Soundcheck: Dersu Uzala – Tempus Fugit

· 17.04.2013 · Keine Kommentare

»Uzala, der Kirgise ist ein sowjetischer Spielfilm des japanischen Regisseurs Akira Kurosawa aus dem Jahr 1975. […] Der Film vermittelt durchgehend eine melancholische Grundstimmung.« (wikipedia, weitergeleitet von Dersu Uzala)

Ebenjenen Film über die Freundschaft und das Leben liebten die Brüder Griff und Bryn Burnell als Kinder so sehr, dass sie es für eine gute Idee hielten, den Titel als Bandnamen zu verwenden. Dersu Uzala kommen nicht aus der ehemaligen Sowjetunion und auch nicht aus Japan, sondern aus Australien.

Dersu Uzala - Tempus FugitEs dauerte drei Jahre, bis Griff und Bryn ihre jeweils sehr unterschiedlichen musikalischen Einflüsse zum Debütalbum Tempus Fugit (2013, Buxton Records) zusammengefriemelt haben. Für verstörende Lyrics und den Gesang holten sie sich einen Schotten namens Malky Taylor hinzu.
Die durchgehend melancholische Grundstimmung aus obenstehenden Wikipedia-Auszug passt auch als Beschreibung für Tempus Fugit, das bedeutet aber nicht, dass Dersu Uzala den Hörer mit ihrem Sound in völlige Verzweiflung auflösen. Trip-Hop-schwere Downbeats schleppen feine Jazzeinflüsse herbei und Spielzeug-Xylophone, gezupfte Gitarren, ja sogar eine Brise Funk setzen hoffnungsleichte Akzente. Mit jedem Ton auf dem rechten Fleck lassen sich mit Tempus Fugit eisgraue Tage träge wegträumen.

»All is not lost, there is time in this world…«

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