Lisa Hannigan scheint die Sonne aus dem Arsch, dass man kein Bühnenlicht mehr braucht

· 05.05.2012 · 3 Kommentare

http://www.marcojacob.com/Was für ein Sonnenschein: Härteste Typen schmachten, schüchterne Frauen hachzen und kleine Kinder kriechen sofort auf ihren Schoß. So eine ist Lisa Hannigan. Im Grunde war der (leider nur zu einem Drittel gefüllte) Saal im Beatpol schon hoffnungslos verloren, bevor sie überhaupt einen Ton gesungen hat. Und dabei geht es ihr doch so offensichtlich nur um die Musik. Um die Freude am zusammen Musizieren. Dieses ungekünstelte Gefühl, dass man fast nur noch bei den großen Familienmusik-Nationen Island und Irland erlebt. „I“-Mood kills iTunes :-) Und doch ist Lisa auch Frontfrau per Definition. Denn wenn ihre Aura dich schon in den Bann zieht, ihr Gesang bringt dich um den Verstand. Etwa 80 Minuten lang verzauberte sie das vornehmlich weibliche Publikum („I’m a girl and I’d be her husband anyway“ ist der meistgelikte Kommentar unter „Be my Husband auf Youtube) zusammen mit einer wunderbar eingespielten Band. Trotz traditioneller Instrumentierung, whiskeyrauchiger Erzählstimme und dezenter irischer Folklore im Outfit: Von Dubliners-Kitsch keine Spur. Das Set zwischen verträumter Ballade und charmantem Popsong mit Trompete war einfach nur schön! Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen!

Als Zugabe intonierte die Truppe gemeinsam den The Band Song ”The Night They Drove Old Dixie Down” zu Ehren des jünst verstorbenen Levon Helm. Ganz großes Kopfkino!

Etwas älter aber trotzdem bezeichnend:

Danke, Marco, für das Foto!

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