Von Hardcore über Techno zur Klassik bis nach Hollywood: Ólafur Arnalds

· 27.02.2012 · Keine Kommentare
23. März 2012
21:00 Uhr
Schauburg, Dresden
VVK ab 16 €
Verlosung

Die Genres, die Ólafur Arnalds auf seinen musikalischen Wegen durchstreift, sind so bemerkenswert gegensätzlich, wie die Musik seines Soloprojekts zugänglich und emotional ergreifend ist. Ich bin mir sicher, das eine hängt mit dem anderen zusammen.

Da gab es in jungen Jahren (ab 1999) den Punk-/Hardcore-Óli, der als Drummer verschiedener isländischer Bands (I Adapt, Fighting Shit, Celestine) in der damals gerade entstehenden isländischen Hardcore-/Nu-Metal-Szene mitmischte. Es heißt, die Band Fighting Shit existiere noch immer und spiele wenigstens eine Live-Show pro Jahr. Das könnte wohl noch immer annähernd so aussehen und klingen:

Der Übergang vom Metal zur modernen Klassik verlief fließend und logisch – ab 2004 schrieb Ólafur für einige Alben der deutschen Death Metal-Band Heaven Shall Burn diverse Intros und Outros –

Heaven Shall Burn – Echoes (Intro)

– bevor er 2007 (mit 21 Jahren) sein erstes Soloalbum Eulogy for Evolution veröffentlichte.

Der weitere musikalische Werdegang dürfte bekannt sein. In Stichpunkten liest er sich ungefähr so: Jedes Jahr mindestens eine Veröffentlichung, Touren durch Europa und die USA, u.a. als Support von Sigur Rós. Und immer wieder clevere Veröffentlichungs- und Vermarktungsprojekte (Found Songs, An Evening with…, Living Room Songs) sowie eine Social Media-Präsenz, wie sie charmanter nicht sein könnte.
Ein neues Album ist für Herbst/Winter 2012 angekündigt – die Orchester- und Streicher-Aufnahmen dafür konnte man in der letzten Woche live via Webstream verfolgen. Bevor es an die finalen Aufnahmen von Piano und Vocals (!) geht, kommt Ólafur Arnalds auf seiner Trio Tour 2012 auch in Dresden für ein Konzert vorbei.
Außerdem hat er gerade seinen ersten Film-Soundtrack (Album-Stream) für die Hollywood-Produktion Another Happy Day veröffentlicht, den er „last minute“ in nur zwei Wochen geschrieben hat. Lynn’s Theme dürfte allen, die Living Room Songs verfolgt haben, vertraut sein:
Lynn’s Theme by Olafur Arnalds

Damit ist Ólafur Arnalds den nächsten, absolut logischen Schritt bereits gegangen. In einem Interview sagte er, sein Wunsch irgendwann einmal Filmmusik zu machen, war der Grund dafür, dass er überhaupt angefangen hat, „diese Art von Musik“ zu schreiben. … Diese Musik, die (fast immer) ohne Worte auskommt und der jeder Beschreibungsversuch nicht gerecht werden will, weil sie alles offen lässt, was in ihr zusammenfließt.

»“Lag fyrir ömmu“ means „Song for grandma“. It is […] a tribute to an amazing person and a good friend who I miss dearly.«

 
Und dann gibt es ja auch noch den Techno-Óli, der gemeinsam mit Janus Rassmussen von Bloodgroup an einem Minimal Techno-Projekt bastelt, das man unbedingt auf dem Schirm behalten sollte…
Wir verlosen 1×2 Tickets für das Konzert (von Klassik-Óli) in der Schauburg unter allen, die uns den Namen dieses Projekts verraten. Schickt eure Antwort bis 12.03., 12:03 Uhr an redaktion[at]mittelstern.de.

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