Das Schiff des Torjägers

· 22.12.2010 · Keine Kommentare

Völlig an mir vorbei gegangen ist der Filmstart dieser Dokumentation über bisher ungeklärte Zusammenhänge im Jahr 2001. Ein humanitärer Eklat sorgte damals nicht nur in Deutschland für ein großes Medienecho und beendete über Nacht die Karriere des nigerianischen Torjägers Jonathan Akpoborie.

Der damalige Torjäger vom VFL Wolfsburg war Eigentümer eines Schiffs, das Kinder illegal nach Gabun transportierte, wo sie Sklavenarbeit verrichten sollten. Akpoborie spielte außerdem für den 1. FC Saarbrücken, den FC Carl Zeiss Jena, Hansa Rostock, Waldhof Mannheim sowie den VfB Stuttgart und erzielte in der Saison 1994/95 für die Stuttgarter Kickers in der Regionalliga Süd in 32 Spielen außergewöhnliche 37 Tore. Außerdem ist er als ziemlich erbämlicher Sänger in die Annalen eingegangen, wenngleich seine musikalische Karriere sich auf einen einzigen Auftritt 1998 mit dem Titel „We will win“ beschränkte. Das „Hi, my name is Jonathan Akpopborie and this is the Akpopbore-Song“ dürfte sich aber nicht nur in meinem Freundeskreis zum Running-Gag entwickelt haben und wird übrigens vom Fußballmusik-Archiv-Papst Trevor Wilson verzweifelt gesucht.

Nicht zum Lachen dürfte dagegen der Film sein, der aber offenbar nicht in Dresden lief und laufen wird, so wie es aussieht, was mich noch trauriger stimmt. Über Infos dazu, ob und wenn ja wann und wo der Film hier läuft bin ich dankbar!

httpv://www.youtube.com/watch?v=_EjREI6QaAQ

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