Letzte Nächte, offene Fragen, Regen fällt an Regentagen – Nils Koppruch ist tot

sebastian · 11.10.2012 · Keine Kommentare


Es waren ganz besondere Momente mit Stephan und Jens an der Oberweser, wenn sich aus dem Hintergrund die Stimme von Nils Koppruch über unsere vagen Zukunftspläne als Labelboss, Strassenmusiker oder Lehrer legte. Werde ich nie vergessen. Und es wird sehr, sehr lange dauern, bis jemand mit so wenig Worten so viel sagen kann.

Gestern starb Nils Koppruch und wenn das Leben nur eine Durchreise ist, dann hat er sie redlich genutzt!
http://www.youtube.com/watch?v=B6gY3x9AYEg

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Soundcheck: Big Cats

andrea · 11.10.2012 · Keine Kommentare

Am 11. Oktober 2012 erscheint Big Cats „For My Mother“, die letzten Worte Töne, die Big Cats seiner an Krebs verstorbenen Mutter widmet. Auf seiner Seite erklärt der Produzent aus Minneapolis die Beweg- und Hintergründe bei der Entstehung des Albums.

Growing up, she devoted an incredible amount of time, effort and money to my music. She drove me to lessons, rehearsals, and band practices. She put up with noise at all hours, records strewn around the house, and my tendency to play the largest instruments possible. She was always the first to hear any new music I was working on and give feedback. This album is my eulogy for her.

Leider habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, wie man das Vinyl nach Deutschland bekommt, denn der Stream bei Soundcloud hat sich sofort in Kopfhörer und Blutbahn gefressen. Die Scheibe erinnert mich stark an Shadow, Nightmares on Wax, Cinematic Orchestra und Anverwandte. Großartig!

Just dope musicians playing real instruments.

75% of the proceeds from this record are being donated to the Minnesota Ovarian Cancer Alliance to raise awareness about the warning signs of ovarian cancer, support those with ovarian cancer and advance ovarian cancer research.

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Alleingänge: Benjamin Gibbard und Tim Burgess zwischen Weltschmerz und Sommer-Pop

sebastian · 11.10.2012 · Keine Kommentare

Mit Benjamin Gibbard (Death Cab For Cutie) und Tim Burgess (The Charlatans) bringen zwei reelle Popstars zum Herbstbeginn ihre Soloalben auf den Markt. Beide haben die ganz große Effekthascherei nicht mehr nötig und liefern somit sehr persönliche Werke ab, bei denen kommerzieller Erfolg zur Motivation eher zweitrangig gewesen sein dürfte.

Der 19. Oktober ist ein interessanter Erscheinungs-Termin für das Soloalbum „Former Lives“ von Death Cab For Cutie Frontsmoothie Benjamin Gibbard. Die Platte hat eigentlich eher was sehr frühsommerliches. Mehr Soundtrack für eine romantische Fahrradtour durch blühende Wiesen als für regnerische Abende. Da hat seine Zeit in Kalifornien eindeutig mehr Spuren hinterlassen als Stationen in Seattle und der Ostküste. Alleine diese calexischen Gitarren und Bläser in Something´s Rattlingcute cutiesk. Angesammelt haben sich die Songs über den Zeitraum der letzten acht Jahre, was für ein vergangenes Leben eine kurze Zeit ist (geschweige denn mehrere), aber beim Stöbern im abgewetzten Notizbuch durchaus sehr, sehr lange erscheinen kann. Eigene Erfahrung! Erst gestern hatte ich ein Mix-Tape in der Hand gehalten, das gerade mal 10 Jahre alt war, aber wie aus einem Land vor unserer Zeit anmutete. So blickt Gibbard auf vergangene Leben zurück, in sich hinein, von oben auf die Welt oder ins Leere und erzählt kleine Geschichten über Wolkenkratzer, zerkratze Haut und angekratzte Gefühle.

Mit seiner Mischung aus Beatles-Pop, Folk und Amerikana hat er eine Tom Petty Platte gemacht, der der obligatorische Hit fehlt, was sie mir wohl so sympathisch macht.


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