Artist-Matching: Input und umsetzende Agentur für Website Flying Circus gesucht

· 10.11.2011 · Keine Kommentare

Am vergangenen Samstag (05.11.2011) fand in Leipzig die Auftaktberatung zum NonProfit-Musikprojekt FLYING CIRCUS statt. Das Projekt wird vom Kreatives Leipzig eV gemeinsam mit Popoolär! Die Leipziger Musikinitiative, der Scheune-Akademie Dresden und dem Bandbüro Chemnitz durchführt und wird – so bescheuert das klingt – eine Art „Spitzenförderung der Subkultur“. Das Projekt will sich nicht vorrangig um Nachwuchskünstler kümmern sondern da ansetzen, wo der klassische Bandwettbewerb aufhört.

Im Mittelpunkt des Projekts steht eine Website, die Musiker aller Genres mit anderen Musikern, Kreativen, Unternehmen, Förderern und Publikum zusammen bringen soll. Um nicht den nächsten Band-Datenbank-Friedhof aufzubauen, sollen bestehende Profile (Facebook, Soundcloud, Bandcamp etc.) integriert werden. Außerdem wird es einen neuen Ansatz der Selbstkatalogisierung geben. Neben klassischen Genres stehen Parameter im Mittelpunkt, die das Lebensgefühl einer Band vermitteln (Sommer, Winter, Fußball, Cabrio, Bier, Wein, Champagner, Technik, Natur, Politik, Professionalität, Kunst etc) und nach denen potentielle Partner (aber auch das Publikum) suchen können. Veranstalter, die eine Band für ein Extremsport-Event suchen, sollen dort genauso die optimale Band finden, wie Filmer, die eine Doku über Eisbären drehen. Aber auch beim Matching der Bands untereinander oder mit Produzenten gilt doch, dass zwei Bands aus dem Genre „Punk“ sich viel mehr unterscheiden können (A: Politik, B Party) als eine Punkrockband und eine HipHop-Crew (Beide politisch oder beide Party). Und auch als reiner Konsument: Wer sucht schon gerne nach Genres, wenn er neue Musik entdecken will?

Offene Ausschreibung

Die Leistungserbringung für die Website wird offen ausgeschrieben. Abgabefrist für Bewerbungen ist der 17.11.2011. Die Leistung muss größtenteils bereits vor Weihnachten 2011 erbracht werden. Grafik und Texte werden geliefert. Alle weiteren Angaben sind der Ausschreibungsdatei entnehmbar. Wie immer hat so ein NonProfit-Projekt (alle Projektmitglieder arbeiten ehrenamtlich) nie ausreichend Budget, um so ein Webprojekt wirklich angemessen zu vergüten. Ohne Musik-Leidenschaft geht es also eher nicht. Aber vielleicht gibt es ja irgendwo Kapazitäten und vor allem Module und Vorlagen, auf die man aufsetzen kann?!?

Input zum Matching-Verfahren gesucht

Die Idee des Matchings würde ich gerne intensiv verfolgen und begleiten und suche daher dringend eine/n SoziologIn oder PsychologIn, die Lust hat, sich dazu kurzfristig mit mir Gedanken zu machen (bitte Mail an Sebastian über akademie (at) scheune.org). Danke!

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