Eilige Ticketverlosung im Blindflug: Xiu Xiu auf Kampnagel

kristin · 23.05.2014 · Keine Kommentare
27. Mai 2014
20:00 Uhr
Kampnagel, Hamburg
VVK ab 15 €, AK 17 €
Verlosung

Xiu Xiu - Foto: Dan BleckleyEs gehört zu den Dingen, die einem so peinlich sein sollten, dass man sie lieber für sich behält: Ich habe mich noch nie mit dem musikalischen Werk von Xiu Xiu auseinandergesetzt. Das ist ganz gewiss nicht zu entschuldigen; nicht mit dem Mangel an Gelegenheit oder veröffentlichter Musik – es erschienen immerhin neun Alben in fünfzehn Jahren Bandbestehen – und auch nicht mit »Xiu Xiu? Nie davon gehört«. Auf Facebook folge ich dem Projekt um Jamie Stewart zumindest schon seit einer reichlichen Weile und das mit der Gewissheit, dass es sich hier um gute Musik handelt. Woher die kommt? Ich weiß es doch auch nicht. So ist es eben und alles was nicht ist, wird bestimmt noch. Spätestens später, wenn mal genug Zeit übrig ist, neun bis dreizehn Alben durchzuhören und genug Muße, eine Vielzahl an verstörenden Themen wie etwa Verzweiflung, Gewalt oder Schmerz und Tod durch Selbst- oder Fremdeinwirkung auszuhalten.

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Ticketverlosung: Douglas Dare am 21.5. im Nachtasyl Hamburg

kristin · 16.05.2014 · Keine Kommentare
21. Mai 2014
22:00 Uhr
Nachtasyl, Hamburg
Tickets ab 17 €
Verlosung

Douglas Dare - Photo: Dusan KacanVor fast genau einem Jahr überwältigte uns im Vorprogramm von Ólafur Arnalds auf Kampnagel die Stimme eines jungen Mannes aus London, dessen Name damals noch ein vollkommen unbekannter war. Seine Geschichten erzählte dieser junge Mann am Flügel mit einer enormen Dringlichkeit, die aus seiner Stimme ebenso sprach, wie aus seinem Pianospiel und die damals beinahe noch mehr im Kopf blieb, als seine Songs oder sein Name. Das alles änderte sich in den darauf folgenden Monaten, in denen der Name und der Liveact Douglas Dare in Verbindung mit Schlagworten wie Erased Tapes, Haldern Pop, Thalia Gardens Festival u.a. immer wieder auftauchte.

Und endlich, endlich hat Douglas Dare mit Whelm (Mai 2014, Erased Tapes) heute auch sein ganz wunderbares Debütalbum veröffentlicht, damit wir uns an seiner Stimme und seinen Songs anlehnen, aufreiben und in Endlosschleife satthören können. Anders als bei den bisher erlebten Auftritten, erfährt der pure Pianoklang auf Whelm eine Erweiterung um elektronische Sounds und sachte Beats, was Dares Stücke in Breite und Tiefe wachsen lässt.

Dieser junge Mann darf seine Geschichten vom Händchenhalten mit dem Mond, vom Suchen und Loslassen oder von fiktiven außerehelichen Liebschaften seiner Großeltern immer und immer und immer wieder erzählen und er muss wirklich keine Bedenken haben, dass ihm dabei keiner zuhört.

Am kommenden Mittwoch spielt Douglas Dare im Nachtasyl in Hamburg – dafür verlosen wir 1×2 Tickets unter allen, die uns bis 19.5., 15:56 Uhr per E-Mail an redaktion[at]mittelstern[.]de über ihren Verlosungsteilnahmewunsch informieren.

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Ticketverlosung: tUnE-yArDs am 15.5. im Nochtspeicher Hamburg

kristin · 06.05.2014 · Keine Kommentare
15. Mai 2014
20:30 Uhr
Nochtspeicher, Hamburg
Einlass: 20 Uhr
VVK 15 € | AK 19 €
Verlosung

Erst kürzlich veröffentlichte Noisey eine amüsante, weil wahre, Aufstellung beschissener Bandnamen, die im Wesentlichen wegen ihrer beschissenen Schreibweisen unnötig beschissen sind. Dass der kindisch blöde Groß- und Kleinbuchstabenmix von tUnE-yArDs in dieser Aufstellung nicht fehlt, versteht sich von selbst. Trotzdem kommt an der Band um die Musikerin Merrill Garbus derzeit keiner vorbei, noch nicht einmal Noisey selbst. Und schon gilt es, sich dem Gewissenskonflikt zu stellen, der Band bezüglich Namenschreibung entweder den verdienten Respekt zu erweisen oder ihrer Buchstabenspielerei pingelig den Spaß zu verbieten.

So oder so bleibt am Ende genug übrig vom Spaß, den tUnE-yArDs‘ drittes Album Nikki Nack, das gerade über 4AD (4ad? 4Ad?) erschienen ist, in alle Richtungen versprüht. In diesen Songs passiert so dermaßen viel, dass es schier unmöglich ist, beim ersten Rantasten auch nur ansatzweise zu erfassen, was hier eigentlich los ist.

Dafür braucht es neben Zeit auch Nerven, denn manches Mal ist Nikki Nack auch zu bunt, zu laut, zu intensiv, na eben viel zu viel, um aushaltbar zu sein. Aber jeder erneute Versuch wird mit der Entdeckung weiterer Details belohnt, die Nikki Nack aus tiefstem Herzen aus allen Nähten platzen lassen.

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Das SPOT Festival 2014 in der Playlist

kristin · 24.04.2014 · Keine Kommentare
2. Mai 2014 bis 3. Mai 2014
Location siehe Text, auswärts
Århus, Dänemark

SPOT FestivalSchon nächste Woche lädt das sympathische SPOT Festival Branche, Journalisten und Besucher wieder dazu ein, die Ohren gen Norden auszurichten. Im schönen Städtchen Århus stellen sich am 2. und 3. Mai mehr als 130 vielversprechende, aufstrebende Künstler überwiegend dänischer bzw. skandinavischer Herkunft in kurzen Live-Shows vor. Das Durchforsten des umfangreichen Line-up offenbart: Es werden auffallend viele Frauenstimmen zu hören sein; Die Dänen bauen sich gern Bandnamen aus deutschen Worten zusammen (Kellermensch, König, Blaue Blume); Mit Fuck Art, Let’s Dance, Tellavision und Tusq sind auch drei Acts aus Hamburg vertreten.

Aber wer fährt wohl von Hamburg nach Dänemark, um sich dort dann Hamburger Bands anzuschauen?! Vielleicht bin ich dafür einfach noch nicht Hamburgerin genug …
Genug auch gleich der Worte, hier kommen die Acts, auf die ich mich am meisten freue – zum Durchhören in der Playlist und fein einsortiert in eine obligatorische und eine fakultative Kategorie, die vor Ort je nach Stimmung angezapft wird.

Ein Hinweis für die Kurzentschlossen unter euch: Es gibt noch Tickets zum Preis von 575,00 DKK (ca. 77 €).

Die Playlist

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Soundcheck: Hundreds – Aftermath

kristin · 14.03.2014 · Keine Kommentare
18. März 2014
20:00 Uhr
Imperial Theater, Hamburg
ausverkauft
30. April 2014
20:00 Uhr
Schaubühne Lindenfels, Leipzig
VVK ab 17 €
7. Mai 2014
20:00 Uhr
Mojo Club, Hamburg
VVK ab 21,60 €

Hundreds - Aftermath»At the dead end of our street there still are shadows of former selves

what I sense in this I cannot tell ‚cause I grew up«

Diese Worte, mit denen das erste Stück des zweiten Albums von Hundreds beginnt – beide, Album und Song tragen den Titel Aftermath – nehmen den Eindruck vorweg, den Aftermath (das Album) beim wieder und wieder und noch mal Hören auf mich hinterlässt.

Vier Jahre nach ihrem Debüt Hundreds wirken zauberhafte Konzerterlebnisse, verspielter Elektro-Pop und der Waschbär, auf den jemand wartet, in meiner Erinnerung höchstens noch verblichen nach. Und obwohl ich mit Hundreds (dem Album), sehr viel mehr Zeit verbracht habe, als es mit Aftermath bislang möglich war, sind mir die Hundreds von heute um so vieles greifbarer und näher, als die Hundreds von vor vier Jahren.

Hundreds by J. Konrad SchmidtSind Hundreds jetzt weniger Elektro-Pop, weil sie erwachsen geworden sind? Beruflich und privat haben die Geschwister Eva und Philipp Millner in Hamburg ihre Mitte gefunden, weiß die Presseinfo. Und auch, dass die damit einhergehende gelöste Grundstimmung es quasi erfordert, ihre Musik in zuversichtlicheren Farben erklingen zu lassen. Man muss es eben nur zulassen können. Weil Hundreds das gelungen ist, wirkt Aftermath wie das unverkrampfte Verfolgen des eigenen Weges, ohne sich einem äußerem Erwartungsdruck zu unterwerfen. Hundreds haben den Dingen die Zeit (anderthalb Jahre nach sechsmonatiger Auszeit) und die Einflüsse (den britischen Produzenten David Pye) zugestanden, die sie eben brauchten, um reif und gut zu werden.
Auf privates und Berufsglück folgt also zwangsläufig Entspannung und Ausgleich in der Musik? Keine Sorge, auch die gelassenen Hundreds stellen noch Fragen und gönnen sich ausreichend Raum für Spielereien. Und Elektro-Pop!
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