Wie gut sind die deutsch-türkischen Beziehungen in der Berliner Kreativwirtschaft

· 09.09.2011 · 1 Kommentar

Eine Sache, die mir bei der Berlin Music Week erneut aufgefallen ist, ist die offenkundig schwache Vernetzung deutscher und türkischer Kreativ-Akteure. Oder bilde ich mir das nur ein?

In Berlin leben über 170.000 Menschen türkischer Herkunft, türkische Indiebands habe ich aber im kompletten Programmheft der Berlin Music Week so gut wie keine finden können. Dabei gibt es – wie wir spätestens seit Fatih Akins Crossing the Bridge wissen – eine unglaublich bunte und innovative Musikszene in der Türkei. Auch für deutsche Start-ups sollte doch der türkische Markt trotz aller Restriktionen sehr interessant sein.

Die Türken sind heiß aufs Netz! Die Türkei gehört zu den aufstrebenden Internetnationen und die wirtschaftliche Lage ist nicht die schlechteste! Die Wirtschaft der Türkei wächst wie keine andere, vor allem dank der Konsumfreude ihrer Bürger.

Es sollte möglich sein, in Berlin Leute zu finden, die beide Länder und beide Sprachen kennen und Gruenderszene.de weiß zu berichten:

Die unternehmerfreundliche Politik, die unkomplizierten Gründungsmöglichkeiten in der Türkei und die niedrigen Barrieren, als Deutscher in der Türkei eine Arbeitserlaubnis zu erhalten, vereinfachen den Start in den türkischen Markt.“

Aber nach der Partnerbörse eDarling und XING hat eigentlich nur Zanox mit einer Expansion in die Türkei Schlagzeilen gemacht.

Aber auf der Berlin Music Week, insbesondere auf der Popkomm? Kein Panel, keine Informationen, keine Bands, keine Akteure. Oder ich hab sie übersehen… ?

  • Wie schätzt ihr die Situation ein? Sollte/Könnte nicht gerade Berlin sich engagierter zeigen?
  • Wie gut funktioniert der Austausch zwischen deutschen Musik-Labels, Internet-Start-ups oder Spiele-Entwicklern?
  • Welche türkische Band sollte unbedingt mal nach Deutschland?
  • Welche deutsche Indie-Band hat Erfahrungen mit Touren in der Türkei?
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