Drumfestival: Werbetrommel für die Dresdner Kreativwirtschaft

· 20.08.2011 · Keine Kommentare
17. September 2011
11:00 Uhr
scheune, Dresden

Gute Schlagzeuger sind ebenso selten wie wichtig, um als Liveband sein Publikum wirklich zu packen. Sie sind der Motor einer Band und wenn der Motor stottert, tanzt auch der betrunkenste Mechaniker nicht.

Gute Schlagzeuger, die sich nicht zu fein waren für die dreckige, anstrengende und zumeist unterirdisch bezahlte Rock- und Pop-Arbeit, waren in Doube-D-Town lange Zeit so selten wie Hitzefrei in Kiel. Und so holperten sich diverse Bands mit den immer selben Gesichtern über die Bühnen einer Stadt, die sich Kulturstadt nennt. Ein Drummer in vier Bands war keine Seltenheit.

Die Stadt mit den besten Schlagzeugern kriegt die besten Bands!

Mittlerweile tut sich aber was und wenn die Stadt Dresden clever ist, dann erkennt sie das Potential. Denn eine Stadt, welche die Werbetrommel mit einem Pool begabter Drummer rühren kann, die wird schnell sehr interessant werden für Gitarristen, Sänger, Keyboarder und hoffentlich Produzenten und Manager. Basser hatte Dresden schon immer genug, irgendwie passt das gut zur gemütlichen Lebensform der Ostsachsen…!

Da sind zum Beispiel Micha von Pretty Mery K, der für ein sehr melodisches, warmes und gefühlvolles Spiel steht oder der nach Dresden gezogene überragende Dyse-Drummer Jari Rebelein. Auch A Poor Man´s Memory überzeugten mich nur dank der verspielten aber punktgenauen Post-Rock-Beats.

Fünftes Dresdner Drumfestival

Ein wichtiger Baustein der Werbetrommel könnte das 5. Dresdner Drumfestival sein. Mit viel Liebe und Leidenschaft organisiert der Verein in der scheune am 17. September Workshops, Performances und Konzerte auf 3 Bühnen. Nationale und internationale Gäste (Brasilien, USA; Iran, Ungarn) treffen auf die Dresdner Szene. Am Abend darf sich der Mittelstern-Leser vor allem auf das Live-Dubstep-Set der Bulldogs aus Berlin freuen.

 

Außerdem lernen immer mehr Grundschüler im Rahmen von Ganztagesangeboten Schlagzeug spielen. Hier könnte die Stadt sich eindeutig für noch mehr Angebote einsetzen. Zum Beispiel durch feste Jobs, die Sicherheit und Freiheit gewähren.

Ein Schlagzeuglehrer an der Grundschule hätte dann vielleicht Dienstag, Mittwoch und Donnerstag je 5 Stunden Unterricht zu leisten und würde dafür fest eingestellt.

  • Schlagzeuger könnten sich von Freitag bis Montag und in den Ferien um die Arbeit in ihren Bands kümmern.
  • Es würden gute Schlagzeuger dafür nach Dresden ziehen.
  • Je mehr Kinder nach der vierten Klasse weiter Unterricht haben wollen, desto besser geht es den privaten Musikschulen.
  • Je mehr Schlagzeuger eine Stadt, desto interessanter ist sie für Gitarristen und je mehr Bands hat sie.

In diesem Sinne: BEAT IT like a drum falling down the Treppe

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