Sechs Songs auf sechs Saiten zum Sonntag, der ein Montag ist.

sebastian · 13.06.2011 · Keine Kommentare

Pfingstmontage sind ja in der Regel geprägt von körperlicher Totalerschöpfung. Drei harte aber wunderbare Tage liegen hinter uns: Fußballturniere, Festivals, Ausfahrten, Wanderungen: Irgendwo habt Ihr Euch doch auch rumgetrieben.

An solchen Tagen muss man einfach mal im Bett bleiben und Krimis lesen, vielleicht zwischendurch einen Bud Spencer Film gucken oder sich auf Youtube treiben lassen. Heute habe ich ausschließlich Songs auf der akkustischen Gitarre gehört und die schönsten sechs des Tages gibt es hier:

Der Inbegriff von „Ein Mann, eine Gitarre“ – Justin Vernon aka Bon Iver

„While My Guitar Gently Weeps“ ist sowieso eines meiner absoluten Beatles-Favoriten. In der puristischen Version von George Harrison schluchzt die Gitarre im wahrsten Sinne des Wortes.


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Die Poeten der Nacht

andrea · 13.06.2011 · Keine Kommentare

Jede Woche ein Buch. Die Erfahrung lehrt: Eine Woche hat hier 14 Tage. (Die Aufholjagd läuft!) Rückblick #7

Niall Lenihan, Dank Stipendium Literaturstudent am ehrwürdigen Trinity College in Dublin, trifft auf eine Gruppe Verwirrter Mitstudenten, die einem seltsamen Kult frönen: Stelle eine (gern auch unbedeutende) Frage und erhalte darauf die Antwort durch eine willkürlich gewählte Textpassage. Dein Leben wird fortan aus Trancezuständen, Hedonismus und Geheimbundparanoia bestehen. Dass sich Niall bei diesen Aktivitäten von einem Durchschnittsleben entfernt, ist nachvollziehbar. Obsessiv und an Wahnvorstellungen leidend, schlägt sich der Junge durch das Dubliner Nachtleben und teilt (mit) dem Leser seine zunächst unklare, dann aber thematisch überstrapazierte Homosexualität (mit). Der Leser aber leidet im Gegensatz zum Protagonisten kaum an Schlaflosigkeit, dafür ähneln sich wiederkehrende Handlungen und Aussagen in zu ermüdendem Ausmaß. Niall bleibt nicht nur wegen des ungesunden Lebens, das er führt, reichlich blass. 425 Seiten lang wartet man auf Erkenntnisse oder überraschende Wendungen. Leider umsonst.

Sich geradezu überschlagenden Pressestimmen wie:
»Ein bisschen Eco, ein wenig García Márquez, eine Prise Joyce, Nabokov und Proust – mit „Die Poeten der Nacht“ ist Barry McCrea ein äußerst kluger Roman über die Welt der Bücher gelungen.« sind in meinen Augen völlig haltlos. Oben genannten Autoren gelingt es tatsächlich, Charaktere zu schaffen und nicht Schatten; Geschichten zu erzählen, ohne sich dabei in Wiederholungen zu verlieren und über viele hundert Seiten die Spannung zu halten – ganz ohne zwanghafte Konstruktion turbulenter Ereignisse.

Und so reicht es, Die Poeten der Nacht irgendwo in der Mitte aufzuschlagen und die nächsten zehn Seiten zu lesen. Danach ist es nur noch Wiederholung.

Wer die Vermengung von College & Sprachexperimenten sucht, ist mit Die geheime Geschichte oder Der Club der toten Dichter weit besser beraten. Wer in Dublin bereits auf Entdeckungstour war und auch das Trinity College kennt, wird sich irgendwie durch das Buch hangeln können. Auf meinem Exemplar wird sich ab heute wohl Staub absetzen. Sollte mein Blick nochmals darüber schweifen, wird es lediglich Erinnerungen an einen Dublin-Trip hervorrufen, die Geschichte selbst haben die Poeten der Nacht bzw. Autor Barry McCrea ohne Nachhall verfasst.

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Free show: Frère de Song im Ostpol

kristin · 13.06.2011 · Keine Kommentare
13. Juni 2011
21:00 Uhr
Ostpol, Dresden

Zum Abschluss des langen Wochenendes gibt’s heute Abend im Ostpol ein paar traurige Gitarrenlieder zu erleben. Mit Frère de Song aus Stuttgart verabschieden sich K&F / Sound of Bronkow in die Sommerpause. Der Eintritt ist frei.

 

Frère De Song, das ist Matthias Breckle, der laut Facebook-Selbstauskunft die Gitarre in die Hand genommen hat, gespielt, aufgenommen. Fertig.

»Seine Lieder handeln von Trennung, Suche, Umkehr und menschlichen Abgründen, jedoch immer mit einem Funken Hoffnung. Die von einer tiefen Symbolik geprägten Texte erzeugen mit der ruhigen Musik eine nachdenkliche, entspannte Stimmung. Seine Mischung aus klassischem amerikanischem und englischem Folk, dem eigenständigen Spiel der Gitarre und seine ruhige Stimme erinnern bisweilen an eine Mischung aus Iron & Wine, Mount Eerie, Will Oldham und Damien Jurado, verdienen jedoch eine eigenständige Betrachtung.«

http://www.youtube.com/watch?v=npA_6zmjnjc&feature=related
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