MS Dockville 2013: Der Freitag in der Playlist

· 07.08.2013 · 1 Kommentar
16. August 2013
Elbinsel Wilhelmsburg, Hamburg
msdockville.de

Bevor Schlafsack, Gummistiefel und Sonnencreme wieder eingemottet werden können, jagt zum Abschluss der Saison noch einmal ein Festival das nächste. Während also auf dem Haldern Pop gerade Geburtstag(e) gefeiert werden dürfte(n), gibt’s hier schon die musikalischen Empfehlungen zum Einhören bzw. -lesen ins Programm des MS Dockville Festivals, das vom 16. bis 18. August in Hamburg-Wilhelmsburg stattfindet.

Mighty Oaks - Soundcheck, Thalia Gardens Festival 2013Manchmal dauert es eben länger; bei den Mighty Oaks und mir sogar bis zum Soundcheck fürs Thalia Gardens Festival Mitte Juli dieses Jahres. Seitdem haben sie mich mit ihrer charmanten, mehrstimmigen Bühnenpräsenz aber endlich am Haken (15:20 Uhr, Maschinenraum). Mehrstimmig geht’s weiter, frischt aber merklich auf, mit herrlich schrägem Freak Folk dreier Damen aus Liverpool, die sich Stealing Sheep nennen. (16:10 Uhr, Großschot). Wenn wir nun schon einmal schräg drauf sind, bleiben wir mit Skip & Die und ihrem Wirrwarr aus Hip-Hop, Dub, Blasmusik und brasilianischen Funk auch dabei und werden statt mehrstimmig mehrsprachig. Don’t skip this! (16:30 Uhr, Maschinenraum). Lone Wolf Paul Marshall kühlt uns nachher mit seinen düsteren Klängen schon wieder runter, bis zu den Abgründen des menschlichen Daseins (16:50 Uhr, Vorschot). Reggae geht eigentlich gar nicht, aber wenn er so dezent durchklingt wie bei Milky Chance aus Kassel, soll er – ha ha – eine Chance bekommen. (18 Uhr, Vorschot). Wie habe ich es eigentlich mehr als sechs Monate ohne ein Konzert von Reptile Youth ausgehalten? Läuft! (18:50 Uhr, Maschinenraum). Den Meldungen über Haim kann man sich derzeit kaum entziehen – alle, wirklich jeder, erwartet mit größter Vorfreude das Debütalbum der drei Schwestern, das für Ende September angekündigt ist. Und wenn sie schon mal da sind … Jaaa, sie hören sich ja auch ganz vielversprechend an! (19:50 Uhr, Großschot). , die »arschcoolste Socke, seit es Füßlinge gibt« (@mumblegate) steht auf meiner Liste der am häufigsten verpassten und deswegen noch nie gesehenen Künstler bisher ungeschlagen an erster Stelle. Da soll sie nicht stehen bleiben! (20:10 Uhr, Maschinenraum). Rangleklods dagegen dürfte zu meinen am häufigsten gesehenen Acts gehören; macht aber auch immer wieder Spaß. (21:30 Uhr, Maschinenraum). Und einmal gut eingegroovt, kann man sich auch gleich die noch übrige Nacht zu Alle Farben (23 Uhr, Maschinenraum), Baauer (2:15 Uhr, Maschinenraum) und Wankelmut (3:30 Uhr, Maschinenraum) vertanzen.

Ja, das vorgenommene Musikprogramm ist straff, besonders am Freitag. Dabei will das MS Dockville Festival ja noch so viel mehr bieten und sein als ›nur‹ Musik. Einen besonderen Schwerpunkt setzt das Konzept des Festivals auf die Interaktion mit den Besuchern sowie die künstlerische Gestaltung der Bühnen und des Geländes. Da ich das MS Dockville Festival in diesem Jahr zum ersten Mal besuchen werde und solche All-In-One-Konzepte meine Aufnahmefähigkeit oft überstrapazieren – vor allem, wenn so viel gute Musik passiert – bin ich besonders gespannt auf die Umsetzung dieses Konzepts.

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