Claim – Record Release Konzert in der Groovestation

kristin · 17.03.2013 · 1 Kommentar
19. März 2013
21:00 Uhr
Groovestation, Dresden
VVK: 5 Euro, tanteleuk.

Nach vierzehn Jahren Bandbestehen und ihrer ersten EP, die 2003 erschien, bringen Claim aus Dresden/Oederan kommenden Dienstag ihre zweite EP Constant raus und laden am selben Abend zur Releaseshow in die Groovestation. »Aber Vorsicht, die EP bläst dich um«, werde ich gerade noch vorgewarnt, da fliegen mir schon, wie im professionellen Pressetext angekündigt, vier »schmissig, noisige Popcorehymnen« um die Ohren, »die durchaus das Zeug haben, attraktiven jungen Mädchen ein Quiecken [sic!] abzuringen«. Jawoll. Jung und attraktiv, da möchte ich keinesfalls widersprechen.

Claim - »Das haben wir mit Selbstauslöser gemacht! Weil wir eine arme Band sind!«

 

Vier Songs (x, xx, xxy und xxyy) – vier Jungs, von denen drei außerdem bei Dresdens Emofolkexport Garda musizieren; Claim sind eine Band ohne Konzept, die nichts anderes wollen, als zusammen Musik zu machen. Deswegen kümmern sie sich nur um sich selbst und ihre Songs. Das kann schon mal dauern. Ansonsten sind Claim schlecht aufgestellt – die letzte Neuigkeit auf ihrer Website ist von 2007, für Marketing interessiert sich, man ahnt es, keiner.

Die wichtigsten beiden Informationen über Claim erfahre ich dennoch, sogar aus erster Hand: »uns gibt’s schon seit 1999 und wir sind cool!«

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

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Ausgehtipps für Humoristen und Melancholiker

andrea · 14.03.2013 · Keine Kommentare
15. März 2013
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden

Am morgigen Freitag gibt es Ausgeh-Empfehlungen für die Spinner, Humoristen und Biertrinker, aber auch für die Melancholiker, Weinschwenker und schräg-geneigten-Köpfe:
Erstere feiern mit Rocko Schamoni in der scheune dessen Krönung zum King und neue Songs & Stories (alte aber auch!) mit wirklich irren Versprechungen:

Verschiedene moderne Showtechniken werden bei diesem Programm der Superlative zum Einsatz kommen (Licht, Sound, Bestuhlung, etc.). Sie dürfen gespannt sein!

Letztgenannte fahren in den Beatpol, um I Am Kloot zu lauschen, deren aktuelles Album beim Rolling Stone noch im Stream hörbar ist und sehr schön beschrieben:

„Hallo Dunkelheit, alter Freund. Die Festbeleuchtung ist bald wieder aus, das Feuerwerk verglüht, der Frühling ein vages Versprechen. Und I Am Kloot schenken den Tresenhängern, den Stadt-Desperados und den an Liebe und Leben Verzweifelten wieder mal zehn wunderschöne, schwarzsamtig leuchtende Lieder.“

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Science Fiction Children: Mega-Drummachine zur Befreiung des Sounds vom elektronischen Dogma

sebastian · 25.02.2013 · 3 Kommentare
2. März 2013
21:00 Uhr
Ostpol, Dresden

Seit knapp zwei Jahren arbeiten Moritz Simon Geist (Programming, Synth), Jakob A. Geist (Vox, Keys, Percussion) und Martin Novy (Vox, Guitars, Synth) in Dresden an ihrem Projekt Science Fiction Children. Science Fiction Children (SFC) paaren den konzeptionellen, oft minimalen Ansatz elektronischer Popmusik mit der experimentellen, spontanen und ausufernden Energie des Artrocks. Im Mittelpunkt steht dabei mit einer übergroßen mechanischen „MR 808“ eine Aufsehen erregende , selbst entwickelte Beat-Maschine. 3,30 Meter breit, 1,70 Meter hoch und 200 Kilogramm schwer ist die TR 808, in der echte Schlaginstrumente von Computer gesteuerten Roboterarmen angespielt werden. Eine sensationelle (PR-)Idee, die sicher ihren Teil dazu beiträgt, dass die Band gerade jede Menge Auftrittsangebote bekommt.

Ganz im Interesse des Trios. „Wir halten die Bühne und den Saal noch immer für den besten Ort, Musik zu performen,“ sagt Moritz. „Egal, welcher Art die Musik ist!“ Dazu wollen sie „die  Musik wieder aus dem Laptop holen und auf mechanische Weise umsetzen und das auch visuell  versinnbildlichen! Ganz nach dem Motto “Die Befreiung des Sounds vom elektronischen Dogma!”“

„Der Proberaum ist größer, als die meisten Bühnen, auf denen wir spielen“

Das Touren mit der MR 808 ist durchaus eine Herausforderung.Der Roboter wurde so konzipiert, dass er gerade eben so in einem Sprinter passt. Dafür kann man ihn in 5 Teile zerlegen. Darunter geht´s nicht. Aber so ist das nun mal mit entscheidenden „Bandmitgliedern“, die brauchen ihren Platz. Und als Bandmitglied wird die 808 offenbar verstanden. „Der Roboter hat natürlich auch Auswirkung auf die Art, wie wir Musik denken und entwickeln. Das war jedoch bereits in der Idee kalkuliert,“ sagt Moritz. Und welcher ernst zu nehmende Mensch behauptet sowas schon von seiner Gitarre. Auch der Proberaum ist derzeit noch größer als die meisten Bühnen, auf denen SFC spielen. Hoffentlich reicht er noch eine Weile. Die 808 soll nämlich nur ein erstes Puzzleteil in einer ganzen Serie von mechanischen Klangerzeugern sein. Dennoch sollte man SFC nicht auf ihre außergewöhnlichen Instrumentierung reduzieren. Tracks wie „Rise of the Toys“ oder „You don´t let me dance“ zeigen, dass die Jungs auch Songwriting, Produktion und Performance beherrschen wie nur wenige in der Stadt. Neben I Sweat Blood ist da endlich wieder eine Dresdner Band, die das Erbe Pitchtuners in Würde antreten. Es wundert gar nicht, dass sozusagen „ein Bein“ der Band bereits in Berlin steht, wo Jakob A. Geist lebt.


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Audiophil(es) Wohnzimmer

andrea · 16.02.2013 · Keine Kommentare
17. März 2013
17:00 Uhr
Wohnzimmer, Dresden

Im Soundcheck vor etwa anderthalb Jahren stellten wir Audiophil und deren damals neues Album „Call Myself“ auf Phonocake ausführlich im Interview vor.
Nico Steckhahn macht noch immer Elektro-Folk, lässt akustische Instrumente und Music-Tools gleichberechtigt nebeneinander bestehen, fügt Gesang hinzu, getreu dem Motto „Sonderbares zu Besonderem machen und dabei nicht das Auge auf Tradition verlieren.“. Atmosphärisch dichte Lieder wie „Hope“ entstehen dabei, durchaus ohrwurmtauglich. Demnächst spielt Audiophil gemeinsam mit Helen Jahn zur Sonntags-Matinée – ursprünglich für den 17.02. angedacht, wurde das Konzert kurzfristig auf den 17.03. verschoben!

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Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte?

andrea · 30.01.2013 · Keine Kommentare
31. Januar 2013
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
21. Februar 2013
20:00 Uhr
Groovestation, Dresden
15. März 2013
21:00 Uhr
scheune, Dresden
24. April 2013
21:00 Uhr
scheune, Dresden

Den Trailer zu Fraktus habe ich noch gesehen, den Film selbst, der Ende 2012 in die Kinos kam, dann leider doch nicht. Nun läuft er nicht mehr in den Filmtheatern, auf DVD gibt’s ihn noch nicht, also behelfen wir uns zur Vorbereitung aufs morgige Konzert mit dem umfangreichen Material auf der Webseite.

Jacques Palminger, Rocko Schamoni und Heinz Strunk sind Fraktus, also Bernd Wand, Dirk „Dickie“ Schubert und Torsten Bage. Zwischen Krautrock und NDW waren sie die Gründerväter des Techno – schenkt man den Äußerungen von U96, Scooter, Marusha und Co. Glauben. Fraktus ist eine authentisch inszenierte Satire, die in letzter Konsequenz in einer Tournee mündet.

Nun sind Studio Braun bekanntermaßen für jeden Quatsch zu haben. Telefonstreiche, Jazzplatten und Romane gehören ebenso zum Portfolio wie eloquente Auftritte in Talkshows und verunglückte Versuche einer Selbstdefinition. Von diesen Herrschaften kann man auch im fünften Lebensjahrzehnt noch die ein oder andere Überraschung zwischen Bubenhaftigkeit und Hochkultur erwarten. Und alle drei fahren auch mit ihren Soloprojekten durch die hiesigen Lande: Jacques Palminger & the Kings of Dubrock gastieren am 21.02. in der Groovestation, King Rocko Schamoni stoppt mit Songs & Storys am 15.03. in der scheune und am 24.04. liest Heinz Strunk aus seinem neuesten literarischen Output „Junge rettet Freund aus Teich“ – ebenfalls in der scheune.

Das wirklich letzte Kapitel der Musikgeschichte ist also wohl doch nicht geschrieben.

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