Special Show: Louis Barabbas and the Bedlam Six

· 19.03.2012 · 3 Kommentare
20. März 2012
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
AK: 5 €

Brilliante theatralische Songpoesie! Folk-Theater-Verrücktheiten! Wohl keine andere Band auf diesem Planeten verpackt Folk-Elemente, Theatralik, literarische Texte und ein quasi orchestrales Sammelsurium an Instrumenten in solch großartige und wahnwitzige Songs! »Bloody amazing« wird niemand geringeres als Danny Goffey von Supergrass dazu zitiert. Aber auch der Rest der englischen Musikpresse überschlägt sich ob der manischen, dreckigen, aber auch sehr poetischen Songtheatralik von Louis Barabbas and the Bedlam Six. Das ist großes Konzert-Theater mit 7 Musikern auf der Bühne, Whiskey-getränkt wie Tom Waits, Maßanzüge wie bei den Tindersticks, Songtexte wie bei Nick Cave & the Bad Seeds.

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Na, war wenigstens einer dabei gewesen? Ca. 40 Leute erlebten gestern im beatpol eine der besten Shows seit ewigen Zeiten. Wahnsinn. Und zum heulen, wenn man sich überlegt, dass ein gewisser „Graf“ 3 mal hintereinander vor ausverkaufter Wiese spielen darf. Aber wir wissen ja, Millionen Fliegen können nicht irren….

„Leider“ nein, 2/3 mittelsterne haben derweil ein mitreißendes Konzert von Nils Frahm im restlos ausverkauften Societaetstheater erlebt. Manchmal gibt’s eben mehr Angebot als man an einem Tag oder in einer Woche abarbeiten kann.
Und wir wissen auch: Manche Künstler brauchen (gerade in Dresden?) zwei, drei und mehr Anläufe, um endlich so wahrgenommen zu werden wie es ihnen von Anfang an zustehen würde. Die Frage, ob und wie man darauf auch nur einen kleinen Einfluss haben kann, stellt sich mir immer wieder.

Und das ist wirklich schade, kann man doch über diese merkwürdige Band so schlankweg gar nichts lesen. Nirgends. Keine Plattenrezensionen, keine Gigbesprechungen, nüscht.
Und ich fühle mich auch nicht in der Lage diese Lücke zu füllen. Musik zu beschreiben ist nicht mein Ding.
Dabei ist die Band offensichtlich äußerst produktiv, gibt tolle Konzerte, dreht wunderbare Videos. Sicher keine Musik für die Massen, aber ein knackig voller beatpol sollte drin sein.
Die paar Statements von renomierten englischen Quellen (zu lesen auf der Website) sagen alle, was ich auch denke. The next big thing, wenn es mit rechten Dingen zugeht.
Als ich das das letzte mal dachte (bei Sharon van Etten im Vorprogramm der „Great Lake Swimmers“) ging mein Wunsch ja auch einigermaßen in Erfüllung.