WochenAusklang: Das Sigur Ros Valtari Filmexperiment im Überblick

· 14.10.2012 · Keine Kommentare

Sigur Rós baten zwölf bekannte/befreundete/vernetzte Regisseure mit moderatem Budget ein offizielles Video für ihr aktuelles Album Valtari zu drehen. Ohne Vorgaben sollten so bewegte Bilder zur Musik der Isländer entstehen.

Die Band beschränkte die Einreichungen aber nicht auf die oben erwähnten 12 Auserwählten, sondern rief quasi „alle Welt“ dazu auf, sich am Mystery Film Experiment zu beteiligen, so dass etwa 1000 Filmteams (!) ihre visuellen Interpretationen einreichten. Die Videos kann man bei Interesse (& viel Zeit) hier anschauen.

Am 15. Oktober gibt die Band bekannt, welchen Beitrag sie selbst zum Gewinner kürt. Neben einem Preisgeld winkt die Verbreitung des Werkes mittels der Sigur Rós verfügbaren Kanäle in alle Welt.

Beim Durchklickern der Videos komme ich leider nicht umhin, das Album noch immer als schwer zugänglich zu verurteilen. Die mystisch-schwebenden Momente überlagern die dynamischen Elemente und zeitweise Verspieltheit der früheren Alben, bei Valtari denke ich nur an Beruhigungsmittel und Progressive Muskelentspannung, kurzum: an Einschlafen.
Aber schön zu sehen, wie viel Kreativität da draußen rumschwirrt und fraglich, warum es so vielen deutschen Bands nicht gelingt, ein auch nur halbwegs brauchbares Video zu produzieren.

Film #1 – Ég anda by Ragnar Kjartansson
Film #5 – Ég anda by Ramin Bahrani




Film #2 – Varúð by Inga Birgisdóttir
Film #6 – Varúð by Ryan McGinley


Film #3 – Fjögur píanó by Alma Har’el

Film #4 – Rembihnútur by Arni & Kinski

Film #7 – Varðeldur by Melika Bass

Film #8 – Dauðalogn by Henry Jun Wah Lee
Film #11 – Dauðalogn by Ruslan Fedotow – People’s Choice Winner!


Film #9 – Seraph feat. Rembihnútur & Ekki múkk by John Cameron Mitchell & Dash Shaw

Film #10 – Ekki múkk by Nick Abrahams

twitter share buttonFacebook Share