Junius + Wolfes Like Us

17. April 2012
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
VVK ab 14,40

Dass Junius aus Boston die „perfekte Mischung aus Neurosis und The Smiths“ (Rolling Stone) sind, ist sicherlich etwas übertrieben, aber die massive Gitarrenhärte und dicken Grooves einerseits, der elegische, nach britischen Wave-Bands klingende Gesang und die düsteren Soundscapes andererseits, sind vereinnahmend und beeindruckend – und in den Post-Genres seit jeher ein Novum.
Seit der Veröffentlichung des von den Kritikern gefeierten „The Martyrdom of a Catastrophist“ sind nunmehr über zwei Jahre vergangen. Eine Zeit die Junius mit Tourneen u.a. mit Mastodon durch USA, UK und Europa füllten.

Dadurch inspiriert und voller Schöpfungskraft veröffentlichten Junius Ende 2011 das Nachfolgealbum „Reports from the Threshold of Death“. Das Album berichtet von der Reise nach dem physischen Tod. Sänger/Gitarrist Joseph Martinez wurde dabei von Nah-Tod-Berichten und Erzählungen inspiriert. Die zehn kathartisch wirkenden Songs nehmen den Zuhörer mit auf eine Reise zu den grundlegenden menschlichen Themen, wie Liebe, Reue und Sehnsucht. Junius haben durch Experimente in Isolation und Askese ihren eigenen charakteristischen, genreübergreifenden Stil geschaffen. Die vier US-Amerikaner sind zugleich die atmosphärischsten und düstersten Vertreter des kunstvollen Post-Metals dieser Tage. Große Refrains, progressives, melancholisches Songwriting, packender Gesang und wenig Betonung auf das allseits beliebte laut/leise-Spiel, stattdessen übernimmt ein bombastischer Breitwandsound die Regie. „Reports from the Threshold of Death“ ist der asketische Denkansatz einer der zielstrebigsten US-Bands. Die unzähligen euphorischen Konzertbesucher und das denkwürdige Konzert (zusammen mit Caspian) vor 3 Jahren im Beatpol können die Vorfreude auf einen packenden Abend nur verstärken.

 
Wolves Like Us
Mit Ex-Mitgliedern von so namhaften norwegischen Bands wie Infidels Forever, Amulet, Silver und JR Ewing könnte man Wolves Like Us fast schon als Hardcore-Supergroup bezeichnen. Auch „Late Love“, das von einschlägigen Kritikern umjubelte und zur Überraschung des Jahres 2011 gekürte Debüt der Norweger, bestätigt diese Vermutung – und zwar nachdrücklich. Und: Wer Bands wie Gallows und Kvelertak so sehr von sich überzeugt, dass sie einen im Vorprogramm mit auf Tour nehmen, macht ganz offensichtlich so einiges richtig.

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