterlesen…

WochenendEinklang: Ólafur Arnalds & Nils Frahm – Stare

kristin · 27.04.2012 · Keine Kommentare

Zum Record Store Day, am 21. April, veröffentlichten Ólafur Arnalds und Nils Frahm ihre erste gemeinsame EP Stare. Nachdem die beiden schon im Juli 2011 im Roten Salon in Berlin auf Ólis Solotour erstmals gemeinsam live improvisierten, trafen sie sich einige Zeit später in Nils‘ Studio in Berlin zum Jammen. In vier Tagen entstand dort das Stück b1 (Cello by Anne Müller). Das Ganze wiederholten sie in Ólafurs Studio in Island, wo sie die Stücke a1 und a2 aufnahmen.

Ich weiß noch immer nicht, was ich von Stare halten soll – die Musik hat eine sehr beruhigende Wirkung auf mich und ist mir übers immer wieder Hören ans Herz gewachsen, ohne dass sie mich so richtig begeistert.

Hört selbst und habt einen entspannten Start ins Wochenende!


via Drowned In Sound

Stare gibt’s ausschließlich auf Vinyl und als digitalen Download im Store von Erased Tapes Records. Nils begründete diese Entscheidung kürzlich in einer Statusmeldung auf seiner Facebookseite, die zu lebhafter Diskussion führte:

hello friends,

people keep asking me if there are some ’stare‘ cds out there. well, we decided against the cd in this case, knowing that most of you (including me) usually just import the cd on a computer and never look at the cd again. cd sales went down 25% the last year and i visited the cd’s grave in budapest. so yes, the cd will die. it is sad really, but just how it is.

i am doing mastering and really care about sound when it comes to music production, so please consider:

playing music out of your computer speakers from sound cloud is not really ideal. there are many things missing due, bad speakers, mp3 compression and all. the musicians worked hard to make a nice mix of their music, just so that people never hear all the details hidden in the music.

30 years ago, our daddys bought expensive stereo systems in order to impress your mamas with their great sounding records. those days are over. a lot of people don’t even have a stereo system anymore. bummer!

my advise:

buy a vinyl player, some old amplifier and some speakers and start collecting vinyl. the best way listening to music since many decades. vinyl records are wonderful and will be your new best friend. they sound, feel and look incredible.

please don’t let sonic joy disappear. spinning a great sounding vinyl at home and really listening to it is the most amazing thing and will make your day(s) on planet earth even more rewarding.

the cd might die, mp3s are very sad little bastards :)
vinyl will always be there.

love to you and your ears,
nils

Dienstagskonzert: Nils Frahm

kristin · 07.03.2012 · 1 Kommentar
20. März 2012
20:00 Uhr
Societaetstheater, Dresden
VVK 10,50 €
Verlosung

»Das Konzert wird bestimmt schön, aber die CD kann man sich eigentlich nicht anhören. Die rauscht so?!« sagte meine Dienstagspluseins, nachdem sie die Einladung zum Konzert von Nils Frahm nebst aktuellen Tonträger in ihrem Briefkasten fand.

Recht hat sie – das Konzert wird ganz sicher sehr schön! Und ja, Nils Frahm bricht auf Felt mit der Hörgewohnheit perfekt produzierter Musik. Um das im Oktober 2011 erschienene Album rankt sich die sympathische Geschichte, dass Nils ursprünglich die Nerven seiner Nachbarn schonen wollte, indem er sein Klavier mittels Filz (engl. felt) dämpfte, wenn er in der nächtlichen Stille seines Berliner Wohn-Studios musizierte. Dabei kann ich mir Schlimmeres vorstellen, als neben Nils Frahm zu wohnen und durch seine Musik in den Schlaf »gestört« zu werden…

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Mitbringsel vom SPOT Festival 2018: August Rosenbaum

kristin · 29.05.2018 · Keine Kommentare

Am zweiten Maiwochenende fand im dänischen Aarhus das SPOT Festival statt, jenes kleine, feine Lieblingsfestival, das einmal im Jahr sein Bühnenlicht auf Newcomer und etablierte Künstler der dänischen und (überwiegend) skandinavischen Musikszene richtet. Nach einem Jahr entschuldigten Fehlens, habe ich von meinem sechsten SPOT mit Khalil und August Rosenbaum zwei neue Lieblingsacts mitgebracht und konnte meine alte, beinahe vergessene Begeisterung für When Saints Go Machine auffrischen.

 
August Rosenbaum - live @SPOT Festival 2018Den Pianisten August Rosenbaum hatte ich überhaupt nicht auf meinem SPOT-Schirm, was daran gelegen haben muss, dass in der Info zum Lineup des Festivals als Hörbeispiel einer seiner Songs verlinkt ist, dem die dänischen Soul-Sängerin Coco O. ihre Stimme aufgesetzt hat, womit ich – nach wie vor – nicht viel anfangen kann.

Der Zufall wollt’s, dass mein SPOT-Freitag auf der Dayparty des Kopenhagener Labels Tambourhinoceros einklang, bei der in der sonnigen Gewächshaus-Atmosphäre des Dome Of Visions Frühschoppen statt Frühstück serviert wurde. Und dann saß da, vor dem Ausblick aufs Aarhuser Hafenbecken, ein junger Mann mit Basecap am Piano. Und plötzlich war alles nur noch Gänsehaut. August Rosenbaum - live @SPOT Festival 2018
Das war mir mehr als Anlass, August Rosenbaums offiziellen Auftritt in meinen Festivalplan zu basteln.

Was dann am nächsten Tag im großen Saal des Musikhuset geschah, vermag ich nicht mehr im Detail zu rekonstruieren. Dort eingekuschelt im rotsamtigen Theatersitz wie auch hier im erinnernden Rückblick, versinkt das was Rosenbaum, sein Drummer, Licht und Ton da präsentiert haben zu einem allerschönsten Rausch aus klaren Klaviertönen und verspielter Electronica, wummernden Bässen, mucksmäuschenstillen Pausen und Beleuchtung auf den Punkt; Alles überzogen von anhaltenden Gänsehautschauern.
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10 Jahre Dienstagskonzerte im Soci – gefeiert wird am Sonntag

andrea · 29.09.2016 · Keine Kommentare
2. Oktober 2016
19:00 Uhr
Societaetstheater, Dresden

Keine Ahnung, wie viele Konzerte der Reihe im Societaetstheater wir in den letzten zehn Jahren besucht haben, es waren so einige. Während das Publikum im Plüschsessel versank oder anfangs auch mal auf Podesten im leergeräumten Saal saß, wussten die meisten Künstler – hauptsächlich aus dem musikalisch ruhigeren Bereich – eigentlich immer zu überzeugen. Spontan fallen mir Pelle Carlberg, Rökkurró, Nils Frahm, Einar Stray, Me and My Drummer, Sophia, Immanu El ein. Ina Conradi, die für die Durchführung der Konzertreihe verantwortlich zeichnet, hat sich mit viel Arbeit und vor allem jeder Menge Leidenschaft durch dieses Jahrzehnt gebissen, ist lampenfiebrig im Theaterfoyer rumgeflippt, wollte unbedingt, dass Dresdner Konzertgänger Neues geboten bekommen, ihren Horizont erweitern. Mission erfüllt, Ina! Mittlerweile ist das Label „Dienstagskonzert“ ein Gütesiegel.

Am Sonntag, den 2.10. wird nun also der 10. Geburtstag gefeiert. Auf der Bühne stehen ÄTNA.

„Die Sängerin Inéz und der Trommler Demian erschaffen Songs, die uns nicht mehr loslassen. Satte Bässe, Klaviere, Elektronik, Drumbeats und Klanggemälde umgarnen hier eine Stimme, die betört, ergreift und nachhallt. … Ihre Debüt- EP haben sie soeben mit Moses Schneider aufgenommen, dem genialen Produzenten von Tocotronic, AnnenMayKantereit und den Beatsteaks. Hinter Inèz und Demian verbergen sich aber keineswegs Musiker, die „noch am Anfang stehen“. Beide blicken solo und in anderen Kollaborationen auf eine Menge großartiger, musikalischer Erfahrungen zurück.“

Chantal Acda – Let Your Hands Be My Guide

kristin · 02.04.2014 · Keine Kommentare
8. April 2014
20:00 Uhr
Societaetstheater, Dresden
VVK 8 € | AK 10 €
Verlosung

Ihren musikalischen Weg bestritt die Belgierin Chantal Acda bislang als Teil verschiedener Formationen wie Sleepingdog, Isbells und True Bypass, als sie im letzten Jahr beschloss, dass es an der Zeit für ein Solo-Album ist. Anders, als man das Wort solo im ersten Moment auslegen möchte, suchte sich Chantal für die Umsetzung ihres Projekts prominente Unterstützung.

Ganz passend zum Titel Let Your Hands Be My Guide spielt sich Nils Frahm mit unverkennbarer pianistischer Handschrift durch das Album; Er übernahm für die Aufnahmen, die in seinem Berliner Durton Studio stattfanden, außerdem die Rolle des Produzenten.
Chantals gesanglichen Gegenpart besetzt Peter Broderick, dessen Stimme durch seine Solowerke ebenso vertraut sein dürfte, wie durch die Kooperation mit Nils Frahm im Projekt Oliveray, und dessen Name kaum ohne den Hinweis auf seine frühere Zusammenarbeit mit der dänischen Institution Efterklang genannt werden kann.


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Countdown Haldern Pop #2 – Lubomyr Melnyk

kristin · 06.08.2013 · Keine Kommentare

»Wo wart ihr eigentlich, als ich dreißig war?«, soll Lubomyr Melnyk gefragt haben, als seine jüngste Veröffentlichung Corollaries (aufgenommen und produziert von Peter Broderick mit Unterstützung von Nils Frahm und Martyn Heyne) im vergangenen Frühjahr durch das Label Erased Tapes Records einer breiteren Aufmerksamkeit zugänglich wurde. Der kanadische Pianist ukrainischer Abstammung dürfte mit seinen 64 Jahren schon deutlich länger musikalisch aktiv sein, als seine Erased Tapes-Mitstreiter auf der Welt sind. In den siebziger Jahren war Lubomyr Melnyk Vorreiter der »Continous Music«, die eine speziellen Technik des Klavierspiels erfordert: Extrem schnelle Anschläge und der Einsatz der Pedale weben einen dichten Klangteppich mit Obertönen und Resonanzen.

Wie das ohne musikwissenschaftliche Vorbildung und vor allem auf einem Festival funktioniert? Lubomyr Melnyk ist für mich der spannendste Künstler auf dem diesjährigen Haldern Pop.

Donnerstag, 17:15 Uhr, Kirche

Du die Schwalbe, wir der Sommer – 30 Jahre Haldern Pop Festival

kristin · 27.07.2013 · Keine Kommentare
8. August 2013 bis 10. August 2013
Location siehe Text, auswärts
Rees-Haldern

Im nordrhein-westfälischen 5000 Einwohner-Dorf Haldern, das zur Stadt Rees gehört, feiert das Haldern Pop Festival in diesem Jahr vom 8. bis 10. August sein 30jähriges Jubiläum. Während die einen das Linup der diesjährigen Ausgabe als dem Anlass nicht angemessen spektakulär benörgeln, üben sich andere schon seit Wochen, ja Monaten, in großer Vorfreude.

Haldern Pop Festival 2012 by Dominik PietschFür mich persönlich wird dieses erst mein zweites Haldern Pop Festival. Nachdem ich bei meinem ersten Besuch 2011 von James Blake, Nils Frahm und Warpaint, von Spiegelzelt, Kuhwiese und Co. recht angetan war, ziehen mich in diesem Jahr vor allem Namen wie Half Moon Run, Ásgeir Trausti (der neuerdings nur noch seinen Vornamen als Künstlernamen verwendet) und Efterklang auf den Haldernschen Reitplatz sowie die Gewissheit, dass Buke And Gase und Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi einige bekannte Gesichter aus Dresden im Anhang haben werden.

Neben einigen Überraschungen anlässlich des Jubiläums, wie z.B. einer Klangcollage des Musikers Denis Jones zu jedem Festivaltag, wollen die Haldern Pop Macher die besondere Atmosphäre ihres Festivals außerdem in einem Dokumentarfilm mit dem Titel Du die Schwalbe, wir der Sommer festhalten. Und da man mit Herzblut und Leidenschaft zwar viel erreichen, aber nicht alles bezahlen kann, gibt es für das Projekt eine Crowdfunding-Initiative. Bei Startnext könnt ihr die Produktion unterstützen und dafür zwischen verschiedenen Dankeschöns wählen.

Da ist es nun an der Zeit, die Tage zu zählen und sich ein letztes Mal durchs Lineup zu stöbern, bis endlich Gummistiefel, Zelt und Schlafsack gepackt werden können. In den nächsten Tagen wird es auf Mittelstern einen kleinen Countdown geben, der einige Acts vorstellt und versucht, Vorfreude in Worte zu fassen.

Ólafur Arnalds: For Now I Am Winter

kristin · 19.05.2013 · Keine Kommentare
25. Mai 2013
21:00 Uhr
Kampnagel, Hamburg
VVK ab 23 €
Verlosung
26. Mai 2013
21:00 Uhr
Theaterfabrik, Leipzig
VVK ab 22 €
Verlosung

Jahreszeit hin oder her, Wetter ist eh immer und mit seinem im März dieses Jahres erschienenen Album For Now I Am Winter hat Ólafur Arnalds erneut einen dieser kostbaren Ruhepunkte geschaffen, der es alltagsgestressten Seelen ermöglicht, sich für einen Moment aus aller Hektik zurückzuziehen.

Immer wieder gelingt es Ólafur Arnalds mit seiner Musik die Geschwindigkeit, mit der wir gewöhnlich durch unsere Leben hasten, auszubremsen und Gedanken und vor allem Gefühlen einen Raum zu geben, in dem sie sich geführt von minimalistischen Klavierpassagen und hinreißenden Streichersequenzen, auf eine Art entfalten können, die sich seltsam natürlich und vertraut anfühlt.

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