‚Oomph oomph‘! Kiasmos live in Dresden

kristin · 14.04.2012 · Keine Kommentare
21. April 2012
22:00 Uhr
Kleines Haus, Dresden
VVK: 12,- zzgl. Geb.
Verlosung

Ólafur Arnalds zurück in Dresden! Und dieses Mal sorgt garantiert kein eigensinniger Flügel mit kaputten Tasten für schlechte Stimmung (haha), dieses Mal werden die Töne digital erzeugt und es wird getanzt! Mindestens alle Teilnehmer unserer Freikartenverlosung für Arnalds‘ Trio-Show in der Schauburg wissen schon, was das heißt: Kiasmos!

Unter diesem Namen tobt sich Ólafur Arnalds zusammen mit seinem Kumpel Janus Rasmussen in der Kategorie »Elektronische Tanzmusik« aus. Entdeckt haben die beiden ihre gemeinsame Begeisterung für experimentellen Minimal Techno, als Arnalds zeitweise als Tontechniker für Rasmussens Hauptprojekt Bloodgroup tätig war. Menschlich wie musikalisch fügte sich das eine zum anderen und schließlich zum Techno-Projekt Kiasmos zusammen, für das Rasmussen initiale Ideen und Beats entwickelt und Arnalds sich um Feinheiten und finale Strukturen der Songs kümmert.

Bereits 2009 haben Kiasmos auf einer gemeinsamen Split EP mit Rival Consoles zwei erste Tracks veröffentlicht (65/Milo, Erased Tapes).

Kiasmos – 65 by Erased Tapes
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Vereinfacht ja, verbessert nein: Neue GEMA Tarife mit altem Systemfehler und einer bösen Ohrfeige für Techno

sebastian · 14.04.2012 · 18 Kommentare

Am 02.04. veröffentlichte die GEMA eine neue Tarifstruktur für Tanzveranstaltungen (mit oder ohne Livemusik), die nicht reine Konzerte sind und ab 2013 gelten soll. Für reine Konzerte wurde bereits 2012 eine neue Regelung wirksam, nach der nicht mehr die potentielle Zuschauerzahl entscheidend für den zu entrichtenden Beitrag ist sondern die tatsächlichen Einnahmen, was für viele – gerade kleine Veranstalter – zwar etwas mehr Arbeit bedeutet, aber das finanzielle Risiko für schlecht besuchte Konzerte entscheidend gesenkt hat.

Wegfall der Discothekenpauschale: Hartes Brot für Großraumveranstalter 

Soweit ist die GEMA bei den neuen Tarifen für Tanzveranstaltungen nicht gegangen. Hier gelten immer noch Pauschalen in Abhängigkeit von Größe und Eintrittspreis. Neu sind der Wegfall einer Pauschale für Discotheken und eine höhere Gewichtung der (potentiellen) Einnahmen. Das kommt zwar den kleineren Clubs entgegen, nimmt alle Clubs mit mehr als 200qm (also ab ca. 400 Zuschauer) jedoch ziemlich böse an die Kandare. Vor allem die Gebühren für Veranstaltungen, die länger als 5 Stunden dauern (also vor allem Events mit jungem Publikum und auch viele originelle Ansätze), werden unangemessen teuer.

Sowieso aber widerspricht der Gedanke „Mehr Einnahmen = Höhere GEMA Gebühren“ in meinen Augen jeder Logik! Denn:

Was haben die Umsätze mit den Urheberrechten zu tun? Ein kleiner Exkurs 

Obwohl ich bekanntlich eher ein „Anwalt der Urheber“ bin als Piratenpartei-Wähler,  finde ich die Berechnung nach Einnahmen mehr als unlogisch. Egal, ob „potentielle“ oder „tatsächliche“ Besucherzahl: Auf die Höhe der Einnahmen haben die Urheber der aufgeführten Musik so gut wie keinen Einfluss.

Beispiel: Wenn ich 20 Beatles-Lieder live auf dem Kamm blase, dann zahlen dafür vielleicht 5 Menschen eine Mark aus Mitleid. Wenn Herbert Grönemeyer im Duett mit Farin Urlaub die selben 20 Beatles-Lieder aufführte, zahlen wahrscheinlich locker 2.000 Leute ihre 25,00 Euro. Lennon / McCartney hätten an beiden kulturellen Highlights den selben Anteil. Wenn ein jugendlicher Dorf DJ die gleichen 100 Techno-Titel* in einer verranzten Schulaula spielt wie ein weltweit angesagter Szene DJ in einem Münchner Laden mit Mega Soundanlage, Swimming Pool, moderner Lightshow und jede Menge Tänzerinnen, dann bleibt die Leistung der Urheber (= Komponist = Im Techno meistens Artist/Producer“) die selbe. Die Menschen zahlen nicht nur – in Clubs nicht mal vordergründig – wegen der Songs mehr oder weniger Eintritt. Sie kommen (und zahlen) wegen der Interpretation! Das musikalische Fundament ist dasselbe, der höhere Eintrittspreis ist abhängig von Location, Soundanlage, Lightshow, beteiligten Personen, Publikum, Lage des Clubs und und und..

In meinen Augen wäre es die einzig gerechte Lösung, wenn je Besucher ein Betrag X (z.B. 0,15 Euro) an die Urheber gehen würde, egal wann und wo und in welchem Ambiente. Aber damit:

Back to Reality – Die neuen Tarife unter der Lupe

Die GEMA argumentiert anders. Sie sagt, ohne die musikalischen Urheber könnte das Ambiente noch so fett sein: Tanzen tun die Leute am Ende doch alleine wegen der Musik! Und somit sollte auch der mehr zahlen, der mehr mit dieser Musik verdient. Dem wurde der bisherige Pauschalvertrag nicht gerecht. Auch die Einzelabrechnung war für viele kleine Veranstalter ziemlich teuer. Aus einem Dutzend Tarifen wurden nur noch zwei. Das ist genauso begrüßenswert wie die Tatsache, dass es für kleine Veranstaltungen tatsächlich preiswerter wird.

Bei der GEMA heißt es dazu:

Die Tarifanpassung führt in der Folge bei nahezu allen Veranstaltungen mit geringen Raumgrößen und moderaten Eintrittsentgelten zu deutlichen Vergünstigungen. Für größere Veranstaltungen bringt die Tarifanpassung eine höhere Vergütung mit sich. Zu den Zielen der neuen Strategie gehören insbesondere die Ausgewogenheit der Tarifstruktur sowie die Vereinfachung der Tariflandschaft.

So jedenfalls die Theorie. Und so weit stimmt das! Auch wenn das Wort „deutlich“ eindeutig in der Spalte verrutscht ist. Leider beinhalten die neuen Tarif neben der allgemeinen Unlogik des Systems (siehe Exkurs oben) einen gravierenden Fehler: Events, die länger als 5 Stunden dauern, zahlen einen gewaltigen Aufschlag von 50% für jeweils drei Stunden mehr. Das bekommen vor allem große Clubs zu spüren, die bisher vom Pauschalsatz profitierten. Ganze besonders dann, wenn sie mehr als zwei Veranstaltungen in der Woche ausrichten!

Ihr wollt Zahlen sehen? Machen wir ein paar Rechenbeispiele auf!
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Booooooooooooooooooooom

andrea · 14.04.2012 · Keine Kommentare

Alter! Macht entweder aggressiv oder entspannt.

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iconAclass + KRTS morgen in der scheune

andrea · 14.04.2012 · Keine Kommentare
15. April 2012
20:30 Uhr
scheune, Dresden

Immer wenn ich einen Artikel über HipHop schreiben möchte, habe ich das dringende Bedürfnis vorab meine Ahnungslosigkeit zu erklären. Im heutigen Fall stolperte ich eher zufällig über Hörbeispiele des Supportacts KRTS, der morgen iconAclass (aka MC Dälek) und dessen in meinen Augen eher fordernden Rap in der scheune unterstützen wird. IconAclass macht einen auf dicke Beats, Kopfnicker, die Pose sitzt und das Video fetzt.

Bei KRTS hingegen säuseln Samples, die Beats verzerrt, lazy tunes, Downtempo, noch immer mit Boom, aber subtiler und.. naja, weicher. Ich mag’s und besser als Polizeiruf ist das allemal.

Ein Schnäppchenangebot der scheune gibt’s bei Facebook, ansonsten heißts: Vorverkauf heute noch 7€, Abendkasse morgen regulär 10€.


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