Reeperbahn Festival: Vielfalt statt Mainstream

· 03.09.2012 · Keine Kommentare
20. September 2012 bis 22. September 2012
Location siehe Text, auswärts
Hamburg

»Wer spielt denn da so?«

»Hauptsächlich Künstler, die noch nicht so bekannt sind.«

»Warum willst du dann hin?«

»…«

Vom 20. bis 22. September findet in Hamburg zum 7. Mal das Reeperbahn Festival statt. An drei Tagen pulsiert auf dem Kiez alles rund um Musik, Kunst und Business. Mit 20 000 erwarteten Besuchern, 2 000 Fachvertretern und über 350 Programmpunkten an mehr als 50 Spielstätten ist das Reeperbahn Festival das größte Clubfestival in Deutschland und versucht den Spagat zwischen Unterhaltungs- und Branchenveranstaltung.

3-in-1: Music · Campus · Arts.
Zwischen Überforderung und Inspiration versucht die Dreiteilung des Festivals in Music, Campus und Arts Struktur und Orientierung zu schaffen. Prima für alle, die ihr Interesse auf einen oder zwei Punkte beschränken können. Die Ausrichtung von Music (Konzerte, Konzerte, Konzerte) und Arts (Ausstellungen von u.a. Comics, Album Covers, Streetart und Postern, Literatur, geführte Streetart-Touren durch den Kiez und Film) ist selbsterklärend, die Sparte Campus richtet sich mit Konferenzen, Networking-Sessions und Showcase-Konzerten – fast ausschließlich – an die Fachbesucher. Eine Übersicht über alle Showcases, die für jeden Festivalbesucher zugänglich sind, gibt’s hier. Auf den schnellen ersten Blick einen besonderen Hinweis wert: Meet Estonia and Latvia (Iiris, Ewert And The Two Dragons) und Believe Digital onStage (The Rumour Said Fire, Spleen United)

 
Music! Newcomer auf den Punkt.
Das Reeperbahn Festival präsentiert eine „handverlesene“ Auswahl internationaler Künstler aus den Genres Indie, Pop, Rock, Folk, Singer/Songwriter, Electro, Hip Hop und Soul und gibt damit schon mal einen Ausblick, welche Künstler auf den Merkzettel für die kommende Konzertsaison gehören.

Aktuell sind 268 Bands und Acts bestätigt, darunter einige „Newcomer“, die schon (länger) unter Mittelsternbeobachtung stehen: Kakkmaddafakka, Immanu El, Amatorski, The Dope, Perfume Genius, Asbjørn, Reptile Youth, Hanne Kolstø, Rangleklods, 2:54, This Is The Kit … Einige mit Headlinerpotential: Cro, The Temper Trap, Bonaparte, Royal Republic, Lena (Meyer-Landrut – ja, echt?!), Veto …
und natürlich eine Menge mehr, die erst noch entdeckt werden wollen.

 
Zu einem akustischen Überblick verhilft die Musicbox auf der offiziellen Webseite des Festivals (wenn sie denn funktioniert – Firefox weigert sich hartnäckig, Chrome und Internet Explorer spielen Musik). Interessante Programmpunkte können im Timetable zum persönlichen Festivalprogramm zusammengeklickt werden; Trotz ambitionierter Versuche und gutem Willen – besonders handlich finde ich den Timetable nicht. Dann lieber doch eine Papierfassung auflesen oder die Empfehlung der Festival-Macher annehmen, sich treiben zu lassen und hier und da mal reinzuschauen.

Wie auch immer der Rezipient zur Show findet, viel Zeit bleibt den Künstlern auf einer solchen Veranstaltung nicht, das Festivalvolk für sich einzunehmen und einen Moment festzuhalten. Das zwingt die Bands dazu, auf den Punkt zu kommen und verspricht dem Publikum besonders intensive Live-Erlebnisse.

 
Tickets
Festivaltickets gibt’s in verschiedenen Packages zu fairen Konditionen (3 Tage: 65 €,
2 Tage 48 €, 1 Tag 32 €) hier, die Registrierung als Fachbesucher ist noch bis 18. September möglich.

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