Gastbeitrag von Malle über Cluberöffnung: Listen all of y’all it’s a SABOTAGE

· 09.11.2011 · 1 Kommentar

Mein letzter Besuch im U-Boot, der Kellerdisco im Hinterhofbereich zwischen Bautzner und Prießnitzstr.? Es würde mich nicht wundern, wenn das fast ein Jahrzehnt her ist. Letzten Freitag öffneten sich die Pforten nun wieder, nachdem der Club von der Bildfläche verschwunden war und sich unter neuer Leitung neu erfunden hatte. DD Dubster, der stadtbekannte Experte für gebrochene Beats und maßgeblich am Programm des alten U-Boots und der neuen Sabotage Beteiligter, lockte mit einem Platz auf der Gästeliste. Grund genug, um reinzuschauen und mich woanders als in den einschlägig vorbestraften Lokalitäten zu betrinken!

Schon beim Eintreten musste ich feststellen, dass ich einen für mich komplett neuen Laden betreten habe. Eventuell vorhandene Restkenntnisse des Grundrisses aus dem U-Boot konnte ich schnell im Papierkorb ablegen, alles blieb anders. Gleich nach dem Eintreten lockte der geräumige Barraum mit einem langen Tresen. Lang, aber nicht lang genung. Die aus diversen Neustädter Lokalitäten bekannten Bedienungen konnten mit dem Premierenansturm nicht Schritt halten. Zeit, in mich zu gehen. Nein, doch nicht, ungefragt landete ein solides Herrengedeck vor mir, Bezahlung wurde verschoben und nie nachgeholt. Danke, Freunde! Die ersten bekannten Gesichter entmorphten sich aus der Masse der Anwesenden, Small Talk hier, noch ein Schnaps dort. Irgendwann drang ich dann doch noch in den Konzertraum/Tanzsaal vor: Klassischer Kellergewölbeschlauch, der mit einer Kapazität von ca 200 Leuten eine sehr angenehme Größe hat. Auf der Bühne gabs Hip Hop, Marke frühe Beastie Boys; am Mischpult stand der Tom, der auch in der Groove Station öfter die Verantwortung für den Klang trägt, und kümmerte sich um den Klang des Abends. Für mein Empfinden, wie so oft bei ihm, war es etwas zu leise, ist ja aber auch nicht jeder so krachverliebt wie ich…
http://www.dailymotion.com/video/x175lf_beastie-boys-sabotage_music
Da die Hauptkapelle des Abends, das Marracash Orchester, musikalisch nicht ganz mein Fall ist, verlegte ich mich darauf, im Barbereich rumzulungern und den Kater des morgigen Tages mit Kippen und Coschützer zu füttern. Mit Erfolg, wie ich am nächsten Tag feststellte.

Der Autor: Malle ist Neustädter, Kartenverkäufer, Hund mit bunten Flecken. Wäre gern richtiger Rockmusiker.

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