Dresden wacht (langsam) auf – Mediaserver der Stadt online – Social Media Benchmark gestartet

· 09.04.2010 · 6 Kommentare

Hatte unser aller Drängen also Erfolg? Nachdem FDP Poliker Johannes Lohmeyer öffentlich massiv gedrängt hatte, Dresden müsse sich als Stadt besser im (sozialen) Netz präsentieren, um diesen Trend nicht zu verschlafen, dies auch Bestandteil meiner Kolumnen war (und bleiben wird) und der Presseclub neulich schon davon sprach, web2.0 sei nun in Dresden gelandet, trudelte heute morgen folgende Pressemitteilung der Landeshauptstadt ein, die Hoffnung macht, aber auch skeptisch…

Heute wurde der Mediaserver Dresden frei geschaltet, der unter Federführung der Dresden Marketing GmbH in Zusammenarbeit mit der Sandstein Neue Medien GmbH entwickelt worden ist. Unter www.mediaserver.dresden.de finden Journalisten, Akteure der Tourismusbranche wie Reisebüros, aber auch Partner aus allen anderen Bereichen oder Privatpersonen Text-, Bild-, Video- und Audiomaterial gleichermaßen wie Printprodukte oder Werbematerial zu Dresden. So kann ein Reiseveranstalter für seinen Katalog künftig online passende Dresden-Motive auswählen und kostenfrei herunterladen oder sich mittels der als Download hinterlegten Publikationen informieren.

Zurzeit arbeitet die Dachmarketingorganisation der Landeshauptstadt an einer Gesamtkonzeption für die Präsenz von Dresden im Social Web.

Um von den ersten Erfahrungen anderer großer deutscher Städte zu profitieren, hat die DMG zunächst eine Benchmarkanalyse der Magic Cities erstellt. „Dresden ist bei seinen Aktivitäten im Internet bzw. Social Web auf dem richtigen Weg. Wichtig ist es, bei Präsenzen wie auf Facebook oder Twitter koordiniert und strategisch vorzugehen“, so Dr. Bettina Bunge.

Von heute bis Ende April sind Interessenten aufgerufen, ihre Meinung über den Mediaserver Dresden mitzuteilen. Aus den Rückmeldungen wird ein Gewinner ermittelt, dem das Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden einen Gutschein für zwei Übernachtungen in einem Doppelzimmer inkl. Frühstücksbuffet zu Verfügung stellt.

Ich freue mich sehr, daß offenbar doch Kapazitäten und Gelder da sind und hoffe, beim Benchmark kommt vor allem raus, daß es mit bunten Bildern allein nicht getan ist…“Dresden ist bei seinen Aktivitäten im Internet bzw. Social Web auf dem richtigen Weg“ heißt es unten, diese PM Phrase allein zeigt, daß man skeptisch bleiben muss, denn genau da fängt web2.0 an, wo man auch mal Fehler oder Versäumnisse eingesteht, um sich auf Augenhöhe mit Bürgern und Gästen zu präsentieren.

Auch warum der Mediaserver anmeldepflichtg ist (offenbar zunächst nur für Reisebüros und Journalisten gedacht) verstehe wer will, ich jedenfalls nicht. Es kann sich da nur um Sorgen vor Urheberrechtsproblemen handeln, was allein mich sorgenvoll die Strin runzeln lässt, denn es sind wir, die Bürger und Fans der Stadt Dresden, die die meiste Werbung für unsere Stadt machen könnten!

Ich bin gespant, ob meine Anmeldung Erfolg hat und ob mir auch gleich jemand antwortet, wozu die bitte meine FAX-Nummer haben wollen….

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