Nordische Musik on the SPOT

· 26.04.2012 · Keine Kommentare

Es geht wieder los!

Ich freue mich riesig, nächste Woche mit dem SPOT Festival endlich in die Festivalsaison 2012 zu starten. An zwei Tagen gilt es in Aarhus, der zweitgrößten Stadt Dänemarks, Perlen aus über 100 dänischen und nordischen Künstlern zwischen Pop, Rock, Indie und Electro zu picken, Musikbegeisterte zu treffen, das eine oder andere Interview zu führen und natürlich Spaß zu haben. Für jene, die sich ernsthafter mit der Zukunft der Musikindustrie und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten und Problemen auseinandersetzen wollen oder müssen, gibt es außerdem ein paar Vorträge zum Thema und eine unüberschaubare Anzahl weiterer Angebote zur Teilnahme an Socialising, Showcasing, Networking oder eben einfach nur Biertrinking.

 
Zahlen und Fakten

Da ich mich – nicht zuletzt wegen der recht unübersichtlichen Website und dem ausschließlich auf Dänisch gepflegten Facebookauftritt – selbst nicht ganz leicht getan habe, einen Eindruck zu bekommen, was das eigentlich alles soll, hier ein paar Infos. Organisiert von ROSA (The Danish Rock Council) und MXD (Music Export Denmark) zielt das SPOT vor allem darauf ab, künstlerische Ambitionen und das kommerzielle Potential von Musik zusammenzuführen, die Qualität dänischer und nordischer Musik zu fördern und zum Ausbau eines internationalen Netzwerkes beizutragen. Und so werden dem Publikum, Veranstaltern und der Presse jedes Jahr teils absolute Newcomer neben bereits etablierten Künstlern präsentiert. Auf erwartete 4-5000 überwiegend lokale Besucher kommen mehr als 1000 Business- und Medien-Vertreter (ca. 330 international, davon 130 aus Deutschland).

Schön, dass nicht nur die Newcomer unter den Bands eine Chance bekommen, sondern auch kleine, eher lokal ausgerichtete Medien, wie unser mittelstern mal einen etwas professionelleren Blick auf ein solches Festival ausprobieren dürfen.

Große Chancen lauern überall – als Headliner werden dieses Jahr u.a. The Raveonettes auf der Bühne stehen, die 2001 bei einem ihrer ersten Auftritte auf dem SPOT Festival von Rolling Stone-Redakteur David Fricke entdeckt wurden.

 
Persönliche Highlights

Besonders gespannt bin ich auf die Auftritte der Reihe InterSPOT: Je ein dänischer Künstler wird gemeinsam mit einem internationalen einige Songs aus den Programmen beider Acts performen. Insgesamt wird es fünf solcher Paarungen geben. Neben zwei Konstellationen, die von einer dänisch-deutschen Jury ausgewählt wurden und zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal auf einem InterSPOT-Event in Berlin präsentiert werden – Sóley (IS) + Darkness Falls (DK) und Masha Qrella (D) + Dangers of the Sea (DK) – freue ich mich vor allem auf den gemeinsamen Auftritt der dänischen Avantgarde-Popper Marybell Katastrophy mit Nils Frahm.

Mit VenueLab – An Experiment With Music habe ich ein weiteres interessantes Projekt auf dem Schirm. 12 Musiker unterschiedlichster Genres und unterschiedlichen Bekanntheitsgrades wurden in drei Teams aufgeteilt. Jedes Team bekam in einer der Städte Viborg, Herning und Aarhus ein Live-Venue als Proberaum zur Verfügung gestellt und drei Tage Zeit, um neue Musik für ein 30-minütiges Konzert zu kreieren. Anschließend (ab 02.05.) touren die Teams in drei Tagen durch alle drei Städte um schließlich in Aarhus auf dem SPOT Festival ihr Abschlusskonzert zu geben.

Außerdem gibt’s aber auch noch jede Menge ganz normale Konzerte, auf die ich mich freue. Und zur Einstimmung:
Shot on location at Vega in Copenhagen, Roskilde Festival & SPOT Festival

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