Buke and Gase diese Woche in Hamburg und Dresden

konzertagenda · 22.04.2013 · Keine Kommentare
23. April 2013
20:00 Uhr
Hafenklang, Hamburg
VVK: 11,70 €, AK: 14 €
24. April 2013
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
Special Show, AK: 5 €

Buke and Gase sind Arone Dyer an der Buke (eine umgebaute ehemalige Bariton-Ukulele, Eigenbau aus Autoteilen) und Aron Sanchez an der Gase (ein selbst gebauter Gitarre/Bass-Hybrid), gegründet 2008 in New York City. Beide spielen mit allen Extremitäten ihre Instrumente auf der Bühne, die Füße bedienen dabei Perkussionsinstrumente. Doch zwischen Instrument und verstärktem Klang steht eine Armada an Effektenpedalen und Erfindungen aus ihrem Bastelkeller. So entsteht ihr typischer Sound, den nachzumachen nahezu unmöglich ist. Ihre Liveshows sind daher stets eine visuelle und klangliche Offenbarung, über die sich Dyer’s supermelodische Gesangslinien schlängeln.

Mit ihrer jüngsten EP Function Falls im Rücken, einer ausgedehnten UK- & US-Tour mit Deerhoof, weiteren Showcases mit Flying Lotus und Death Grips und gleich zwei Einladungen zum legendären ATP-Festival (von Shellac und ihren guten Freunden The National), kommen Buke and Gase mit General Dome zurück. Ihre erste Single-Auskopplung Hiccup wurde bereits ausgiebig bei Noisey gefeiert und steht dort zum kostenlosen Download bereit.
General Dome erscheint im Februar 2013 bei den Dresdner Labels Discorporate Records und Altin Village – und wird von einer Headliner-Tour in Nordamerika, Australien und Europa begleitet.

Hamburg: (Infos)
Fang Island, Buke and Gase, No Spill Blood

Dresden:
Special Show! Tickets gibts nur an der Abendkasse zum Preis von 5 Euro.
Support: Tarantatec

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Anna von Hausswolff morgen in der scheune

andrea · 11.04.2013 · Keine Kommentare
12. April 2013
21:00 Uhr
scheune, Dresden
AK: 12 €

Ja, es ist ein wunderbares Lied: Mountains Crave von Anna von Hausswolff. Orgel und Stimme schieben sich widerstandslos ins Ohr, alles, wirklich alles passt.
Die Tochter eines Komponisten, die mit vollständigem Namen auch noch Anna Michaela Ebba Electra von Hausswolff heißt, ist Mitte 20 und mit ihrem zweiten Album Ceremony erst kürzlich bei City Slang untergekommen. Die Schwedin macht entgegen der Mehrheit ihrer Landsleute keinen düdelnden (Electro-)Pop, sondern wuchtige, sakrale, düstere Musik zwischen Klassik und Post Rock, auf die man sich einlassen muss – nicht unbedingt alltagstauglich, aber live sicherlich ein Erlebnis. Morgen in der scheune.

http://www.youtube.com/watch?v=QbP–RsNj70
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Roskilde Road Trip – Orange Feeling in Hamburg

kristin · 31.03.2013 · Keine Kommentare
15. April 2013 bis 20. April 2013
MS DOCKVILLE Kunstcamp, Hamburg
Eintritt frei
Infos: @Facebook

Roskilde Road Trip Hamburg 2013Das dänische Roskilde Festival (29.6. – 7.7.2013) wird gern als die Mutter aller Festivals bezeichnet und ist mit etwa 115.000 Besuchern eines der größten in Europa. Ich war noch nie dort, darf mich aber seit kurzem zu den bis zu 25.000 unbezahlten Freiwilligen zählen, die jedes Jahr mithelfen, das Festival auf die Beine zu stellen und durchzuführen.

Roskilde Road Trip - Foto: PressefotoDamit Leute wie ich die alljährlichen begeisterten Schilderungen treuer Roskilde-Anhänger vom sagenhaften »Orange Feeling« vorab schon einmal persönlich erahnen können, schickt das Roskilde Festival seinen kleinen Bruder, den Roskilde Road Trip vom 15. bis 20. April in fünf nordeuropäische Städte, zu denen in diesem Jahr auch meine neue Heimatstadt Hamburg gehört. Dazu kooperiert das Roskilde Festival mit dem hier ansässigen MS Dockville Kunstcamp, das im Vorfeld zum MS Dockville Festival (16. – 18.8.) für mehrere Wochen ein kreatives Umfeld für künstlerische Arbeiten und Projekte schafft, die in die Gestaltung des MS Dockville Festivals einfließen. Dass die Beteiligten in diesem kreativen Umfeld bzw. einem alten Laborgebäude nicht nur gemeinsam arbeiten, sondern auch leben, schlafen und essen, klingt ganz schön hippie, ist Kreativität und Gemeinschaftsgefühl aber bestimmt zuträglich.

Für den Roskilde Road Trip jedenfalls ist eine ganze Woche lang ein vollgepacktes Programm aus Workshops, Kunst, Performances und Konzerten geplant. weiterlesen…

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Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi – Expedition ins O

kristin · 31.03.2013 · Keine Kommentare
13. April 2013
20:00 Uhr
Uebel & Gefährlich, Hamburg
VVK ab 15 €
20. April 2013
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
- ausverkauft -

Wenn dein Herz plötzlich einen Beat schlägt, vor deinem Fenster Socken vorbeifliegen und du nur noch in Reimen träumst, dann ist – Peng! – der Käptn wieder am Start.
Dieses Mal hat er außer seinem Bruder, dem Beatmaster Shaban, seine überaus geschätzte Live-Band, die Tentakel von Delphi, dabei. Diese wiederum bespielt all die liebenswerten Instrumente, den Besen, die Töpfe und die Tonnen, die Gitarre und den Kontrabass, zu denen wir in den vergangenen zwei Jahren schon einige Male ausgelassen getanzt haben, und gestaunt: Damit kann man Hip-Hop machen? Ey yo!

Käptn Peng und die Tentakel von Delphi - Expedition ins ONach Die Zähmung der Hydra ist die Expedition ins O das zweite Album der Gebrüder Gwisdek, aber das erste, das mit kompletter Bandbesetzung eingespielt wurde. Eigentlich war die Veröffentlichung der Expedition schon für das zweite Halbjahr 2012 angekündigt, aber die längere Erholungsphase nach dem erschöpfenden Kampf mit der Hydra war auszuhalten und hat der Expedition ins O mit Sicherheit nicht schlecht getan. Dass der Tentakelsound mit echten Instrumenten und Klanggerätespielereien tausendfach wärmer und organischer klingt, als die synthetische Soundausstattung, mit der Käptn Peng und Shaban auf ihrem Debüt allein gegen die Hydra antraten, versteht sich von selbst.

Die Expedition startet am 12.4. und es gibt ein Wiederhören mit einigen liebgewonnenen Stücken, die Käptn Peng und Co. in launigen YouTube-Clips zusammengetragen haben (1234pengpengpeng, Die Tentakel von Delphi). Neben einigen ganz neuen Songs erklingt mit Oha einer, der nach der YouTube-Version (2009) und der auf der Hydra (2012) nun in einer dritten Fassung daherkommt. Trotz oder gerade wegen der perfektionierten Produktion(en) – an den etwas rumpeligen Charme des ersten Wurfs reicht keiner der nachfolgenden heran. Früher war eben doch immer alles besser.

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Half Moon Run – Weltruhm: Check!

kristin · 30.03.2013 · Keine Kommentare
5. April 2013
20:00 Uhr
Kulturhaus III & 70, Hamburg
Verlosung

Sie so (2015): „Ich hab die ja damals noch vor 70 Leute gesehen“
Er so: „Ich will ein Kind von Dir!“

(FB-Post, 21.05.2012)

Über Half Moon Run ist auf dem Mittelstern eigentlich alles gesagt worden: In Sebastians Liebeserklärung an den Song Full Circle vor einem Jahr, kurz darauf in seiner Ankündigung des Konzerts im Thalia als „letzten Halt vor Weltruhm“ und in der Zusammenfassung des „musikalischen Volltreffers“ von Gastschreiberin Jule.

Auf dem Iceland Airwaves gab es ein spektakuläres Wiedersehen mit Half Moon Run, die – inzwischen zu viert – in verschiedenen, proppevoll gefüllten, Spielstätten für ausnahmslos begeisterte Blicke und Gespräche sorgten. Nachdem sie anschließend in den USA, Australien und in ihrer Heimat Kanada unterwegs waren, sind sie nun zurück in Europa. Als Special Guests supporten sie die ausverkaufte Tour von Mumford & Sons! weiterlesen…

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Retro Stefson – Let it all glow

kristin · 27.03.2013 · Keine Kommentare
16. April 2013
20:00 Uhr
Kulturhaus III & 70, Hamburg
Verlosung
20. April 2013
22:00 Uhr
Postkantine, Dresden
Verlosung
23. Mai 2013
20:00 Uhr
Neues Schauspiel, Leipzig
FB-Event

Es brauchte einige Überredungsversuche, bis ich Retro Stefson endlich eine Chance gab, sich mit einer ihrer mitreißenden, schweißtreibenden Live-Shows in meine Aufmerksamkeit zu spielen. Aber dann: Bäm!
Die Musik der Isländer hat es trotzdem nie bis zu mir nach Hause geschafft.

Spätestens mit ihrem neuesten Album, das am 29.3. über das neue brudereigene Label Les Frères Stefson erscheint, wird nun alles anders. Das inzwischen dritte Werk heißt wie die Band selbst und setzt damit ein schönes Zeichen: Retro Stefson haben sich musikalisch endlich gefunden. Unterstützt wurden sie dabei von ihrem Landsmann Hermigervill, der das Album produziert und Retro Stefson behutsam zu einem modernen, coolen Sound verholfen hat.

Trotz aller bunter Genremixerei, auf die Retro Stefson natürlich nicht verzichten, klingt Retro Stefson homogen, ausgeglichen und um einiges elektronischer als die Vorgänger. Da mindestens die Hälfte der Songs in den vergangenen Jahren bereits live für gut befunden werden duften, sind sie vor allem auch eins: Tanzbar. Retro Stefson leuchtet nach Disco, ohne auf die aktuelle Electro-Pop- bzw. 80er Retrowelle aufzuspringen. Und ich persönlich habe eine riesen Freude an den Momenten, in denen die außerirdischen Sounds des rotbärtigen Hermigervill durch die Songs zwinkern. weiterlesen…

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Soundcheck: Bottled In England – Architect EP

kristin · 11.03.2013 · Keine Kommentare
18. April 2013
23:00 Uhr
MS DOCKVILLE Kunstcamp, Hamburg
Roskilde Road Trip @Facebook
20. April 2013
22:00 Uhr
Postkantine, Dresden

Bottled In EnglandDem mehr oder minder aufmerksamen Mittelstern-Leser wird vermutlich nicht leicht entgangen sein, dass ich mich vor gut einem Jahr heftig in Bottled In England verliebt habe. Na und?! Mit Gefühlen ist das nun mal so eine Sache, kann man sich nicht aussuchen. Und manche müssen eben auch raus. Raus sollte an dieser Stelle wohl auch der Hinweis, dass ich seit Januar für Believe Digital in Hamburg arbeite und damit für den digitalen Vertrieb, der die erste EP, die Bottled In England außerhalb ihrer Heimat Dänemark veröffentlichen, am kommenden Freitag in die digitalen Plattenshops liefert.

Wenn nun auf einmal so etwas Unromantisches wie Downloadzahlen in die unschuldige Fan-Band-Beziehung funken, wird es ein wenig kompliziert: Ist das hier schon Promo oder noch werbefreies Freizeitvergnügen? Will ich vielleicht irgendwann gar keine Pandatotenköpfchen mehr sehen, weil mir das beworbene Produkt so richtig auf die Nerven geht?

Nein! Pandas raus und Believe the Hype!

Das Konzept der Architect EP ist massiv und bündelt die Energie von Bottled In England auf engstem Raum, das jedoch in ganz anderes als es Daniel Vognstrup (Bass, Vocals, Entertainment) und August Dyrborg (Schlagzeug) schaffen, wenn sie live auf Publikum losgelassen werden. Auf Architect EP werden vier Songs, deren Sound verglichen mit den energiegeladenen Live-Shows des Duos eher zahm ist, von drei sehr unterschiedlichen Sängern und einem Rapper interpretiert.

Da spinnt Lydmor mit ihrer großartigen Stimme in „The Fire“ verwobene Lyrics:
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Intelligent Pushing: Starten På Slutningen – Der Anfang vom Ende

kristin · 07.03.2013 · Keine Kommentare
5. April 2013
19:00 Uhr
Location siehe Text, auswärts
Galleri Kontraframe, Kopenhagen

Deutsch | English

Acht Monate ist es jetzt her, seit der dänische Industrial Hiphop-Act Intelligent Pushing mich mit voller Wucht erwischt hat und ich mich mit anhaltender Regelmäßigkeit in die düstere Welt von Andreas Bjerring (aka Dynamic H) und Michael Manky (aka Michael Mental) hinabziehen lasse. Immer wieder versuche ich, meine Begeisterung für Intelligent Pushing zu erklären – anderen und vor allem mir selbst.

Der Anfang vom Ende

Im Universum von Intelligent Pushing, einem gleichsam beklemmenden, wie unfassbar tiefen Raum buhlen durchgeknallte musikalische Details zischend, lauernd, kreischend um Aufmerksamkeit. An vorderer Front spricht Michael die fremde Sprache. In seiner Stimme diese anziehende Arroganz, die klingt, als habe er das meiste gesehen, vieles verstanden und ist allem schon lange einen Schritt voraus.

Um meine Gedanken auch zum Inhalt der Worte in Kontext zu setzen, habe ich – bis auf den noch ausstehenden Dänischkurs – kaum etwas unversucht gelassen. »Die Texte sind wichtig, für mich das Wichtigste an Intelligent Pushing«, erklärte mir Michael natürlich, als ich ihn letzten Sommer in Kopenhagen traf, um ein wenig Licht in die lyrische Finsternis zu bringen. In der Frage, ob wir das Treffen in einem Interview verarbeiten oder uns einfach nur unterhalten, entschieden wir uns für Zweites und bestellten dazu ein paar Bier. Es waren nicht genug, um die wesentlichen Aussagen und Eindrücke gänzlich fortzuspülen. So gehe es bei dem Album Starten På Slutningen („Der Anfang vom Ende“) um Depressionen. Um Sucht und damit grundsätzlich um die Gier, immer mehr von etwas oder jemanden haben zu wollen. Aber die Texte seien so metaphorisch und voll von abstrakten Wortspielen, dass der Inhalt selbst für dänisch Sprechende kaum zu erfassen sei. Und das mit Absicht; Selbstschutz.

Für Gemütszustände, an denen man selbst schon gekratzt hat, entwickelt man vermutlich eine gewisse Sensibilität. Aus meiner ganz persönlichen Perspektive passte in diesem Moment alles zueinander, ergab Sinn und versetzte mich einmal mehr in Erstaunen darüber, was Musik – über drei Sprachen hinweg – auslösen und bedeuten kann.

Andreas, Michaels musikalischer Partner in Crime meint dazu: »Ich weiß gar nicht, ob ich die Texte alle wirklich verstanden habe oder ob Michael selbst das tut. … weiterlesen…

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Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte?

andrea · 30.01.2013 · Keine Kommentare
31. Januar 2013
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
21. Februar 2013
20:00 Uhr
Groovestation, Dresden
15. März 2013
21:00 Uhr
scheune, Dresden
24. April 2013
21:00 Uhr
scheune, Dresden

Den Trailer zu Fraktus habe ich noch gesehen, den Film selbst, der Ende 2012 in die Kinos kam, dann leider doch nicht. Nun läuft er nicht mehr in den Filmtheatern, auf DVD gibt’s ihn noch nicht, also behelfen wir uns zur Vorbereitung aufs morgige Konzert mit dem umfangreichen Material auf der Webseite.

Jacques Palminger, Rocko Schamoni und Heinz Strunk sind Fraktus, also Bernd Wand, Dirk „Dickie“ Schubert und Torsten Bage. Zwischen Krautrock und NDW waren sie die Gründerväter des Techno – schenkt man den Äußerungen von U96, Scooter, Marusha und Co. Glauben. Fraktus ist eine authentisch inszenierte Satire, die in letzter Konsequenz in einer Tournee mündet.

Nun sind Studio Braun bekanntermaßen für jeden Quatsch zu haben. Telefonstreiche, Jazzplatten und Romane gehören ebenso zum Portfolio wie eloquente Auftritte in Talkshows und verunglückte Versuche einer Selbstdefinition. Von diesen Herrschaften kann man auch im fünften Lebensjahrzehnt noch die ein oder andere Überraschung zwischen Bubenhaftigkeit und Hochkultur erwarten. Und alle drei fahren auch mit ihren Soloprojekten durch die hiesigen Lande: Jacques Palminger & the Kings of Dubrock gastieren am 21.02. in der Groovestation, King Rocko Schamoni stoppt mit Songs & Storys am 15.03. in der scheune und am 24.04. liest Heinz Strunk aus seinem neuesten literarischen Output „Junge rettet Freund aus Teich“ – ebenfalls in der scheune.

Das wirklich letzte Kapitel der Musikgeschichte ist also wohl doch nicht geschrieben.

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