Popgymnastik, Party, Peng: Harry Bushh lassen die Releasekorken knallen

sebastian · 31.01.2012 · 1 Kommentar
11. Februar 2012
22:00 Uhr
Groovestation, Dresden

Mit dem Begriff des Geistes in seiner immanenten, notwendigen Entwicklung, haben Harry Bushh weniger zu tun als mit der Begriffsstutzigkeit des Zeitgeistes bei der Akzeptanz genreübergreifender Popgymnastik.

Häää? Na komm, soviel Philosophie in der Einleitung muss sein, wenn Käptn Peng in die Stadt schippert. Auch wenn er dieses mal „nur“ den Eröffnungstanz zur Releaseparty der Dresdner Hoffnungskapelle Harry Bushh beisteuert. Dass der „rappende Hegel“ sich dabei ohne Allüren in die zweite Reihe stellt, ist der beste Beweis dafür, dass Harry Bushh auch außerhalb der Stadtgrenzen sehr ernst genommen werden! Hier in Elbflowrenz hatten wir uns ja schon über die Tatsache gefreut, dass nach Yellow Umbrella und den Roboters endlich wieder eine Band am Start ist, die glamouröse Unipartys genauso rocken kann wie den feuchten Punk-Keller. Nun erobern die wilden Rap Rockaz den Rest der Nation.

Musikalisch reihen sich die buschigen Harrys dabei nur auf den ersten Blick in die Gilde der Seeed-Verfolger um Mama Boom, Ohrbooten & Co. ein. Hört man genauer hin, wird sehr schnell eine ungestüme Lust auf elektronische und gitarrige Abwechslung deutlich, die auch Audiolithisten den Mosh-Arm recken lässt.

Am 11.02. feiern die Jungs in der Groovestation das Release ihrer 5-Song EP „Popgymnastik“ und ich habe schon mehr als eine Träne verdrückt, dass ich mich ausgerechnet an dem Tag auf den Weg in die Alpen mache… Die neuen Songs gibt es – einen nach dem anderen – erst in den fünf Tagen vor der Releaseparty im Netz zu hören, aber wir durften natürlich schon mal reinhorchen und versprechen Euch: Da geht einiges! Die Produktion treibt pointierte Loops and Breaks nach vorne und der Call2Action-Sprechgesang (TuEs! LautStark!) kommt sehr professionell und trotz der Power sehr rund und gut gelaunt und holt sich bei Phase V, Telegruppe Medienkommander oder Deichkind das ab, was gebraucht wird, ohne in sinnlose Diss-Muster zu verfallen.

Auch wenn noch der ganz, ganz große Text-Wurf fehlt, der das Zeug zur Mitraphymne hat, diese EP wird es in Player im ganzen deutschsprachigen Raum schaffen.

Also heißt es: Karten sichern, hingehen und: Aerobicmodus an!



weiterlesen…

twitter share buttonFacebook Share

Please don’t be upset cuz you got to move your hips again

kristin · 30.01.2012 · Keine Kommentare
11. Februar 2012
22:00 Uhr
scheune, Dresden
VVK ab 10 €
Verlosung

Catchy. Electronic. Dance. Pop. Aus Island. Das geläufige Konzept aus sexy Frau-/Mann-Stimmkombi, knackigen Beats, atmosphärischen bis aufgeregten Synthies und eingängigen Melodien geht, umgesetzt mit einer Prise Wahnsinn und diesem unwiderstehlichen Quentchen isländischer Kühle Coolness, bei Bloodgroup dermaßen gut auf, dass man auf der Stelle Fan wird. Die Songs des Quartetts hört man ein Mal, dann hat man sie drauf. Vielleicht bringt man sie auch mal durcheinander, vielleicht gehen sie nicht besonders tief, aber wahnsinnig gut rein und da bleiben sie auch hängen.

Die beiden Brüder Hallur und Raggi, Sängerin Sunna und Janus, der von den Färöer-Inseln stammt, zelebrieren ihren stylischen Dance-Pop laut eigenen Angaben mit besonderer Vorliebe auf deutschen Bühnen und inzwischen kann man hier auch die beiden Alben Sticky Situation (2007, Slid) und Dry Land (2009, Record Records), die zunächst nur in Island erhältlich waren, über AdP records ordern.

weiterlesen…

twitter share buttonFacebook Share

WochenAusklang: Edward Sharpe & The Magnetic Zeros

andrea · 29.01.2012 · Keine Kommentare

Passt super, wenn man zwischen Waschmaschine, Staubsauger und dreckigem Geschirr wirbelt. Indie-Folk aus dem Sonnenstaat von Edward Sharpe & The Magnetic Zeros. Spitzenlied. Stimmung!

twitter share buttonFacebook Share

WochenendEinklang: Emika

kristin · 27.01.2012 · Keine Kommentare

Das Debütalbum von Emika erschien im Oktober 2011 auf Ninja Tune und die »elegante Mischung aus Dubstep, Techno und Pop« (Groove) der klassisch ausgebildeten Pianistin mit tschechischen Wurzeln lief durch Blogs und Netzwerke vollkommen an mir vorbei. Seit gestern dreht sich Double Edge nun aber endlich auch bei mir in einer Endlosschleife. Sobald ich es schaffe, von diesem Song zu lassen (den übrigens auch Thom Yorke liebt), werde ich herausfinden, ob mir das Album hält, was Emika mit Double Edge verspricht.

»You cut me like a double edge sword
now I’m split in the middle
tell me which side do you pick?«

weiterlesen…

twitter share buttonFacebook Share

Da brennt die Luft: Panda Feuerwerk wird Sponsor beim FC St Pauli

sebastian · 26.01.2012 · Keine Kommentare

Dass ich kein großer Fan von Pyrotechnik bin (in Stadien und auch sonst), habe ich ja schon genauso oft betont wie den Umstand, dass die Kriminalisierung und stumpfe Verbote garantiert keine Lösung sind.

Es muss Mittel und Wege geben, mit den Fans Kompromisse und vor allem organisierte Pyroshows zu organisieren, die keinerlei Gefahr darstellen und den Spielbetrieb selbst nicht stören. Auch wenn die konservativen Herren beim DFB und die kommerzgeilen Eventmanager bei der DFL das nicht wahrhaben wollen und die folgende Pressemeldung des FC St. Pauli bestimmt alles andere als fröhlich aufgenommen haben:

Panda Feuerwerk ist ab sofort neuer Partner des Clubs in der nach dem Hauptsponsor höchsten Kategorie „Das Herz von St. Pauli“. Die Firma aus Husum ist die deutsche Tochtergesellschaft der chinesischen Unternehmensgruppe Panda Fireworks, dem weltweit größten Hersteller von Feuerwerkskörpern. Panda wird in den nächsten 3 Jahren Sponsor bei den Braun-Weißen sein.

Ein perfekter PR Coup der Chinesen genau einen Tag vor dem Launch des deutschen Onlineshops.

Es könnte natürlich auch sein, dass sich das ganze morgen als kleine Persiflage auf den Bayern-Fake (siehe hier) herausstellt? Vielleicht überrollt uns jetzt eine Welle von Spaßmeldungen im Fußball? Wär ja ganz geil, oder? :D

 

twitter share buttonFacebook Share

Kein Stern beim Mittelstern: Einbahnstrassenjournalismus und Servicewüsten in der deutschen Medienlandschaft

sebastian · 26.01.2012 · Keine Kommentare

Kurz vor Weihnachten habe ich ein Testabo beim Stern abgeschlossen. Den Stern und den Spiegel hatte meine Familie während meiner kompletten Kindheit und Jugend abonniert und kurz vor Weihnachten neigt man ja zu den verrücktesten Sentimentalitäten. Außerdem gab es eine Autorennbahn zum Testabo dazu, die sich gut im großelterlichen Keller macht.

Tatsächlich war ich dann recht positiv überrascht. Auch wenn die heiligen Humor-Kühe (Tetsche, Haderer, Til Mette, Luftblasen) mir nicht mal ein Gähnen entlocken konnten und ich mir mehr (digitale) Wirtschaft statt Boulevard und Gesundheit wünschen würde, habe ich von den bisherigen Ausgaben fast alle Artikel gelesen! Ich habe Themen gefunden, die ich im Netz wohl übersehen habe und fand auch die seichte und doch gut recherchierte politische Berichterstattung wirklich angenehm. Besonders überrascht hat mich das sympathische und gut aufgelegte Kulturressort. Der Stern ist perfekt für die Badewanne, für Zugfahrten, Wartezimmer und die 10 Minuten vor dem Einschlafen. Ich war fast überzeugt, dass ich den Stern weiter abonniere.

In der vergangenen Woche fand sich zum Beispiel ein Artikel über einen Bioholzbauern aus Niedersachsen, den ich wirklich richtig gut fand. Ich hatte dazu noch nie etwas gelesen und der Mix aus Personality und solider Hintergrundrecherche zur aktuellen Umweltpoltik hat mir sehr gefallen.

Die wahren Dialogfeinde sind nicht Unternehmen sondern die Medien:

Nun wollte ich den Artikel gerne einem Kumpel empfehlen, aber ich hab ihn im Netz nicht gefunden. Also habe ich auf der Facebook-Seite vom Stern gefragt, ob man diesen Artikel im Netz findet und wenn ja wo. Als Antwort nichts als großes Schweigen.

Bei Twitter das selbe Spiel. So etwas ärgert mich maßlos, wie ich ja bereits im Dezember 2012 schrieb:

Facebook ist kein Marktforschungsinstitut. Ich find das ganz, ganz schlimm, was insbesondere Print-Medien sich derzeit auf Facebook erlauben. Von Dialog, Kritikfähigkeit und Partizipation keine Spur. Stattdessen ein tägliches “Was denkt ihr?”, dessen Antworten dann aber nicht moderiert werden und auf die auch nicht reagiert wird.

 

weiterlesen…

twitter share buttonFacebook Share

Soundcheck: Porcelain Raft

sebastian · 25.01.2012 · Keine Kommentare

Toller Bart, schicker Anzug, smarte Stimme, kann offenbar was vertragen: Digital Singer/Songwriter Mauro Remiddi aka Porcelain Raft hat bestimmt einen Schlag weg bei Frauen. Aber nicht nur da! Der „Brooklyn Beau“ stammt aus Rom, lebt in London und es würde mich wundern, wenn Berlin ihn nicht vergöttern wird. Am 27.01. erscheint sein Debut „Strange Weekend“ in Deutschland. Einen Vorgeschmack auf seinen looplastigen Lofi-Softpop, bei dem OMD auf Art Garfunkel trifft, gibt dieses spaßige kleine Video und ein Stream bei Motor.

twitter share buttonFacebook Share

Videopremiere: Desire – Don´t call

sebastian · 25.01.2012 · Keine Kommentare

Megan Louise, Johnny Jewel und Nat Walker aka Desire sind intelligenter Pop in Reinkultur. Französische und Englische Vocals, Synthies, pumpende Bässe und doch weit weg vom Glamourpüppchen-Image. Don’t Call To Talk About Nothing ist eine klare Ansage und das neue Video ohne Loverboy, Lippenstift und Limousine spricht für sich: Die Band aus Montreal, gefilmt beim Hurricane-Watch in Miami.

twitter share buttonFacebook Share

Videopremiere: WhoMadeWho

andrea · 24.01.2012 · Keine Kommentare

Für mindestens zwei unserer Leser: C und S und alle anderen auch. Schön ist das nicht, aber live sollen die ja ganz schön loslegen. Am 19.3. sind sie im Conne Island: WhoMadeWho

twitter share buttonFacebook Share

I Am Oak

konzertagenda · 24.01.2012 · Keine Kommentare
30. Januar 2012
20:30 Uhr
Thalia, Dresden
VVK: 10,- zzgl. Geb.
AK: 12,-
Verlosung

Nach dem Erfolg des 2010 erschienen Debütalbums On Claws (Bestes Album des Jahres, 3voor12award, NL) legt der aus Utrecht stammende Thijs Kuijken sogleich sein neuestes Werk Oasem nach und zeigt darauf, dass sich I Am Oak vom beschaulichen Schlafzimmerprojekt zum Bandgefüge entwickelt hat.

Auf Oasem wandeln Banjo, Bass und sogar ein Balafon auf breiten Orgel- und Synthesizer-Flächen und verschwimmen mit harmonischen Vocals und minimalistischen Beats zu intimen Folk-Songs, die in warmen, beruhigenden Ambient-Charme leuchten.

»Die Songs sind wie Reisen. Sie beginnen an einem Horizont und bewegen sich durch Landschaften, in denen ich Dinge sehe, höre und sie reflektiere, um dann an einem neuen Horizont anzukommen und doch zu merken, dass es eine endlose Suche ist.« Thijs Kuijken im Interview mit motor.de

Verlosung
Schickt bis zum 28.01.2012, 15 Uhr eine E-Mail mit dem Betreff I Am Oak an redaktion[at]mittelstern[.]de und nehmt damit an der Verlosung von 1×2 Tickets für das Konzert im Thalia teil.

twitter share buttonFacebook Share
1 | 2 | 3 |  | 7 |