Republik der Heiserkeit: 206 im Steinhaus

· 15.04.2011 · Keine Kommentare

Bescheuert eigentlich. Man muss wirklich sehr populär sein, um sich mit dem Bandnamen 206 in einschlägigen Internet-Suchmaschinen gegen die gleichnamige Modellreihe eines französischen Autoherstellers durchzusetzen. Und entsprechend selbstbewusst. Oder nicht interessiert an derartigen Gedanken über passende Medienstrategien. Angeblich ignoriert die junge Band aus Halle ja auch die aktuell mit Lob wahrlich nicht sparende Musikjournaille, die in 206 einen lang ersehnten Nachfolger für Tocotronic, Sterne und Kante sehen. „Ich habe mir anfangs mal ein paar Sachen reingezogen, aber dann schnell gemerkt, dass es in mir ein komisches Gefühl auslöst, wenn andere Leute über unsere Musik schreiben.“ sagt Timm Völker in einem Interview mit dem Hallenser Stadtmagazin AHA. Und wirkt dabei sehr authentisch und ehrlich! Wie überhaupt 206 sehr unaffektiert und geerdet daherkommen, mit einer „bemerkenswerter Unruhe, einer klaren und unpeinlichen Sprache“, wie Marco Fuchs es auf Intro.de beschreibt. Die Zeichen sprechen dafür, dass es mit der Popularität also durchaus klappen könnte. Am Samstag, den 16.04. spielt 206 im Steinhaus Bautzen.

Na dann! Hallo Bautzen, hallo Halle, hallo Hölle…


Zu Gast sind die Dresdner Goldner Anker, denen der eine oder andere deutschsprachige Titel mehr auch gut zu Gesicht gestanden hätte :-) Und der Anker ist heiß. Bassist Malle erklärt: „Das ist unser erster Gig seit gefühlten hundert Jahren. Das wir wie eine Uraufführung.

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