Special Show: O Emperor + Library Voices

andrea · 03.05.2012 · Keine Kommentare
5. Mai 2012
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
AK: 5 €

O Emperor spielen kein hippen Hurra-Folk mit eindimensionalen Wurzeln, verweisen stattdessen geschickt auf 70ies Soft-Rock, Pink Floyds Syd Barrett-Ära, West Coast-Psychedelica oder fast schon klassischen Britpop. Songwriter wie Neil Young und James Taylor spielten als Einfluss dabei eine ebenso große Rolle wie Midlake, Grizzly Bear, die Beach Boys oder Radiohead.

So die Verlautbarung auf der Beatpol-Seite. Und es stimmt. Bei all den Referenzen musste das Album dennoch drei vier fünf Mal durchlaufen, bis ich es gut fand, mich an die Stimme gewöhnt hatte und das teilweise nervige Flirren, psychedelische Toben ausblenden konnte. „Balladesk verschrammelt“ würde ich den Sound der Iren beschreiben, Muse und The Flaming Lips noch unterrühren. Hither (and) thither = To here and to there = wirkt trotz zahlreicher Anspielungen nicht unentschlossen, sogar eigenständig. „Sedalia“ beschwört John Lennon, „Po“ – für mich der eingängigste Song auf dem Album, das bei kfrecords aus Dresden erschien – wird fabelhaft illustriert (siehe unten), „Heisenberg“ und „Don’t Mind Me“ sind eindringlich dramatisch in ganz unspektakulärer Weise und so wirkt „Hither Thither“ auf mich wie ein alter Bekannter, der zwischen den immergleichen Geschichten ganz verblüffende Ansichten offenbart. In sich stimmig und im übertragenen Sinne dennoch mehrstimmig. Ein Album, das wächst. (Diesen Satz wollte ich schon immer mal schreiben)


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