Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte?

andrea · 30.01.2013 · Keine Kommentare
31. Januar 2013
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
21. Februar 2013
20:00 Uhr
Groovestation, Dresden
15. März 2013
21:00 Uhr
scheune, Dresden
24. April 2013
21:00 Uhr
scheune, Dresden

Den Trailer zu Fraktus habe ich noch gesehen, den Film selbst, der Ende 2012 in die Kinos kam, dann leider doch nicht. Nun läuft er nicht mehr in den Filmtheatern, auf DVD gibt’s ihn noch nicht, also behelfen wir uns zur Vorbereitung aufs morgige Konzert mit dem umfangreichen Material auf der Webseite.

Jacques Palminger, Rocko Schamoni und Heinz Strunk sind Fraktus, also Bernd Wand, Dirk „Dickie“ Schubert und Torsten Bage. Zwischen Krautrock und NDW waren sie die Gründerväter des Techno – schenkt man den Äußerungen von U96, Scooter, Marusha und Co. Glauben. Fraktus ist eine authentisch inszenierte Satire, die in letzter Konsequenz in einer Tournee mündet.

Nun sind Studio Braun bekanntermaßen für jeden Quatsch zu haben. Telefonstreiche, Jazzplatten und Romane gehören ebenso zum Portfolio wie eloquente Auftritte in Talkshows und verunglückte Versuche einer Selbstdefinition. Von diesen Herrschaften kann man auch im fünften Lebensjahrzehnt noch die ein oder andere Überraschung zwischen Bubenhaftigkeit und Hochkultur erwarten. Und alle drei fahren auch mit ihren Soloprojekten durch die hiesigen Lande: Jacques Palminger & the Kings of Dubrock gastieren am 21.02. in der Groovestation, King Rocko Schamoni stoppt mit Songs & Storys am 15.03. in der scheune und am 24.04. liest Heinz Strunk aus seinem neuesten literarischen Output „Junge rettet Freund aus Teich“ – ebenfalls in der scheune.

Das wirklich letzte Kapitel der Musikgeschichte ist also wohl doch nicht geschrieben.

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Dakota Suite – an almost silent life

andrea · 28.01.2013 · Keine Kommentare
31. Januar 2013
20:30 Uhr
Thalia, Dresden

When skies are grey schreibt Chris Hooson aka Dakota Suite die dafür passende Musik. Gehäutet, schwer melancholisch, unendlich langsam… seit Jahren therapiert sich der Brite mit zahlreichen hochgradig depressiven Songs selbst. Mit Slowcore, Minimal-Ambient, SchwarzWeißGrau getaggt, veröffentlichte er im November 2012 sein neuestes Album „an almost silent life“, mit dem er nun auf Mini-Tour geht.

However this new record, while not exactly ‚disco,‘ does, I hope, contain a more positive outlook in general. I do feel everyday is a painful struggle, but people bring me kindness and I wanted to reflect that also. The songs are once again a small window into specific cinematic moments I have lived through, but I also tried to think more about the different atmospheres I have been creating in isolation and to fuse them more sympathetically into one record.

Bei Dakota Suite stürmt nichts nach vorn, es kriecht einem langsam den Rücken hoch – vielleicht bleibt man am besten gleich liegen, eingehüllt, bei gedämpfte Wahrnehmung. Wen will man dann bei sich haben? Wessen Hand soll einen halten? Ist eigentlich wirklich alles so schlimm? Schimmern da nicht auch Lachen und Zuversicht? Folgt auf frostig-trübe Winter nicht der Frühling? Am Donnerstag kann man im Plüschsessel des Thalias entweder versinken & mitleiden oder aber einen guten Rotwein trinken, ganz tief durchatmen, Tempo rausnehmen und dann vielleicht etwas dankbarer das Leben miteinander teilen.

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