Sechs Songs auf sechs Saiten zum Sonntag, der ein Montag ist.

· 13.06.2011 · Keine Kommentare

Pfingstmontage sind ja in der Regel geprägt von körperlicher Totalerschöpfung. Drei harte aber wunderbare Tage liegen hinter uns: Fußballturniere, Festivals, Ausfahrten, Wanderungen: Irgendwo habt Ihr Euch doch auch rumgetrieben.

An solchen Tagen muss man einfach mal im Bett bleiben und Krimis lesen, vielleicht zwischendurch einen Bud Spencer Film gucken oder sich auf Youtube treiben lassen. Heute habe ich ausschließlich Songs auf der akkustischen Gitarre gehört und die schönsten sechs des Tages gibt es hier:

Der Inbegriff von „Ein Mann, eine Gitarre“ – Justin Vernon aka Bon Iver

„While My Guitar Gently Weeps“ ist sowieso eines meiner absoluten Beatles-Favoriten. In der puristischen Version von George Harrison schluchzt die Gitarre im wahrsten Sinne des Wortes.



Nick Drake gehört zu den Zauberern auf der Akkustik-Gitarre. Viel zu früh verstorben ranken sich viele Mythen um ihn. Darüber, welche Gitarre(n) er benutzte, wird auch heute noch stetig diskutiert. Dazu passt, dass er auf dem Cover von Bryter Lyter eine Guild M20 hält, die er angeblich auf der Platte selbst gar nicht gespielt habe. „Day is done“ erkennt jeder halbwegs Musikinteressierte in den ersten 3 Sekunden an seiner unsterblichen Gitarrenlinie.

Als Ali Farka Toure in den 60ern zum ersten Mal mit dem Afro-Amerikanischen Blues von John Lee Hooker in Berührung kam, hielt er es zunächst für Musik aus Mali, so nah war Hookers Stil an den traditionellen afrikanischen Wurzeln. Ali Farka hat irgendwann alle Genre-Grenzen und Bezeichnungen aufgehoben und macht einfach nur Musik. Und was für welche. Wenn Du in Deiner Wohnung ganz relaxed ein wenig die Gedanken auf Reise schicken willst, dann gibt es nichts Schöneres als den Reisebegleiter Ali Farka Toure.

Wer noch eine Spur Träumerei drauf legen will, der gönne sich die Bachinterpretationen von Andres Segovia auf dem Kopfhörer.

Matt Ward aka M Ward ist für viele der besser Bob Dylan. Und womit? Mit einem sensationellen Talent, das er nie demonstrativ in den Vordergrund spielt. Der Gitarrist aus Portland sieht seine Stimme immer nur als Begleitung zur Gitarre. Sollte man unbedingt live erleben!

Bonustrack:

Es ist unglaublich. Hunderttausende von Gitarristen gibt es auf Youtube. Ich glaube, da mache ich noch mal ein extra Special draus. Zu den erfolgreichsten zählen Andy McKee und Sungha Jung, der bereits als kleiner Knopp der Gitarre musikalische Emotionen entlockte, wie man es nur ganz selten erlebt. Dabei spielt er alles. Von Bach bis Bossa Nova, von Nirvana bis zu U2. Die wiederum haben bekanntlich nur eine wirklich gute Platte gemacht. Von der stammt auch dieses Masterpiece:

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